Die Wellen schlagen hoch

Nachtrag am heutigen Freitag:

Es war tatsächlich mehr an der Zeit, als ich heute Mittag noch gedacht habe.
Hier ist sie also, eine der vielen Diskussionen um Frank Schätzings öffentliches Auftreten mit seinem Roman »Der Schwarm« nach der Tsunami-Katastrophe:

Ähnliche Gefechte gab es bereits in den Foren von www.sf-fan.de und www.sf-netzwerk.de

Das Verhalten von Frank Schätzing schreit nahezu danach, in Frage gestellt zu werden. Und ich glaube, dass ist ihm bewusst.
Werbung gehört zum Geschäft, und wie ich im Horror Forum bereits sagte, wer ein aktuelles Ereignis zum Anlass für seine eigene PR-Kampagne zum Anlass nimmt, ist clever – jeder von uns wäre dumm, wenn er das nicht ähnlich handhaben würde.

Aber in diesem speziellen Fall, bei dem ganze Städte ausgerottet und Millionen obdachlos geworden sind, ist es durchaus etwas pietätlos, diese Chance für sich zu nutzen.

Vielleicht aber stellt sich uns die Situation vollkommen falsch dar und die eigentliche Sache – nämlich das Reden über Tsunamis und die Katastrophe – geriet, angestachelt durch die Medien, aus den Fugen – so wie die Erde am 26.12.2004.

In dem oben erwähnten Thread des Horror Forums, geht es (wer noch nicht nachgelesen hat) jedoch in erster Linie um den Journaleintrag von Kai Meyer, in dem er sich über Frank Schätzings Werbestreifzüge durch diverse Talkshows und Zeitungen auslässt:
http://www.kaimeyer.com

Kai Meyer hat es gewagt, öffentlich das Verhalten eines – das muss man zugeben – Bestsellerstürmers zu kritisieren. RESPEKT!

Gern hätte ich den Artikel mit einer Gegendarstellung in die nächste Ausgabe von phantastisch! gesetzt. Aber Mr. Fantastik (Anm. 2014 – Link existiert nicht mehr) ist mir – was die Publikation des Journaleintrags betrifft – zuvorgekommen. Somit wünsche ich mir, dass der zuständige Redakteur Marcel Feige, eine Stellungnahme von Frank Schätzing bringt. Das wäre Letzterem gegenüber eine faire Chance eventuelle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.


Wisst ihr was mich so richtig annervt?
Als Autor – egal ob Newcomer oder Alteingesessen, ob erfolgreicher Dauerbrenner, aufsteigender Debütant oder einmaliger Bestsellerlistenstürmer – du musst eine Regel befolgen: Kritisiere nie deine Kollegen, schon gar nicht öffentlich.
Egal wie du deine Kritik verpackst, wie sensibel du das Thema formulierst, jeder wird dir eins unterstellen: Neid!
Wenn du das Buch eines erfolgreicheren Kollegen nur zum Teil gut findest und das auch noch in einem Forum oder einer Rezension zum Besten gibst, werden dir 99% der Leser unterstellen: Du bist ja nur neidisch.
Also überlege gut, wem du, wo was wann worüber und wie sagst – es könnte gegen dich verwendet werden, schneller als du tippen kannst.
Warum ich das jetzt schreibe? Es war an der Zeit.

Ein Kommentar:

  1. Pingback: Das Memorial - Nicole Rensmann schreibt über … » Blog Archive » Porträt Frank Schätzing - 2004

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