Todesmarsch in Berlin

Der gebürtige New Yorker Alexander Skora mag, dem Anschein nach, Romane von Stephen King, ist ein Extremsportler und steht auf waghalsige Ideen. Das zusammen ergibt eine ungesunde Mischung, die zwar für Schlagzeilen sorgt aber auch als nicht mehr normal bezeichnet werden könnte.
Im Jahre 2000 spielte Skora in seiner Wahlheimat Berlin den »Reality Run«. Die Teilnehmer jagten einen Unbekannten durch die Stadt. Wer ihn aufstöberte, erhielt 10.000 Dollar. Ob der Gejagte ebenfalls solche Strapazen durchmachen musste wie Stephen King alias Richard Bachmans »Running Man« ist nicht hinterlegt.
In diesem Jahr plant Alexander Skora nun die Ausführung des Romans »Todesmarsch«. Er nennt ihn allerdings »Extra-Mile-Endurathon«, was nicht wesentlich besser klingt.
Sechs Kilometer pro Stunde sollen die Teilnehmer mindestens schaffen. Hunger, Durst und sonstige Bedürfnisse werden während des Laufs gestillt – wie immer das auch aussehen mag. Eine Pause gibt es nur bei roten Ampeln, denn überfahren lassen brauchen sie sich dann doch nicht, es sei denn, sie fallen vor Erschöpfung auf die Straße – das nennt man dann wohl Kollateralschaden. Los geht es am 01.09. Bisher haben sich jedoch nur fünf Teilnehmer angemeldet. Wie lange das Ganze dauern soll? Die Veranstalter gehen von mindestens acht Tagen aus.
Was kommt als nächstes? »Amok«? Oder lässt Skora Captain Tripps frei und hofft auf die Hand Gottes?

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Extremsport;art125,2357832

Danke an Ulrich Blode für den Hinweis.

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