Weiberkam und Punkerleid

Bei meiner zweimal täglichen umfassenden Piercing-Pflege habe ich darüber nachgedacht, ob jeder so einen Aufwand betreibt. Als schüchterner Teeny habe ich die mit Sicherheitsnadeln durchlöcherten Punker nur bewundert. Damals wird keiner die Einstichstellen sterilisiert haben, niemand dürfte eine entsprechende Nachsorge empfohlen habe.
Das Resultat allerdings, absolut verblüffend … wo sind sie, die Punker?
Verstorben an Gelbsucht, Aids und Infektionen? Ausgestorben aufgrund unsachgemäß ausgeführter Piercings? Upps…
Also, achtet bei dem Piercingstudio auf sterile Arbeitsweise und auch die Nachsorge darf ruhig etwas übertrieben sein.

Die derzeitige Mode nervt mich, nie habe ich einen Trend mitgemacht, sondern das getragen, was mir gefallen hat. Und seit Jahren kleide ich mich eh nur in schwarz. Frühjahrs- und Sommerkollektionen bestehen aber viel zu oft aus rosa, gelb und anderen hellen Tönen – nicht wirklich mein Ding. Es will mir nicht einmal gelingen eine schwarze, gut geschnittene Jeans zu bekommen, die nicht über einen Schlag verfügt, bei dem die neben mir hergehenden Personen ins Stolpern geraten könnten. Außerdem hasse ich es Klamotten zu kaufen, genauso wie Schuhe oder sonstigen Kram. Nein, ich sitze lieber in einem Café und beobachte vorbeigehende Leute. Meinen Kleiderschrank fülle ich damit zwar nicht, aber das Studium über Charaktere, Gesten und Gespräch erweitert sich so automatisch.

4 Kommentare:

  1. Einer von den vielen Kläusen aus dem Verlag… 😉

  2. hihi … manche Punker sitzen heute in den Chefzentralen. Einer fällt mir da ein, der für eine Heftserie zuständig ist … *gggg*
    CYA
    Tostan

  3. Das war ja auch ein wenig ironisch gemeint. ;-))

  4. na, na, na … in den 80ern waren punks eine subkultur, bevor ihre mode in den mainstream schwappte. von dort verschwand sie irgendwann, so ist der gang der pop-kulturen.
    die punks allerdings gibt es immer noch, aber meist nur – und gehäuft – im urbanen kulturleben – siehe berlin, dort linke stadtteil wie friedrichshain und kreuzberg. ich glaube, es gibt keine stadt in deutschland, die noch so viele überzeugte punks hat …

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