Beltane

Heute feiern wir Beltane oder Walpurgisnacht oder schlicht Tanz in den Mai.

Der Ursprung findet sich in Beltane (Beltaine) – dem keltischen Frühlingsfest und dritten Fruchtbarkeitsfest der Alten Religion wieder.
Ein Fest, an dem die Vereinigung zwischen dem nun herangereiften Gott und der noch jungfräulichen Göttin gefeiert wird.
Die Götter stehen, wie bei vielen heidnischen Festen, als Pate für die Natur.
Nun erblüht die Natur, der Sommer kommt und bringt erste Früchte.
Beltane leitet sich von Bel, dem Lichtgott und Feuer »Tine« ab, das in dieser Nacht entzündet werden soll. Pärchen springen Hand in Hand darüber und beweisen sich so ihre Liebe. Jedes in der Nacht des Beltane gezeugte Kind sollte magische Fähigkeiten besitzen. In manchen Regionen stellten die jungen Männer ein Maeienbaum auf, der für Liebe, Paarungswilligkeit und Lust stand. Traditionelle Farben des Festes sind Weiß und rot, die für die Entjungferung stehen.
Beide Bräuche haben bis heute ihre Tradition beibehalten: Der Maibaum, geschmückt mit bunten Bänden, die das »Netz des Lebens« symbolisieren, und das Osterfeuer dürften Jedem bekannt sein.

Am Brocken im Harz wird noch heute die Walpurgisnacht gefeiert. Auch hier wird ein großes Feuer entzündet und Frauen, als Hexen verkleidet, tanzen und begrüßen den Sommer.
Diverse Quellen weisen daraufhin, dass die katholische Kirche, den Tag zur heiligen Walpurga – die Patronin für Mägde und Bauernfreuen – umbenennen wollten, um von Frauen, die, nach der Aussage der Kirche, mit dem Teufel tanzten, abzulenken.
In den Augen der Kirche galten diese Frauen als Hexen und gehörten – wie bekannt – auf den Scheiterhaufen.
Noch heute sollen symbolische Hexenverbrennungen stattfinden, in dem ein brennendes Rad den Berg hinab gerollt wird.
Wahrlich traurig, wenn es den Tatsachen entspricht.

In weniger religiösen Gegenden heißen die Festlichkeiten schlicht Tanz in den Mai, was weder den Ursprung, noch die Kirche in irgendeiner Form beleidigt.

Was auch immer ihr heute feiert: Ich wünsche euch viel Spaß dabei, bleibt sauber und trinkt nicht so viel. Der Tag danach ist grundsätzlich fürn.
Achja, und was die Sache mit der Vereingung betrifft: Mit Gummi lebt sichs länger… oder wie hieß das noch?
So, genug Wörter zum Sonntag gepredigt. Ich begebe mich wieder an die Arbeit.

3 Kommentare:

  1. Aber ich gehe doch mal davon aus, dass in den Alpen lediglich diese Tradition wiederbelebt wurde, nicht aber „Hexen“ verbrannt werden! 🙂

  2. Das mit dem „brennenden Rad den Berg runterollen“ hab ich vor etwa 8 Jahren selbst in den Alpen miterlebt, gibts also wahrscheinlich auch heute noch.

  3. Pingback: Nicole Rensmanns kleine Welt » Blog Archive » Der letzte Tag im April

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