Frank Schätzing in Misskredit?!

Kaum hat Jemand großen Erfolg, sind die Plagiatsvorwürfe nicht weit entfernt.
Laut der WELT (Artikel nicht mehr online) hat Thomas Orthmann, Wissenschaftsjournalist und Meeresbiologe aus Hamburg, Strafanzeige wegen Urheberrechtsverletzung erstattet. Nun steht Frank Schätzing mit »Der Schwarm« nicht zum ersten Mal im Feuer der Medien.
Sein Auftreten nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe an Weihnachten kritisierte mancher – wenn auch nicht immer öffentlich. Jetzt erneut in den Medien besprochen zu werden, dürfte für Frank Schätzing eine weitere PR-Chance sein – in diesem Fall, könnte die Publicity aber negativ ausfallen.

Für Mr. Fantastik interviewte ich Frank Schätzing. Ein umfassender Bericht erschien später in phantastisch! 15, Ausgabe 3/2004.

Ausschnitt:
Ohne einen Traum, in dem Frank Schätzing über einem Ozean schwebte, durch den ein riesiger Schwarm von übergroßen Fischen zog, wäre »Der Schwarm« nie geschrieben worden. Auf stilistisch sauberen Boden bewegt sich der Autor mit seinem Roman. Die detaillierten Beschreibung und Erklärungen – häufig gut verpackt in Dialogen – beweisen die vierjährige Recherche, auch im Kreise fachmännischer Wissenschaftler. »Der Schwarm« ist eine Mischung aus vielen bekannten, utopischen Filmen und Büchern, in denen sich die Umwelt gegen die Menschheit richtet. Und doch deutet die Handlung im Laufe der Lektüre an, dass all die wissenschaftlichen Erklärungen nicht fiktiv sind.
Ein bitterer Nachgeschmack bleibt zurück. Frank Schätzing sagt dazu: »In “Lautlos”, dem Vorläufer zum Schwarm, habe ich über internationalen Terrorismus geschrieben, ein Jahr vor dem 11.September. Ich habe ziemlich tief geschürft und eine Menge erfahren, und zeitweise wurde mir ziemlich mulmig. So was geht einem näher als die Vorstellung eines 30-Meter-Tsunamis oder mutierter Lebewesen. Grundsätzlich habe ich als Erfinder der Geschichten den größtmöglichen Abstand zur eigenen Idee. Ich grusele mich jedes Mal lustvoll, aber nach Abschluss des Schwarms z.B. bin ich erst mal ans Meer gefahren und schwimmen gegangen.«

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4 Kommentare:

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  4. ich bin der meinung, und das begründet, dass Hr.S. das Story-Grundgerüst aus Stanislaw Lems „Fiasko“ entwendet hat, eigentlich müßte man Hr.S. auch dafür gerichtlich belangen, verdient hätte er`s.

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