Entschlüsse

Manch einer verwendet den Jahreswechsel, um Änderungen in seinem Leben zu beschließen. Da ist der Wille stark und die Planung groß, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, die überschüssigen Pfunde durch Sport zu verlieren oder keine Süßigkeiten mehr essen zu wollen.
Ich fasse grundsätzlich keine Entschlüsse für ein neues Jahr. Wenn ich etwas ändern will, dann setze ich mir dafür keinen Termin und warte nicht auf ein bestimmtes Datum, sondern rufe diese Veränderung hervor, wenn mein Bauch und mein Verstand sich einig sind.
Und somit habe ich eben ein langes Telefonat mit Klaus Bollhöfener geführt, in dem ich ihm mitgeteilt habe, dass ich sowohl meine redaktionelle, als auch meine journalistische Tätigkeit für phantastisch! beenden bzw. stark einschränken werde. In der April-Ausgabe wird noch ein Artikel von mir erscheinen und für Juli ist ein Interview mit einem deutschen Autor vorgesehen. Danach werden keine Beiträge mehr, zumindest nicht regelmäßig und nicht als feste Einrichtung, aus meiner Feder bei phantastisch! erscheinen.
Diese Entscheidung fällt mir nicht leicht, aber verschiedene Veränderungen, vor allem im privaten Bereich, zwingen mich dazu.
Ich will Romane schreiben, das wollte ich immer. Dafür brauche ich Zeit und die wird von Jahr zu Jahr knapper. Ich benötige einen freien Kopf für neue Ideen, doch es passiert zu viel, als dass ich die Ideen in Ruhe kreisen und weiterspinnen vermag. Mein Leben kann und will ich nicht aufgeben, also muss die Veränderung in einem anderen Bereich vonstatten gehen und das ist – nach einem selbst auferlegten Foren – und Surfverbot – nun die Mitarbeit bei phantastisch!
Viele Kontakte habe ich durch diese Tätigkeit geknüpft, Freundschaften geschlossen, nette Autoren kennen gelernt, – auch welche, die ich nicht unbedingt zum Tee einladen würde. Aber die Meisten entpuppten sich als sehr freundliche und „völlig normale“ Menschen. Die Zusammenarbeit mit ihnen und den Verlagen gehörte für mich zu einem bedeutenden und wichtige Erfahrung in den letzten Jahren, die mir nicht nur neuen Lesestoff – auch für die Zukunft – , sondern auch Informationen, Erkenntnisse und Eindrücke lieferte.

Aber Ziele verlangen Opfer.

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

2 Kommentare:

  1. Danke, Monika! Und deinem Sohn gute Besserung!

  2. Liebe Nicole,

    das nenne ich sehr vernünftig und konsequent.
    Komlpliement.
    (Obwohl ich besonders deine Artikel immer sehr gern gelesen habe)

    Aber nachdem ich heute mit meinem Jüngsten schon zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Wochen die Ambulanz unseres Krankenhauses besucht habe (ein Bruch, eine nähwürdige Platzwunde) kann ich auch deine privaten Gründe sehr gut verstehen.
    Wenn es um die Familie geht, bleibt auch bei mir der PC aus.

    Alles Gut für deine Projekte und viel Gesundheit für dich und deine Lieben wünscht dir
    Monika

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