Schiffsjungenabenteuer

In der neu angelegten Antiquariats-Ecke werde ich zukünftig in unregelmäßigen Abständen alte Bücher vorstellen. Lesbar sind sie nicht alle, wenige sind Klassiker, doch interessant sind sie allemal. Einige finden sich bereits einsortiert in der Kategorie. Heute stelle ich »Schiffsjungenabenteuer« vor. Dieses Abenteuer wurde „Der reiferen Jugend erzählt von E. von Barfus“. Es handelt von „denkwürdigen Abenteuer eines jungen Matrosen auf seiner Erstlingsreise.“

„Mit vier Tonbildern und einem farbigen Außenbild nach Original von Kurt Schulz“, so die exakte Beschreibung.

Erschienen ist es im Verlag Jugendland, Berlin.

Cover: Schiffsjungenabenteuer

Ein Jahresangabe gibt es leider nicht. Aufmachung, Schrift und Text deuten aber daraufhin, dass es Anfang 20. Jahrhundert herausgekommen sein muss, also etwa 1910-20. Da das Buch gleich zwei Widmungen hat und die erste von Weihnachten 1918 stammt, wird meine Schätzung in etwa zutreffen. Der liebe Gustav bekam das Buch übrigens geschenkt – von seinen Eltern. Weihnachten 1946 wurde es dann weitergewidmet, die Namen sind aber nicht lesbar.

Das Erste Kapitel beginnt so (Rechtschreibung – soweit möglich – und Interpunktion original übernommen):

Erstes Kapitel.

Aus der Elbe in den Ozean. – Mann über Bord. – Luftfahrt in Rio de Janeirao – Die „Die Friederike Luise“ leidet Schiffbruch in der Magelhaenßstraße.

Was soll aus dir werden, Alfred?“ fragte mein Vater zornig. „Du bist wieder nicht versetzt worden und nun schon zwei Jahre in Untertertia; eine wahre Schande für einen Jungen von fünfzehn Jahren!

Auf 175 Seiten wird beschrieben wie Alfred sich von den Studienwünschen seines Vaters freistrampelt und auf der See zum Mann wird.

Die Bilder sind alle mit Text versehen, zudem findet sich eine Seitenzahl mit dem Hinweis, wo im Buch die Szene zu lesen ist.

Blatt 1

„Schiffsjungenabenteuer Seite 25“ (das Bild selbst befindet sich zwischen S. 16 und 17)

Die Unterschrift lautet: „Er hatte nach wenigen Minuten die Fockrahe* erreicht, so daß ich den armen Schelm zu mir heraufziehen konnte.“

*Worterklärung:

Fock|ra|he, die (Seemannsspr.): Rahe zur Befestigung der Fock. (Quelle: duden.de)

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