Gelesen: Der Zauberer von OZ – Comic

Wer kennt das Märchen nicht, in dem Dorothy samt Haus wegen eines Wirbelsturms ins Land Oz geweht wird. Glücklicherweise landet das Haus direkt auf der bösen Hexe, was ihr nicht wirklich gut bekommt. Dorothy wird als kleine Heldin gefeiert und trifft auf ihrem Weg durch das Land Oz einige seltsame Gesellen. Unvergesslich der ängstliche Löwe, die Vogelscheuche oder der Blechmann.

In einer der ersten Filmversionen aus dem Jahre 1925 spielte Oliver Hardy den Blechmann – besser bekannt als Dick des Duos Dick & Doof.

Mir bekannt ist die Verfilmung von 1939 mit Judy Garland und so sehe ich auch vor meinem geistigen Auge wie sie die Herzen der Oz-Bewohner bezwingt.

Geschrieben hat Lyman Frank Baum diese Fantasy-Geschichte bereits Ende des 19. Jahrhunderts. 1900 erschien The Wonderful Wizard Of Oz und wurde schlagartig ein großer Erfolg.

Heute erhielt ich »Der Zauberer von Oz« von D. Chauvel & E. Fernández. Ein Comic, erschienen im ehapa Verlag.

Doch der Zauber fängt mich nicht wieder ein, obwohl ich zunächst erfreut über die Karte von OZ im Innenteil bin. Noch einmal klappe ich das Buch zu und bin überrascht über den Autor, der über dem Titel steht: Franck Baum. Nun mag es mehrere Schreibweisen des Namens geben. Mir ist nur Frank und nicht Franck bekannt.

Und danach nimmt leider meine Begeisterung weiter ab. Die Grafiken sprechen mich nicht an, die Bilder wirken oftmals viel zu düster für die fantastische Geschichte, die mich als Kind zu verzaubern wusste. Die Darstellungen der Charaktere, die Umgebung sind mit nicht klar genug und Dorothy sieht mit den kurzen Haaren beinahe wie ein Junge aus. Nur das Kleid und manche einzelnen Darstellungen erwecken den Eindruck, in der Geschichte spielt ein Mädchen die Hauptrolle. Dennoch fehlen ihr weiche Züge, Kopf und Körper scheinen nicht miteinander zu harmonieren, auf einigen Bildern sind die Proportionen nicht passend, zumindest nach meinem Ermessen.

Comics und Bilder beurteile ich nicht nach der angewandten Maltechnik, sondern ob sie mir gefallen oder nicht. Die Comic-Adaption von »Der Zauberer von Oz« sagt mir nicht zu. Aber vielleicht bin ich dafür auch schon zu alt, denn im Pressetext heißt es:

David Chauvel und Enrique Fernandez präsentieren diesen Klassiker der Kinderbuchliteratur meisterhaft in einem neuartigen Gewand und garantieren so höchsten Lesegenuss für ein junges und jung gebliebenes Publikum.

Mehr zum Thema bei wikipedia

Lyman Frank Baum
Der Zauberer von Oz


Franck Baum
Der Zauberer von Oz
von
D. Chauvel & E. Fernandez
ehapa Comic Collection
Hardcover
96 Seiten
15,- Euro

 

4 Kommentare:

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  3. Dem will ich nicht widersprechen. Ich habe mich ausnahmsweise mal an wikipedia gehalten. Zitat:
    „Die Erzählung wurde mehrfach sowohl für die Schauspielbühne als auch für den Film adaptiert. Eine erste Musical-Variante wurde bereits 1902 erstmals aufgeführt und erwies sich als sehr erfolgreich. Baum selber produzierte 1917 einen ersten Film, der die Erzählung zum Inhalt hat, und in einer Filmversion von 1925 spielte Oliver Hardy den Blechmann.“

  4. Der von Ihnen angesprochene Film von 1925 war keineswegs die erste Verflimug dieses Buches. Meines Wissen gab es (mindestens) noch eine Verfilmung von 1910.

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