Action und Blut?

Heute morgen am Rensmannschen Frühstückstisch gab es eine Diskussion über Filme – das kommt selten vor, weil unsere besten Kinozeiten vorbei sind.
Wenn wir früher unsere Geburtstage feierten gab es Chips, Musik und nette Tanzspielchen: „Mord auf der Party“, „Besentanz“ und so was in der Art.
Heute wollen die Kinder ins Kino oder ihr neues Alter mit einem Filmeabend würdigen.
Benjamin Blümchen ist bei 13-jährigen aber out, auch Disney und Pixar ist uncool – zumindest wenn es sich um einen Abend mit mehreren Mädels dieser Altergruppe handelt.
Die Filmwünsche sind dann aber doch oftmals fragwürdig. Während wir Filme wie »Ghostbusters« oder »Zurück in die Zukunft« als Kult empfinden, wollen die Kids von heute »Jurassic Park« und »Herr der Ringe« konsumieren. »Harry Potter« kennen sie ja eh alle.
Sorry, ich habe »Herr der Ringe« immer noch nicht gesehen, was ich selbst als sehr bedauerlich empfinde. Aber »Jurassic Park« ist, meiner Meinung nach, nichts für Kinder ab 12 Jahre. Auch wenn es drauf steht.
Manchmal fragt man sich eh, warum es FSK gibt. Als Elternteil darf ich selbst entscheiden, ob mein 6-jähriges Kind einem Film ab 16 gewachsen ist und dürfte mit ihm gemeinsam ins Kino gehen.
Was zuhause passiert steht in einem anderen Kapitel, das wir jetzt aber nicht beleuchten wollen.
Selbst Stephen King machte sich in seiner letzten Kolumne Gedanken über dieses Thema, so soll eine Mutter mit ihren beiden ca. 6 und 8 Jahre alten Kindern in »Letzte Versuchung Christi« gewesen sein. Sie saßen wohl nicht weit von ihm entfernt und er muss immer mal wieder hingeschaut haben. Das Jüngste hat sich die erste Zeit im Arm der Mutter versteckt, zwischendurch geweint und später mit vor Schreck geweiteten Augen auf die Leinwand gestarrt. Warum machen Eltern das? Soll das eine Erziehungsmaßnahme sein? Bringt das die Kinder in ihrer Entwicklung weiter? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

Wir sind da sehr streng und es interessiert mich auch nicht, was andere dürfen. Seit bei uns der Fernseher seltener flimmert, werden die Bücher (gestrige Zählung ergab, die 2000er Grenze ist überschritten) auch von unserer fast 13-jährigen Tochter nach und nach gelesen oder besser verschlungen (nein, ans King-Regal darf sie noch nicht!).
Welcher Film nun am baldigen Geburtstagsfilmeabend läuft, haben wir noch nicht ausdiskutiert. »Jurassic Park« auf jeden Fall nicht.

Vielleicht machen wir ja mal was Neues: Tanzspiele zu Tokio Hotel, zum Beispiel!

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

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