Perry Rhodan in der Hörzu

Auf Seite 5 der Hörzu Nr.26 wird Perry Rhodan verewigt. Wer hätte das gedacht?

Nun, was steht denn da im Artikel? Ich tippe das mal ab:

Abgehoben – Wird Perry Rhodan nun Ami?

Jahrelang ging Produzent Marcus O. Rosenmüller bei deutschen Sendern Klinken putzen, um seine Verfilmung der „Perry-Rhodan“-Groschenheftchen realisieren zu können. Doch die Angstpolitik der TV-Verantwortlichen ließ den ungewöhnlichen Science-Fiction-Stoff nicht zu. „Da hat man mal eine deutsche Marke und dann will sie keiner“, grübelte Rosenmüller. Jetzt geht er den Umweg über die USA, verhandelt dort gerade mit Produzenten. Mindestens 20 Mio. Euro wird sie kosten, die Verfilmung der Abenteuer des Astronauten Rhodan, der die Erde rettet und die Menschheit vereint. Vorbei allerdings die Chance, dass ihn ein Deutscher spielen wird.

Im Untertitel des einen Fotos steht noch: Die Rhodan-Hefte dienten bereits 1966 als Vorlage für einen Film mit Lang Jeffries.

Quelle: (c) Hörzu


NACHTRAG:

Da dieser Eintrag sich hoher Beliebtheit erfreut, habe ich ein wenig gegoogelt und einige Links zur italienischen Verfilmung aus dem Jahre 1968 mit dem Titel „SOS aus dem Weltall“ eingefügt:

Soundtrack „SOS aus dem Weltall“ bei amazon

VHS zum Film bei amazon, 85 Minuten

Nachfolgendes aus der wikipedia (Anm. 2014 – Link existiert nicht mehr) zu der alten und der möglicherweise zukünftigen Verfilmung:

Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall (1967)

Italienischer Titel: …4 …3 …2 …1 …morte
Zur Wiederaufführung in Deutschland geänderter Titel: Kampf der Planeten

Der Film ist die Umsetzung des ersten Heftromanes Unternehmen Stardust. Die Handlung wurde im Film jedoch stark geändert. Die Raumschiffe der Arkoniden entsprechen auch nicht der Vorlage, und die Trickaufnahmen in King Kong von 1936 waren besser als in diesem Film. Trotz umfangreicher Werbung in den Heftromanen war der Film ein totaler Misserfolg.

Regie: Primo Zeglio
Darsteller: Lang Jeffries, Essy Persson, Pinkas Braun
Musik: Anton García Abril, Erwin Halletz
  • Der Film ist auf VHS-Video unter dem Titel Perry Rhodan – SOS aus dem Weltall erhältlich.
  • Die Musik zum Film (mit Dialog-Sequenzen) ist erschienen auf CD bei Diggler Records DIG008CD
    Auf der CD befinden sich auch die beiden Aufnahmen der alten Single mit den Titeln Unser Mann im All und Omicron 3 gesungen von einem Sherman Space (das Pseudonym dieses Sängers ist bis heute nicht gelöst). Außerdem ist auf der CD der Titel Love Theme for Mondra Diamond, den Peter Thomas zum 40-jährigen Jubiläum komponierte.

Perry Rhodan (vorübergehender Titel)

  • Autoren: Marcus O. Rosenmüller, Kris Karathomas, Nikolai Müllerschön (engl. Fassung)
  • Genre: Science Fiction
  • Förderung: MFG Baden-Württemberg
  • Status: Pre-Production-Phase 1: digitale Design-Studien von Elektrofilm, Stuttgart unter der Leitung von Prof. Haegele (Filmakademie Ludwigsburg)
  • Visual Consultant: Oliver Scholl
  • Musik: Reinhold Heil & Johnny
  • Treatment-Phase (engl.)
Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

18 Kommentare:

  1. Bernhard Kletzenbauer

    2010 und immer noch kein Kinofilm.
    Dafür aber ein phantastisches Vorbild, wie ein PR-Film gemacht werden sollte:
    Avatar

  2. Cool. Es freut mich, dass durch diesen Eintrag sogar wikipedia profitiert.

  3. @ Wikipedia-Eintrag
    „Auf der CD befinden sich auch die beiden Aufnahmen der alten Single mit den Titeln Unser Mann im All und Omicron 3 gesungen von einem Sherman Space (das Pseudonym dieses Sängers ist bis heute nicht gelöst).“

    Wer das verbrochen hatte, hat sich das Booklet der CD / LP nicht angeschaut, denn seit 2001 ist die Identität von Sherman Space sehr wohl bekannt: Sherman Space ist der später mit Peter Maffay bekanntgewordene Johnny Tame alias Uwe Reuss. Nachzulesen im Booklet, im Perry Rhodan Jahrbuch 2002 (Chronofossils of Music) und in einer Sonderpublikation des Ernst Ellert Stammtisches über die Count Down-Single vom Oktober 2001.
    Der Wikipedias-Text wurde gestern von mir korrigiert.

    Willi

  4. Na, wenn die Amis Perry Rhodan verfilmen wird daraus wahrscheinlich ein Muskelprotz im Unterhemd der mit einer Riesenkanone im Arm und einer halbnackten Tussi im Schlepptau im Alleingang sämtliche Materiequellen saubermacht und alle Materiesenken verstopft.

