Tagebuch eines Welpen: Die zwei großen Ks im Leben eines Hundebabys

Liebes Wuffi!

Das Ereignis des Tages habe ich meinem Frauchen beschert, sie hat sich aufgeführt als hätte sie Tollwut. »Fein, Lola. Toll, Lola! Brav, Lola.« So ein Aufstand, wegen einem bisschen Pipi im Wald. Sowas von peinlich. Aber wenn ich das mache und sie vor Freude anspringe, während sie auf dem Klo sitzt – na, dann ist aber was los. Apropos Klo. Einen Aufstand machen die, wenn ich im Katzenklo wühle. »Nein! Nein, Lola. Lola, Nein!«

Dabei ist das so lecker interessant, was da so alles drin rum liegt. Aber Zweibeiner haben ja keine Ahnung. Überhaupt finde ich es seltsam, dass Katzen ein eigenes Klo in der Wohnung stehen haben. Wenn ich auf den Boden pinkel, regen sich immer alle auf. Ungerecht ist das.

Was sind das eigentlich für Tiere: Katzen? Sie haben komische Ohren, so eckig, und einen viel zu kurzen Schwanz. Außerdem spielen sie nicht mit mir. Das finde ich doof.

Immer gucken sie von oben herab, sie sitzen auf Schränken, Fensterbänken und Tischen. Pfui! Im Bett dürfen sie auch schlafen, ich nicht. Das ist nicht fein.

Immer wenn ich frage: »Komm, spiel mit mir!«, laufen sie weg, schauen mich komisch an oder geben seltsame Geräusche von sich, was sich manchmal so anhört, als wenn ich leise pupse.

Richtig cool finde ich den schwarzen Kater mit den grünen Augen (Anmerkung des Übersetzers: Es handelt sich um Spike). Der ist frech und das ist fein. Gestern hat er mir aber auf den Kopf gehauen, einfach so, als ich unter ihm vorbeiging – er saß nämlich auf dem Tisch. Das fand ich gar nicht fein. Gut, ich habe ihn vorher aus seiner Hängematte geworfen, aber das ist doch kein Grund, mir auf den Kopf zu hauen. Dafür jage ich ihn nun durch die Wohnung. Der hat Speed! Das ist fein.

Gestern Abend stand er an meinem Schlafplatz, hat an allem gerochen und ständig den Kopf geschüttelt. Keine Ahnung, was das bedeuten sollte.

Katzen verstehe ich (noch) nicht. Vielleicht belege ich demnächst mal einen Sprachkurs: Kätzisch, oder Hund – Katze, Katze – Hund.

Aber spielen würde ich schon mit ihnen, wenn sie mich ließen. Aber ich bin denen ja nicht fein genug. Dabei sagt Frauchen so oft zur mir: »So ist fein!«

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