Tagebuch eines Welpen: Von anderen Hunden

Liebes Wuffi!

Ich hoffe, du bist nicht böse, wenn ich mich schon wieder melde und darüber berichte, wer mich geärgert hat, welche Befehle ich lernen sollte und ob das Futter geschmeckt hat – naja, das vielleicht nicht, denn es schmeckt immer. Gestern bekam ich ein kleines Stück Banane in mein Futter. Das war so lecker, ich wollte noch mehr, aber Frauchen hat nein gesagt.

Ob ich will oder nicht, Frauchen und Herrchen zwingen mich immer noch zum Spazieren gehen. Ob das irgendwann aufhört? Am Bordstein muss ich Sitz machen, sonst geht Frauchen nicht über die Straße. Das ist so anstrengend. Dabei will ich viel lieber schlafen. Spazieren gehen ist pfui. Es ist laut, es zieht, überall Zweibeiner und Vierbeiner. Manche sind nett, andere mag ich nicht, die riechen komisch, sehen seltsam aus oder zucken so rum, kreischen, bellen, wühlen, schreien. Pfui. Pfui. Pfui. Und schwarze Hunde finde ich furchterregend. Kürzlich habe ich einen großen Hund getroffen. Ich habe laut gebellt, der sollte direkt wissen, wer ab sofort das Sagen im Park hat. Dem habe ich es gegeben! Wau. Er hat nicht mal geantwortet, so fertig war der. Als ich mich traute zwischen Frauchens Beinen hindurchzuschauen, war er weg. Der muss richtig Angst vor mir gehabt haben, der Hund.

Schon zum zweiten Mal begegnete mir gestern ein schwarzes Kalb. Das will mir immer am Po riechen. Dann quieke ich vor Panik. Riesig ist dieses Kalb. Gruselig. Ein Hund soll das sein, aber das glaube ich nicht. Und ich muss es ja schließlich wissen. (Anmerkung des Übersetzers: Der Hund hatte in der Tat die Größe eine Kalbs und war noch nicht mal ausgewachsen.). Kälber dürfen nicht an mir rumschnüffeln, mit denen mag ich auch nicht spielen. Damit das mal klar ist. Dreimal Pfui!

Gestern Abend habe ich viel gelernt. Sitz! Platz! Rücken und Rechts. Aber Rechts habe ich nicht verstanden. Frauchen hat dann immer meine rechte Pfote auf ihre Hand gelegt, darauf lag ein Leckerchen. Das war fein, aber irgendwie habe ich das noch nicht richtig gemacht. Frauchen meinte, dass sei nicht schlimm, wir üben das heute weiter.

Aber Rücken finde ich fein, dann krault mich Frauchen immer am Bauch.

Eine neue Leine und ein neues Geschirr habe ich auch bekommen – von meiner Tante. Gestern war ein feiner Tag; wenn ich nur heute um das Spazieren gehen herumkommen könnte …

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