  5. Na ja, immerhin hat sich ja seit drei Jahren or so nichts getan. Meine Güte, vielleicht wird der Film ja sogar gut? 😉

  6. Ich habe mir das Konzept des geplanten Perry Rhodan Filmes angesehen. Sollte er so umgesetzt werden, so wird es ein Flopp der höchstens im Kinderkanal laufen wird.
    Um einen Film wie diesen umsetzen zu können, müssen monumentale, ausiovisuelle Vorlagen als Vorbilder herhalten. Da das Publikum von Filmen wie Star Wars oder Herr der Ringe verwöhnt sind, muß mindestens ein ähnlicher Standard geschaffen werden. Außerdem können nicht einfach wichtige Elemente der Serie wie die Kugelraumer durch andere Designs ersetzt werden, nur damit der entsprechende Designer die Rechte daran behält. Eine starke Dramatik, ein vernünftiges Thema wären das Richtige für einen Kinofilm. Hier ein Beispiel: X. Andromedafeldzug. Perry Rhodan oder Reginald Bull stehen auf der Brücke eines Astereoidenstützpunktes im Schrottschußsystem und blickt hinaus ins All wo Asterreoiden ihre Bahn ziehen. Dann die Ankündigung das die Androtest eintrifft usw.
    Für eine Serie könnte man wegend er Kulissen als Mittelpunkt Quinto Center nehmen. Agentenabenteuer und Rückblicke in die Geschichte der Menschheit (als Mehrteiler wenn erst einmal Geld eingespielt wurde) könnten sich abwechseln. Das nur als Beispiel für eine Idee die sich realistisch umsetzen ließe. Die Gestaltung des Filmes hängt nicht nur vom Geld für die Special-Effekts ab. Das Wichtigste ist die Story, die glaubhaft umgesetzt werden muß, so das sie PR-Fans, aber auch den normalen Kinogänger überzeugen kann. Schwierig? Es ist machbar wenn es die richtigen Leute machen.

  7. @Tostan – das halte ich für eine sehr gute Einstellung! Klasse!

  8. Ich habe mich schon bei der ersten Ankündigung eines PR-Film geistig davon verabschiedet, den Film mit der Serie zu vergleichen. Das kann gar nicht gut gehen. Denn ich habe unter Garantie eine andere Vorstellung von den Charakteren, als sie im Film gezeichnet werden. Die können nur ein, maximal zwei Charaktereigenschaften zeigen – aber die Facetten sind ja vielfältige nach 45 Jahre.
    Also sehe ich den Film als das, was er ist: Ein Film über PR, der sich mit der Serie und meinen Vorstellungen nur im Namen deckt.
    Und daher beurteile ich ihn eigenständig – so wie jeden normalen Film auch.

    CYA

    Tostan

  9. Ich habe den Eintrag ergänzt und einige Infos zur ´68 er Verfilmung „SOS aus dem Weltall“ eingefügt.

  10. Die Spezial-Effekts in dem italienischen Film waren auch nicht das eigentlich grausige …

  11. Mittlerweile sollten aber auch die Europäer wissen, wie man computergestützte Filme macht. Sprich, wie man Specials hinein bringt 😉

    Meine Sorge ist nur das Drehbuch und der Autor der es -verbiegt- / umschreibt.

    Erst dann ist man als Fan gezeichnet.

  12. Bernhard Kletzenbauer

    Der erste Film wurde in Italien gemacht. Den Amerikanern traue ich in Sachen Special Effects wesentlich mehr zu. Ob allerdings die Charaktere wiederzuerkennen sind für die deutschen Leser…?

  13. @Johach – naja, der Artikel greift ja auch auf die uralte Bezeichnung „Groschen“-romane zurück. Und Groschen kosten die Hefte ja schon sehr lange nicht mehr. Ich würde mir – sorry – die Verfilmung eh nicht anschauen, weder die alte, noch die neu… und das „Oder?“ war profizierend gemeint – hat ja auch funktioniert! ;-p 😉

    @Frank – also einfach mal abwarten. Es gibt sicherlich viele schlechte Verfilmungen nach Romanvorlagen, aber auch viele durchaus sehenswerte. Vielleicht sind die Fans dann angenehm überrascht.

  14. Den Artikel habe ich auch gelesen und direkt richtig vermutet, was die Reaktion der Fans angeht. Mir wird bei der Vorstellung, dass dabei ein rein auf Special Effects aufgebauter Film herauskommen könnte, bei dem die Handlung Nebensache ist, auch etwas mulmig. Anderseits wird es dann zumindest ein ordentliches Spektakel. Lange Zeit war ja eine deutsche Verfilmung im Gespräch, und ich weiß nicht, ob ich die wirklich lieber gesehen hätte. Deutsche Filme können gut sein bei „kleinen“ und typisch deutschen Themen, aber ein Werk, das zwangsläufig Action und eine Menge Special Effects enthalten muss, da haben die Amis nun mal die Nase vorn. Außerdem darf man eins nicht vergessen: Perry Rhodan wurde ursprünglich in der Tradition von Space Operas konzipiert, wie sie hauptsächlich in Amerika geschrieben wurde und die damals (wie auch heute) auch den deutschen SF-Markt in Übersetzung dominierten. Auch insofern ist eine amerikanische Verfilmung also gar nicht so abwegig.

  15. Oh, Nicole, wenn Du mal den uralten Perry-Rhodan Kinofilm gesehen hast, dann weißt Du, was die Fans befürchten. So ein Film heutzutage im Kino, und Du bist als bekennender PR-Fan gezeichnet für alle Zeiten …

  16. Naja, besser als nix. Oder?

  17. Oh – da höre ich schon den Aufschrei im Hardcore Fankreis … ein amerikanisierter PR … da hoffen dann alle, dass das Projekt doch nie realisiert wird.

    CYA

    Tostan

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