Bollywood – reizender Kitsch?

Ich habe noch keinen der traditionellen Bollywoodfilme gesehen. Doch was bei einer SAT1 Verfilmung á la Rosamunde Pilcher für Jüngere nicht funktioniert, scheint bei Bollywood der Renner zu sein.
Was macht der Reiz eines Bollywood-Films aus?
Sind es die anmutenden Bewegung im Rhythmus indischer Klänge? Die Kostüme, die Farben, die Musik? Oder locken die attraktiven, exotisch aussehenden Frauen und Männer, die für uns Europäer eine ausgesprochen anziehende Wirkung besitzen? Wird die indische Mythologie neu entdeckt, der Traum von Tausendundeiner Nacht ins 21. Jahrhundert verlegt?
Ist es die Romantik? Der wieder entdeckte Kitsch?
Selbst Tanzkurse können Fans nun schon belegen. Bollywood-Partys setzen längst einen neuen Trend.
Zu gern würde ich ja wissen, ob sich auch Oliver Naujoks in einen farbigen Sari hüllt und sich am Feierabend zu indischer Musik bewegt …
Vielleicht sollte ich einmal einen Bollywood-Film anschauen, doch ich fürchte mich vor einer Infektion.

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

4 Kommentare:

  1. Um die Frage beantworten zu können, müsste ich in der Lage sein, eine genaue Trennlinie zwischen Romantik und Kitsch definieren zu können.

    Das würde mir nicht gelingen, selbst unter der Voraussetzung, dass das sowieso jeder anders für sich definiert: Für manche Leute sind es Gegenpole, für manche Synonyme – oder halt etwas dazwischen. Ich kann nur nochmal wiederholen, dass für mich persönlich ‚Kitsch‘ nicht negativ besetzt ist.

    Wenn Du Dich aber nicht für so den romantischen Typ hälst und somit vermutlich allzu gefühlige Stoffe nicht so magst, dann ist die Ansteckungsgefahr in der Tat gering.

  2. Mmh… und du meinst, da ich ja nicht so der romantische Typ bin, ich kann mich somit nicht anstecken?

  3. Ach, noch vergessen, passt zur Überschrift: Ich mag Kitsch. Sehr sogar.
    Das muss man für Bollywood auch mitbringen, sonst wird das nichts mit der Infektion.

  4. Ich trage keine Frauenklamotten und kann nicht tanzen, mit Sari und Bewegung ist also nix. 😉

    Für mich macht den Reiz aus, um einen langen Vortrag auf einen Satz einzudampfen: Die emotionale Erzählweise und, ja, auch die Musik- und Tanzszenen.

    Und (oh, doch ein zweiter Satz) inzwischen bin ich natürlich längst infiziert: Der Exotik-Faktor ist weg, aber wenn ich weiß, dass einer meiner weiblichen oder männlichen Lieblingsstars oder ein von mir favorisierter Regisseur einen neuen Film gemacht hat, dann MUSS ich die sehen…

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