Horror beim Abendessen

Es war eins von diesen Familienabendessen, wie sie bei uns jeden Abend stattfinden. Vorher hatten wir noch ein paar Runden Canasta gespielt und hatten somit schon länger am Esszimmertisch gesessen und diesen ständig – mehr oder weniger – unter Kontrolle gehabt, sofern man einen Tisch kontrollieren muss. Auf jeden Fall war da nie etwas Auffälliges.

Der Tisch war gedeckt, das Abendessen begann, wir aßen schon eine Weile, unterhielten uns. Dann fiel mein Blick auf eine Stelle des Tisches, eine Handbreit vom Teller meines Sohnes entfernt. Ich musste mehrmals hinsehen, weil es mir so seltsam erschien: Mitten im Zimmer auf unserem Esszimmertisch, während wir da saßen und aßen, hockte eine ziemlich dicke, unangenehm hässliche Spinne. Gut, das wird die Spinne von mir und meiner Familie vermutlich auch gedacht haben. Aber wir waren in der Überzahl.

Langsam stand ich auf, zog meinen Sohn samt Stuhl vom Tisch weg und meinte zu meinem Mann, er möge sich bitte mal Küchenkrepp holen und die Spinne auf dem Tisch wegmachen. Daraufhin sah er mich ziemlich komisch an, aber er ging. Das anschließende Geschrei war groß und irgendwie war uns danach allen der Appetit vergangen.

Wir haben gerätselt, wie die Spinne dahingekommen sein konnte. Von der Lampe runter? Das hätten wir gesehen. Vorher war sie nicht da! Ganz sicher nicht. Und eine Bewegung von der Größe wäre uns auch aufgefallen. Wir wissen also nicht wie die Spinne mitten auf den Tisch, während wir da gesessen haben, hingekommen ist. Schlimm genug, dass nicht einmal die Katzen darauf aufmerksam geworden sind. Normalerweise haben wir nämlich aufgrund unserer vierbeinigen Jäger kaum Problem mit Ungeziefer oder Insekten jeglicher Art. *schauder*

6 Kommentare:

  1. Guuuttteeeeeeeeen Fluuuuuuuuuuuug! *wink* 🙂

  2. Gebt es doch zu, ihr wollt mit höherstehenden Zivilisationen nix zu tun haben. Euch von den Plagegeistern zu befreien, dazu sind wir gut genug. Dann fliegen wir eben weiter zum Melmak. Da werden Katzen wenigstens so behandelt, wie sie es verdienen. Nano, nano!

  3. Ihr habt recht, in einem Punkt: Wenn ich schon einen Gesandten des Planeten Arachno mit einem Transmitter verwechsle, hat euer Gesandter möglicherweise vorher noch ein bisschen Nervengift versprüht? Das Gift lässt – dies zu eurer Enttäuschung – wieder nach.
    Rückständig sind wir aber nicht. Denn Männchen sind durchaus nützliche Wesen. Wer sie frisst hat von dem Nutzen jedoch nichts mehr, außer ein paar Härchen zwischen (oder auf) den Zähnen und möglicherweise eine kräftige Proteinmahlzeit. Zu wenig für unser Volk. Sie bei Laune und gutem Futter zu halten ist somit von Vorteil für uns alle. Nicht die Technik allein, macht den Fortschritt aus.
    Mein Haus zu wählen, war eher ungünstig. Bei sieben Monstern halten sich nur wenig Arachnoider. Wäre eure Gesandter am Fenster oder an der Tür gewesen, hätten wir ihn in die Freiheit entlassen, aber auf dem Esstisch hat er – und anderes Getier – nun einmal nichts zu suchen. Sagt das eurem Volk.

  4. Bekanntlich können wir Arachniden nicht sprechen! Ihr Menschen handelt doch nur nach dem Motto: Erst spülen, dann nachdenken! Ursprünglich hatten wir dein Haus erwählt, weil Du die dominante Hominide dort zu sein scheinst. Es erschien uns als wohlgeordnetes Matriarchat. Wir sehen uns getäuscht. Du solltest dein Männchen fressen bevor es weitere von uns wegspülen kann. Andernfalls ist eine Kontaktaufnahme unsererseits nicht auf friedvollem Niveau möglich.

    P. S.: Ihr seid ein technisch rückständiges Volk. Ein Transmitter ist ein Gerät zur zeitneutralen Fortbewegung im Raum, keine Person! Und ein Fiktiv-Transmitter braucht keine Gegenstelle, es ist irdisch populärwissenschaftlich ausgedrückt ein „Transporter“, der von einem Scotty bedient wird. Leider stören eure furchtbaren Mobil-Telefone mit ihrer enormen Abstrahlung unsere Rückhol-Algorithmen, so dass es keine Rettung für unseren Botschafter gab, als er in eure Kanalisation verbracht wurde.

  5. Hätte er sich als Transmitter vom Planeten Arachno geoutet, wäre er natürlich nicht im Klo gelandet. Wir hätten ihn willkommen geheißen, ihm einen Platz am Tisch (nicht auf dem Tisch) angeboten und mit ihm ein paar Worte gewechselt. Aber sooooo ….

  6. Ich finde es ungeheuerlich, dass ihr unseren Botschafter vom Planeten Arachno einfach ermordet habt. Nun ja, rechnet bald mit weiteren Fiktivtransmitter-Aktivitäten in eurem Haus. Diesmal kommen wir nicht nur zum Essen!

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