Herzlichen Glückwunsch, Boris!

Boris Koch, der sympathische und gesellige wahlheimatliche Berliner wurde am 29. Januar 1973 geboren. Er wuchs mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder im bayrischen Schwabenland auf und soll, nach seiner eigenen Aussage, schon in Kinderjahren seine Zeitgenossen tyrannisiert haben. Sein Vater arbeitete als Lehrer und seine Mutter als Sozialarbeiterin. Boris Koch studierte drei Semester Alte Geschichte, anschließend sieben Semester neuere deutsche Literatur, dazu im Nebenfach wenige Monate Vor- und Frühgeschichte, Geschichte der Naturwissenschaften, Geschichtliche Hilfswissenschaften und Theaterwissenschaft. Doch sein vielfältiges Interesse, sein enthusiastischer Charakter und der nach wie vor bestehende Wunsch zum Schreiben brachten ihn nie dazu, ein Studium zu beenden. Viel lieber widmete er sich den schillernden Facetten des Literaturbetriebs. Bereits als Kind, so erzählte er Jörg Bartscher-Kleudgen in einem Interview, schrieb er eine Geschichte über einen Papageien. Mit zehn Jahren dann folgte ein handgeschriebenes Fußballmagazin. Fünf Jahre später verfasste er seine erste Fantasy-Geschichte für ein Rollenspielfanzine. Während der Pubertät schrieb er Gedichte, die er aber niemals an die Öffentlichkeit geben würde. Ab 1988 arbeitete er bei dem Rollenspielfanzine »Exkalibur«. Als Redakteur des Magazins »Mephisto« ist er für die Sparten Buch, Comic und Film verantwortlich.
Seine spärliche Freizeit verbringt er damit, für die Dadapopformation AKW (Angerhuber – Koch – Wagner) Texte zu schreiben und zu singen.
In seinem Phantastikverlag »Medusenblut«, der seit 1997 besteht, hat er zahlreiche Eigen– und Fremdpublikationen herausgebracht. Mehrere seiner Kurzgeschichten wurden bereits nominiert. Ferner schrieb er mehrfach Texte zu Comis u.a zwei Cartoons für »Magic Attack«, Carlsen-Comics.
100 Urban Legends trug er für den Band »Der Mann ohne Gesicht« zusammen, der 2004 bei Festa erschien.
Seine eigenen Storys sind kritisch und ironisch gemein – ein Hochgenuss für jeden der bissige Kurzgeschichten mag.
Boris Koch gibt regelmäßig Lesungen und seine Zuhörer springen dabei – so habe ich mir sagen lassen – beinahe vor Begeisterung von den Sitzen.

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Porträt aus dem Jahre 2004, phantastisch! Ausgabe 14

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

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