Brainstorming

Als ich gestern Abend mit meiner Familie beim Abendessen saß, erzählte ich von Mein Märchen und ich habe noch nie so eine Begeisterung erfahren, wenn ich von meiner Arbeit erzählt habe.

Meine Tochter brennt darauf, die Geschichte endlich lesen zu dürfen. Zumal sie natürlich auch die Illustrationen dazu anfertigen wird.

Mein Sohn fragte: »Kann ich das auch lesen?«

Mein Mann meint dazu immer grinsend: »Die spinnen, die Autoren.«

Und so entstanden neue Charaktere, die ich zwar noch nicht in die Geschichte eingeführt, aber schon mal auf eine Liste gesetzt habe.  Ich sagte es ja schon, es ist ein sehr lustiges Märchen, aber keine Parodie – auch wenn das zurzeit bei den Verlagen gefragt zu sein scheint. Aber es ist ja auch bekannt, dass ich gern gegen den Strom schwimme – dabei lassen sich so viele Gesichter entdecken und neue Erfahrungen sammeln.

Mir ist klar, dass ich vor einigen Monaten sagte, dass ich Ende 2007 damit fertig werden wollte, aber unvorhergesehene Ereignisse hielten mich vom Schreiben ab.

Ich habe es so unendlich stark vermisst, dass ich schon fast depressiv geworden bin und beinahe verzweifelte.

Jetzt weiß ich wieder, dass es ohne nicht geht. Es ist immer wieder ein waghalsiges Unterfangen, einen Roman oder eine Geschichte zu schreiben, ohne einen Vertrag in der Tasche zu haben, aber ich will genau das. Ich möchte dieses Märchen – Mein Märchen – es ist so wunderbar herrlich, ich tobe mich darin in alle Richtungen aus und lerne einen Teil meiner Kreativität auf ganz neue Weise kennen. Ich trau mich. Das ist ein verdammt gutes Gefühl.   

Ich weiß, kommt eine Anfrage, ein Vertag, werde ich Mein Märchen ruhen lassen müssen, aber das ist okay. Dann wird es eine Weile reifen – wie ein guter Wein. Und so lange fessel und knebel ich die Muse und binde sie an meinem Stuhl fest, damit sie mir nicht abhanden kommt.

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