Peter und der Wolf

Es ist nur eine schwache Erinnerung, aber eine schöne, wenn ich an »Peter und der Wolf» denke. Als Kind hatte ich davon eine Kassette, vielleicht war es auch eine Schallplatte mit Buch. Da verschwimmen die Bilder, wenn ich zurückdenke. Doch ich erinnere mich nicht nur an Musik auch an Bilder. Und ich weiß noch, dass ich das Märchen von Peter, der Ente, dem Vogel und dem Wolf geliebt habe.

Dass mein Sohn bei einer Aufführung von der Schule im Stadttheater nun den Peter spielte, frischte viele Erinnerungen wieder auf. Glücklicherweise entpuppten sich seine Windpocken nur als 3-Tage–Fieber mit windpockenähnlichem Ausschlag. So hatte er zwar eine Probe verpasst, konnte aber schon bei der Generalprobe wieder dabei sein. Gestern und heute stand er dann gleich vier Mal auf der Bühne – und seine Klassenkameraden natürlich auch. Vier Mal deshalb, weil es zwei Gruppen waren, die jeweils das Stück aufführten, sodass jedes Kind eine Rolle bekleiden konnte. Und beide Gruppen spielten an einem Tag. Einmal gehörte Ben zu den Bänderschwingern und einmal war er eben der Peter. Nachdem gestern jedoch wieder sein Asthma heftigst ausbrach, befürchtete ich schon, das gäbe nichts. Aber er führte sich, wie ein kleiner Profi auf und ging mit Husten und leichter Atemnot auf die Bühne (ich im Hintergrund, falls es doch mal nicht mehr ging). Alles funktionierte reibungslos.

Erwähnen sollte ich natürlich das Bergische Symphonieorchester, das die Kinder live auf der Bühne begleitete. Gesprochen wurde übrigens nicht, sondern vorgelesen und die Kinder mussten mit viel Mimik und Gestik das Erzählte untermalen. Und so hüpften, tanzten, rannten, krochen oder watschelten sie auf der Bühne umher. Es war ein herrlicher Spaß, nicht nur für den Zuschauer – auch für die kleinen Schauspieler (nicht für alle, das war an den Gesichtern zu sehen, aber die meisten hatten Freude an dem Stück).

Und Peter (und seine Mitspieler) war super, behaupte ich als Mutter, schien aber auch das Publikum zu finden, denn für die 2. Gruppe wurde viel mehr applaudiert, als für die 1.

Die Presse war natürlich auch da.

Nun wird »Peter und der Wolf« noch einmal am Schulfest aufgeführt und dann können auch endlich bald die Ferien kommen.

17 Kommentare:

  1. Tja, anscheinend wurde meine Begeisterung für Horror bereits früh gesät. Denn was ist oder war gruseliger als Märchen? Ich fands als Kind schon klasse und gar nicht gruselig.

  2. Als Kind fand ich Peter und der Wolf auch furchteinflößend. Allerdings hat sich das seit „Hurz“ schlagartig gelegt… Okay, Peter und der Wolf wurden ersatzlos aus dem Gedächtnis gestrichen und durch die Kerkeling-Fassung ersetzt. So kann man auch mit einem Kindheitstrauma fertig werden 🙂

  3. Interessant, in meinem Familienkreis und auch bei mir sind das keine schönen Erinnerungen, sondern eher Unbehagen. Klar, die Prokofjew-Musik ist wunderschön, aber offensichtlich bin ich nicht der einzige, der das Stück in zu jungen Jahren kennen gelernt und sich wohl etwas geängstigt hat. Ich habe Familienmitglieder, die heute noch nix davon wissen wollen, weil die Gefühle von damals wohl noch heute wirken..

  4. @Sandra – es ist doch gar nicht mehr so warm?
    @Brigitte – Klar, war er stolz. „Ich steh in der Zeitung. Nun bin ich gerühmt!“ 🙂

  5. Der Zeitungsbericht ist ja total nett geworden. Und Ben ist sogar namentlich erwähnt. Respekt! Er ist bestimmt stolz wie Oskar, oder?

  6. Von der Restauration zum Aquarell in 3 Sekunden…. HuRRRZ!

  7. Ich hab Bauchweh
    die Tränen verschmieren meine Restauration 😉

    wir müssen dies hier stoppen…

    Hurrrrz!

  8. HURRRRRRRRRZ!!!!!

  9. Also um mal den echten Peter und der Wolf zu retten: Kerkelings „hurz“ ist ja nur lose darauf aufgebaut. Da wird das Lamm künstlerische Freiheit sein. Oder der Wolf hat es in Nicoles Fassung doch gefressen.

  10. Und zu den blonden Haaren dürften dir die gut stehen, Sandra. Und du brauchst sie dringend, denn in Peter und der Wolf passt gar kein Lamm.
    Guckst du hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_und_der_Wolf

  11. Alles im Grünen Bereich, diese hübschen Jacken zum hinten schnüren, sind für den Herbst voll im Trend!

  12. Hör ens, Nicole, ich bin ja blond und oft dämlich, aber ich weiß genau, dass das Lamm darin vorkommt.

    Kinders, ich darf mir den Blog nicht mehr anschauen, die holen mich noch mit der Hab-mich-lieb-Jacke … 🙂

  13. In unserer Version schon. In deiner Fassung wurde das Lamm schon gefressen – oder es ist die Vegetarier-Variante 🙂

  14. Ein Lamm kommt gar nicht darin vor. Ihr Kulturbanausen!

  15. Weil du zu viel Hape Kerkeling guckst?

  16. Der Wolf! Das Lamm! Hurz!

  17. Warum muss ich bei Peter und der Wolf immer spontan „Hurz!“ denken? 🙂

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