Liebes Wuffi!

Lola im GrasGestern war ich in Essen. Essen ist eine große Stadt. Aber ich war nur in einem Stadtteil davon, einem, in dem am Feiertag so viele Menschen herumlaufen, dass ich es mit der Angst zu tun bekam. Die lief die ganze Zeit nehmen mir her – die Angst, ich zog, ich zitterte, ich sabberte, ich war hektisch und fühlte mich verfolgt.

Dabei sollte ich doch nur mal eben machen, das was Hunde eben so in der Natur machen – du weißt schon.

Aber es ging nicht, ich wusste auch gar nicht wohin. Alle Wiesen waren wie sauber geleckt, da roch es nicht mal nach Hund. Herrchen und Frauchen waren auch ratlos. Es gab Hunde, aber nur wenige hündische Hinterlassenschaften. Erst viel später sahen wir, dass die Stadt 50 Euro für Hundestuhl nimmt. Ganz schön viel, so viel ist der Hundestuhl doch gar nicht wert – zumindest nicht meiner. Eine ausgewachsene Dogge, die kann dafür vielleicht soviel nehmen, aber doch nicht ein 5 Monate alter Goldi – also ich.

Was machen die überhaupt damit?

(»Lola, dein Frauchen und dein Herrchen müssen 50 Euro zahlen, wenn sie deine Hinterlassenschaften nicht wegmachen.«)

Das machen sie immer, wenn ich es nicht bis zur Wiese schaffe, aber warum denn, wenn ich auf die Wiese mache?

(»Damit die Wiese sauber bleibt!«)

Das ist ja pfui! Irgendwo müssen wir Hunde doch hinka…ko… stuhlen.

Aber ich konnte ja eh nicht, es war viel zu laut, viele zu viele Menschen und so komische Tauben haben die da, in Essen. Die schwimmen im Wasser, haben einen langen Schnabel, können nicht fliegen, watscheln seltsam und machen »Quak«. Normal ist das nicht. Also habe ich mir das alles für zuhause aufgehoben. Aber nicht zuhause in meiner Wohnung. Nee, ich bin nämlich jetzt fast so gut wie stubenrein, liebes Wuffi. Da staunste, wau?

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