Auf den Punkt gebracht

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In einer Ecke der Küche stapeln sich Tüten und Kartons, deren Inhalt wertvoll ist. Denn im Austausch dafür erhalte ich Tassen, Löffel, T-Shirts, Gutscheine und manchmal sogar Geld.
Im großen Format nennen sie sich Payback und Happy Digits. Shell, Aral & Co. machen es, genauso wie Vodafone.
Doch längst findet das Kundenbindungsprogramm in kleinerer Form auf beinahe jeder Verpackung statt:

Ermäßigungscoupons für teure Freizeitangebote auf Milchpackungen und Tiefkühl-Pommes Frites. Oder Glückscodes (1 Code = 2 Vorteile) auf Schmierkäse-Fässchen, mit dem Hinweis, dass du 50 Euro Rabatt erhältst, wenn du ein Fahrrad bei einer Internetfirma kaufst und gleichzeitig an einer Verlosung für ein Mountainbike teilnehmen kannst. Blöd nur, wenn du beide Vorteile nutzt, dir ein Fahrrad kaufst und anschließend noch ein Bike gewinnst.

Besonders schön sind die speziellen Joghurtangebote bei real (kurz erwähnt, den Werbespruch Besorg’s dir doch einfach, finde ich nett provokant): 12 Joghurts plus ein Spielzeug-Truck. Kompliziert wird es, wenn du zwei Kinder hast, dann musst du 24 Joghurts kaufen, sonst gibt es nämlich Tobsuchtsanfälle und Joghurtbecherweitwurfwettbewerbe. Bei drei Kindern – naja, is klar, ne? Gleiches bei dem Windelangebot: 5 x Pampers plus 1 x Lego gratis …
Noch einmal zurück zum Joghurt: Jeder Deckel zählt. Ein Deckel = ein Punkt, die du sammeln und an Müller schicken kannst. Die extra eingerichtete Website www.mueller-praemien.de zielt auf ein junges Publikum ab. Schade nur, dass für die Punktezahl der interessanten Prämien eine Großfamilie von Nöten ist.

Für eine hohe Zahl von Apolinaris-Schraubverschlüssen erhalten wir ein Glas mit der Aufschrift Apolinaris. Na denn Prost!

Am Häufigsten finden sich aber tatsächliche Punkte wieder, in verschiedenen Größen und Farbkombinationen:

Kinderschokolade & Co. – Punkte gegen Merchandising von »Die Unglaublichen«, Für kitekat-Mäusepunkte gibt es ein Stoffmäuschen oder Bares, Landliebe-Konfitüre wirbt mit Frühstückspunkten – zwei Stück an der Zahl finden sich auf den Gläsern. 15 musst du sammeln, um einen Löffel zu erhalten und 30 Stück, wenn du noch eine Frühstücksschüssel benötigst.

Und und und … wer da überall mitmachen will, dürfte schnell als Messie gelten, weil sich Punkte, Joghurtdeckel, Schraubverschlüsse etc. in seiner Wohnung anhäufen.

Manche dieser Kundenbindungsprogramme sind jedoch durchaus lukrativ – je nach Lebensstandard und Familiengröße.

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