Gute schlechte Behütung

Ein Düsseldorfer Rektor muss gesagt haben, ihm sei es wichtig, was seine Lehrer im und nicht auf dem Kopf tragen würden. Respekt. Setzen. Weitermachen!

Die Kopftuchdiskussion geht in die Endrunde, ein Gesetzentwurf wurde bereits vorgelegt.

Im 19. Jahrhundert galt der Bismarckhut, sowie das Tragen von ausgeprägten Koteletten und Bart als Zeichen einer demokratischen Grundhaltung. Kaiser Wilhelm II duldete diese politische Gesinnung jedoch nicht und erließ 1846 für alle Postbeamte und Referendare ein Bart- und Hutverbot.

Wann dürfen Männer oder um den Kreis wieder einzuengen – Lehrer – keine Glatze mehr tragen?

Wann werden die Menschen begreifen, dass Äußerlichkeiten und Glauben nicht immer und grundsätzlich bedeuten, dass darunter ein schlechter, bösartiger Mensch steckt?

Wann versteht die Menschheit, dass Fremd nicht gleich Böse oder Schlecht bedeutet?

Ja, ich halte das Kopftuchverbot an Schulen für sinnlos. Wieder nur ein weiteres Verbot, das von den eigentlichen Problemen an Schulen, den zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein und das Kommunikations- und Toleranzproblem der unterschiedlichen Religionen ablenken soll.

Nein, ich weiß nicht wie es besser werden kann, in unserem diesem Lande. Außer für Toleranz und Nächstenliebe kann ich keine großen Reden schwingen. Aber ich habe mich für diese Jobs auch nicht gemeldet. Gut, wer sich meldet, weiß auch nicht unbedingt eine Lösung, zumindest nicht wer in der Regierung sitzt.

Stelle sich das einer vor: In der Schule gibt es für jeden Fingerzeig 100 Euro, egal ob du die Antwort weißt oder nicht. Wer sich meldet und laut „Hier“ schreit hat schon gewonnen. Wow. Die Lehrer sähen vor lauter Armen das Klassenzimmer nicht mehr.

Vor Dollarzeichen sieht auch diese Gesellschaft, die mit den vier Buchstaben und dem großen Einfluss auf Politik und Wirtschaft, das Wesentliche nicht mehr. Einen Namen nennen? Nein! Dann werde ich vermutlich während der WM in der ehemaligen AOL-Arena von den Herrn, die der Gesellschaft mit den vier Buchstaben angehören, öffentlich mit WM-Artikeln zugekleistert, vollgestopft und gelyncht.

So, genug gemeckert und gewettert. Ab und an muss sich jeder mal Luft machen, aber besser wird es so auch nicht. Also übe ich meine Toleranz in meinem Umfeld aus, da nützt es vielleicht noch ein bisschen etwas.

Gruß, Nicole – heute auf dem Sozialtrip!

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

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