Von Schlangen, Spinnen und Skorpionen

Habt ihr schon mal eine Schlange berührt? Bei mir war es heute auch das erste Mal.

Wenn nicht so viel los gewesen wäre, hätte ich mich sogar mit einer Schlange um den Hals fotografieren lassen. Allerdings waren die Schlangen, die ich heute ziemlich nah gesehen habe, auch an die Berührung der Menschen gewöhnt. In freier Wildbahn würde ich von solchen Touristenfotos eher Abstand nehmen.

Aber, erst einmal der Reihe nach.

In den Ferien werden in vielen Städten Kinderprogramme angeboten, so auch bei uns. Eines davon wird auch u.a. vom rga unterstützt. Unter dem Motto „Platz für Kinder“ gibt es Musik, Theater, Spiel, Spaß und … wie heute … eine Präsentation von … na ja… siehe Betreff.

Und ich muss sagen, das hat nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen gefallen. Ich fand es sehr interessant und keinesfalls Furcht einflößend. Im Fernsehen oder im Zoo empfinde ich Spinnentiere oder Schlangen als eher unangenehm. So live, nur zwei, drei Meter, teilweise sogar nur eine Handbreit von mir entfernt, fühlte ich mich nicht abgestoßen.

Zuerst packte der „Schlangenbeschwörer“, der in seinem wahren Leben als Artist arbeitet, eine kleine Schlange aus, die sich frisch gehäutet hatte. Ich weiß nicht mehr wie die Schlange hieß, sie hatte eine rot-weiß-schwarze Maserung… oder war es umgekehrt? Das, so erklärte er, sei ein großer Unterscheid, da die eine Schlangenart giftig und die andere eben ungiftig wäre. Nun denn, sie wird mir im Alltag schon nicht über die Füße laufen.

Auch sonst erhielten wir sehr viele Informationen, die ich hier aber nicht gesammelt wiedergeben will. Nur so viel sei gesagt: Ich habe dazu gelernt.

Nach der kleinen Schlange, holte er eine Boa ans Tageslicht, die viele Kinder anfassen durften. Erst als sich Heino – eine weiße Albinoschlange mit einem satten Gewicht von 30 kg – vorstellte, durften dann auch die Erwachsenen die Schlange streicheln und da reihte ich mich gern mit ein. So eine Chance gibt es nicht alle Tage. Sie fühlte sich kalt an (Körpertemperatur der Schlange 27 Grad) und durch die schuppigen Waben auf ihrer Haut gar nicht ungenehm.

Nebenbei hieß es, es solle Glück bringen, wenn man eine Albinoschlange streichele… *vielleicht sollte ich doch noch Lotto spielen *.

Nach Heino kam dann die handtellergroße Tarantel. Ein kleines Mädchen, fünf oder sechs Jahre alt, durfte die Spinne eine ganze Weile auf der Hand halten. Mutig war die Kleine.

Abschließend ging dann auch ein Skorpion durch die Reihe – natürlich auf der Hand seines Besitzers – und auch hier wurde wieder einmal klar, wie wichtig Informationen und Aufklärung sind, was die Gefahr, die von solchen Spinnentieren ausgeht, betrifft: Umso kleiner und heller ein Skorpion, umso gefährlicher ist er. Das Gift, der auch in Tunesien vorkommenden kleinen, weißen Skorpione, tötet einen Menschen, wenn diesem nicht innerhalb von 15 Minuten ein Gegengift gespritzt wird. Doch hier sahen wir einen großen, fast schwarzen Skorpion, dessen Gift wie das zweier Hornissenstiche wirkt.

Skorpion und Spinne habe ich nicht berührt, ich glaube, da hätte ich gestreikt. Aber die Schlange, das war okay.

Ein toller, informativer Nachmittag, den ich wiederholen werde, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet.

Mach es wie die Gebrüder Grimm: Erzähl es weiter.

Ein Kommentar:

  1. Schlagzeile von morgen: „Rensmann schreibt wie von der Tarantel gestochen“.

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