Gelesen: »Krabat« von Otfried Preußler

Das Cover: Krabat»Der kleine Wassermann« stellte 1956 Otfrieds Preußlers erste Veröffentlichung dar.
Weitere noch heute bekannte Kinderbücher wie »Das kleine Gespenst«, »Räuber Hotzenplotz« oder »Die kleine Hexe« folgten.
Damals wie heute erschienen im Thienemann Verlag.
Als Kind ging »Krabat« jedoch an mir vorbei.
Heute bin ich froh darüber, denn in jungen Jahren hätte ich mich vor dieser dunklen, mystischen Geschichte gefürchtet. Zehn Jahre hat Otfried Preußler, der für seine Werke mehrere Auszeichnungen erhielt, an diesem einzigartigen Grusel-Märchen geschrieben. Er verführt uns mit schwarzer Magie, Pentagrammen, Opfergabe an den Gevatter Tod, Ungerechtigkeiten, Verrat aber auch – und diese Eigenschaften beherrschen trotz aller Not die Erzählung – Freundschaft, Zusammenhalt und zuletzt wahre, erlösende Liebe. Eine starke Geschichte, die lange nachdem das Buch zur Seite gelegt wurde, den Leser einnimmt und zum Nachdenken anregt.

Wenn Er sich nicht vor alter Sprache fürchtet, so soll Er dieses Buch lesen, ich empfehle es.

Auch die Verfilmung des Buches ist geplant.
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Webtipps:

Blog zur Krabat-Verfilmung

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

6 Kommentare:

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  4. @Johach
    Die habe ich weder gesehen, noch habe ich darüber was gelesen. Dabei liegt hier ein Riesenstapel Infos über Preußler. Tzes
    @Frank
    Ich finde eine ältere Sprache keinesfalls verdreht und bin schon der Meinung, dass manche Leser Krabat aufgrund diverser Formlierungen nicht unbedingt als lesenswert erachten, da nicht immer klar verständlich im Ausdruck. Das mag sicherlich auch mit dem Alter oder anderen sonst bevorzugten Lektüren zusammenhängen.
    Aber selbstverständlich sollte sich niemand, da gebe ich dir Recht, davon abschrecken lassen und die dritte Person war nur ein Beispiel, natürlich wird nicht ständig in dieser gesprochen.

  5. So alt oder wahlweise altmodisch finde ich die Sprache in Krabat nicht mal. Durch die Warnung im letzten Satz der Besprechung sollte sich niemand von der Lektüre abhalten lassen, der Stil ist keineswegs so verdreht, wie man dadurch vielleicht den Eindruck gewinnen kann. Da der Roman aber vielfach alte, heute weitgehend vergessene Bräuche aufgreift, kommen manche Begriffe vor, die uns nicht mehr geläufig sind, deren Bedeutung aber leicht zu verstehen ist. Ansonsten kann ich nur zustimmen, ein wirklich phantastisches Buch, das ich auch erst als Erwachsener erstmals gelesen habe und das sich an eine etwas ältere Leserschicht als die meisten Bücher Preusslers wendet. Keine Nebenbei-Lektüre, wie „Die kleine Hexe“ etc., die ich nicht zuletzt aus Nostalgie auch immer wieder mal in ein, zwei Stunden durchlese, aber sein absolutes Meisterwerk.

  6. Es gibt bereits eine Verfilmung, als Zeichentrick. Die hat mich als Kind schon durch ihre Düsternis tief beeindruckt.

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