Werner Kurt Giesa ist tot

Wie phantastik-news.de soeben berichtet, ist der 1954 geborene Schriftsteller Werner Kurt Giesa gestorben.

»Mit rund 800 Veröffentlichungen im Heft, Taschenbuch und Hardcover zählte er zu den produktivsten deutschsprachigen Autoren der phantastischen Literatur«, so phantastik-news.de, »Werner Kurt Giesa begann 1977 mit dem professionellen Schreiben, nachdem er zuvor bereits in seinem Fan-Verlag Terrapress viele Geschichten
veröffentlicht hatte.«

Ich habe Werner K. Giesa nur auf den BuchmesseCons gesehen und kannte ihn nicht näher. Per E-Mail hatte ich nur einmal Kontakt mit ihm, als er mir lobende Worte zu meinem Atlan – »Azaretes Weg« übersandte. Dennoch fehlt nun eine feste Größe in der deutschen Phantastik und das macht mich traurig – traurig bin ich vor allem aber mit den Menschen, die ihn gut kannten und für die sein Tod eine schmerzliche Lücke gerissen hat.

Als seine Frau im Januar 2005 starb, brach für Walter K. Giesa eine Welt zusammen. Von diesem Verlust hat er sich nie wieder erholt und wünschte sich nur eins: Zu seiner Heike zu reisen. Nun hat er sich auf die Reise gemacht.

6 Kommentare:

  1. Habe es jetzt mit über einem Jahr Verspätung erfahren. Werner und Heike sind tot.
    Ich kannte beide von den Fantasy-Horror-Fanclub Stammtischtreffen in Frankfurt. Sie immer lachend mit leuchtenden Augen. Er riesengroß, schlank, witzig, geistreich mit seinen Westernklamotten.
    Er zeichnete immer diese nackten Frauen in die Fanzines, und veröffentlichte eine Story von mir, in eins seiner eigenen Magazine.
    Das war vor über 20 Jahren gewesen. Es tut mir unendlich leid, um diese beiden wunderbaren Menschen.

  2. Ich habe Werner auf den Marburger Cons kennengelernt, und war zutiefst beeindruckt vom Menschen Giesa. Er gehört für mich zu den ganz wenigen, die es weniger mit Worten als mit seiner ehrlichen Begeisterung schafften, Fans und Profis zu vereinen, und die Beschäftigung mit der „Phantastik“ nicht allzu bierernst zu nehmen… Auch wenn ich selbst mittlerweile eher wenig schreibe, fühle ich mich der Szene dank Menschen wie Werner noch immer verbunden und werde ihn nie vergessen.
    LG Pascal Gregory

  3. Stimmen aus dem Internet zu Werner K. Giesas Tod:

    Oliver Naujoks
    Martin Kay
    Perry Rhodan

  4. Thorsten Bockshammer

    Fassbar ist es für mich immer noch nicht.

    Werner lernte ich kennen, als ich Schüler war. Wir fachsimpelten über seine Serie YAN MONRO, an deren Neu-Herausgabe 1986 ich nicht ganz unbeteiligt war. Rhys Saris, Superterra und alle Deine Terrapres-Sünden habe ich verfolgt. Seine ersten Schritte in den Profi-Bereich waren Inhalt unserer frühen Korrespondenz. Dann hast Du auch noch die STRA?E DER GÖTTER BEI PZ reingebastelt. Mann, war das ein Spaß. Dann kam das erste persönliche Treffen, lange lange später, auf dem DortCon. WOW!

    Howdy, Werner, der Schatten lag schwer auf Deiner Seele, als wir das letzte Mal 2005 von einander hörten und lasen. Mit Heike ging Deine Freude am Leben, das schon im Schatten lag. Zu Deinen gesundheitlichen Problemen krankte jetzt auch noch Deine Seele. Und Dein Herz war nur noch halb im Hier und Jetzt.

    Alter Freund…! Alter Freund…, ich trauere um die ungeschriebenen Romane, die Du geschrieben hättest. Ich danke Dir für die Reisen in die Welten Deiner Phantasie. Ich wünsche Dir ein ewig schönes Morgenrot in den Armen Deiner Liebe, Deiner Heike.

    Mein Gott, wie grau ist diese Welt ohne Dich!

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