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Das Börsenblatt befragt KNO-Chef Oliver Voerster zur Auslieferung der Harry Potter – Bücher.

Ein Ausschnitt:

Zudem darf kein einziges Exemplar vor dem Erstverkaufstag im Buchhandel angeboten und verkauft werden; unsere Mitarbeiter haben sich dazu verpflichtet, kein einziges Buch aufzuschlagen.

BÖRSENBLATT online: Können Sie das gewährleisten?
Oliver Voerster: In der Geschichte der KNO Verlagsauslieferung gab es bisher noch kein umfassenderes Sicherheitskonzept. Wir arbeiten dezentral an verschiedenen Standorten in Deutschland, die Harry Potter-Bände sind durch Alarmanlagen gesichert, Sicherheitsdienste mit Hunden bewachen bei Tag und Nacht die Bücher. Unsere leitenden Mitarbeiter sind durch vereinbarte Telefonketten miteinander ständig verbunden, bei Alarm und selbst wenn durch Tiere ausgelöst, wird eine Vorortprüfung und -sichtung vorgenommen. Täglich findet an allen Standorten eine Inventur statt, um die Sollzahl mit der Ist-Zahl zu überprüfen, an keinem einzigen Tag fehlte auch nur ein einziges Exemplar. Die Harry Potter-Bände werden in speziellen abgetrennten Bereichen kommissioniert, wenige Mitarbeiter haben für diese Bereiche Sicherheitsschlüssel. Transporte werden nur in verplombten Fahrzeugen vorgenommen, zusätzlich gibt es einen alpha-numerischen Code. Durch ein umfangreiches Schulungskonzept wurden die Mitarbeiter auf ihre verantwortliche Tätigkeit intensiv vorbereitet, Arbeitsanweisungen dokumentieren die einzelnen Tätigkeiten.

Quelle und gesamtes Interview bei mvb-boersenblatt.de

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

7 Kommentare:

  1. Ich glaube, das braucht ihr auch nicht, wenn ich lese, was ihr da immer auf die Beine stellt. Respekt! Da könnten sich so einige Buchläden mal ein gutes Beispiel dran nehmen! (Aber ich wiederhole mich, scheint mir.)
    Na gut, dann kamen vielleicht am Morgen zur Tintenblut-Vö nicht so viele, aber die Lesung war doch – so wie ich das bei euch gelesen habe – sehr gut besucht! Man kann ja nicht alles haben. 😉
    Du hast schon Recht: Viele Kinder sind durch Harry Potter zum Lesen gekommen und das sollte nicht unterschätzt werden!

  2. Fein, bei Tintenherz haben wir’s im Kleinen versucht, wenn auch nur durch die frühere Öffnung, das hat super funktioniert (Achtung Ironie!).

    Die Party, die wir gemacht haben, hätten wir ebenso ohne Potter machen können. Es war so, dass alle einen netten Abend hatten, und wir eher am Rande ein Buch verkauft haben. Die Kinder und ihre Eltern sollten einfach Spaß haben…

    Anlässe unsere Kunden auf einen Haufen zu treffen, haben wir schon öfter. Spätestens im Frühjahr wieder, wenn unser kleiner Kinderclub eine runde Zahl erreicht hat, die man unbedingt feiern sollte.

    Hohlbein und Fforde sind leider bei uns kein so großes Thema. Aber ich könnte mir vorstellen, zum letzten Bartimäus was zu machen oder für die kleineren eine Kerr-Dschinn-Party. Vielleicht feiern wir post Potter einfach mal Halloween oder eine Detektiv-Party mit den Kindern. Anlässe gibt es sicherlich genug.

    Auch wenn Potter mittlerweile viele nervt (mich manchmal eingeschlossen), ist es immer noch so, das vor allem die Kinder jedem Band auf’s Neue regelrecht entgegenfiebern. Ich kann mir kaum ein anderes Thema vorstellen, dass so viele Leute zieht.
    Und bevor jetzt der Eindruck entsteht, wir machen solche Großevents nur um Geld zu verdienen: die Zugfahrt, Eintritt, Getränke & Süßigkeiten waren gratis. Um die Kosten über den Buchverkauf wieder reinzuholen, hätten wir etwa 1.111 Bücher verkaufen müssen…
    Nö, wir machen das einfach, weil’s uns Spaß macht 🙂

    Und um die Zeit nach Potter mach ich mir gar keine Sorgen!

  3. Naja, solche Partys könnte man doch weiterhin machen, dann vielleicht unter einem anderen Motto, mit entsprechendem Programm. Hypt doch einfach mal andere Autoren, die ja nicht minder lesenswert sind, als die Geschichten eines Harry Potters.
    Eine Party zur Veröffentlichung von „Tintentod“ vielleicht oder beim Erscheinen eines neuen Hohlbeins oder eine Thursday Next-Reise. Oder einfach nur, weil es Spaß macht die Leser und Käufer mal auf einen Haufen zu treffen.

  4. Ich find’s ja auch albern.
    Aber so wie Potter gehypt wird, geht’s wahrscheinlich gar nicht mehr anders. Da planen zig Buchhandlungen aufwändige Partys um Punkt 0.01 das Buch verkaufen zu können und in der benachbarten Buchhandlung geht das Buch einen Tag vorher über die Theke. Wär schon blöd…

    Ich bin einfach nur froh, wenn die letzte Party zu Band 7 hinter uns liegt und wir wieder normal unsere Bücher verkaufen dürfen 🙂

    Auch wenn unsere Potter-Party zugegebener Maßen SEHR nett war 😉

  5. Was dann passieren würde, ist doch schon bei der Originalausgabe in diesem Jahr geschehen: Den „Zufrüh-Käufern“ wurde gerichtlich ein Maulkorb verpasst. Siehe hier: http://blog.nicole-rensmann.de/?p=244

  6. Was mir mehr Sorgen macht, sind die Implikationen, die sich daraus ergeben:
    Was würde denn passieren, wenn nun doch (Gott bewahre!) ein(!) Buch früher in den Handel kommen würde? Der Buchhändler würde wahrscheinlich verurteilt, weil er ein Buch(!) verkauft(!) hätte – womöglich auch noch zum regulären Preis an ein Kind, das unbedingt lesen(!) will… Und das Kind wäre nun wohl ein (im wahrsten Sinne des Wortes) „Klein“krimineller und hätte sich sein ganzes Leben verpfuscht, weil es ein Buch(!) lesen(!) wollte…
    Ich frage mich ernsthaft, was das werden soll, wenn man jetzt schon mehr Energie darauf verwenden muß, ein Buch zu kaufen als es zu lesen…
    Und das alles vor dem Hintergrund, den Kayashi hier drüber bereits erwähnt hat: Die Handlung des Buches ist seit Monaten allgemein bekannt…
    Aua, das muß echt weh tun! ;-)))

  7. Glaube, die US-Goldreserven sind weniger stark gesichert. Und das für ein Buch, von dem eh jeder schon weiss, was drinsteht… 😀

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