Mann und Frau = Mensch?!

Das Literaturcafé versucht sich als Bastian Sick, räumt aber bescheiden (und sympathisch) ein, dass sie nicht alles wissen, sich aber der Bedeutung bei nachfolgendem Ausspruch sicher sind.

So muss es heißen: »Mann, das gibt´s doch nicht!« und nicht »Man, das gibt´s doch nicht!«,

Die Erklärung lautet:

»In diesem Mann steckt noch die ursprüngliche Bedeutung Mensch – die heute vor allem im man oder jemand oder manche steckt. Das stammt aus der Zeit, als die Frauen von den Männern noch nicht als Menschen angesehen wurden, etwa bei den alten Griechen oder Römern: Da galt männliches Geschlecht=Mensch. Und das schlägt sich eben in der Sprache nieder, sei es nun Mann, homme oder (englisch) man.

Wer also im Gespräch einen Satz mit Mann beginnt, der ruft gewissermaßen die ganze Menschheit zum Zeugen auf.«

Soso, denke ich mir, wieder einer von diesen Aussprüchen, als Frau noch gar nicht zählte. Pah.

Frauenrechtlerinnen sollten auf Änderung des Ausspruchs pochen.

»Frau, das gibt´s doch nicht!«

Die Männerrechtler werden dem gar nicht abgeneigt sein, denn falsch getippt, könnte der Ausspruch auch bedeuten, dass es Männer gar nicht gibt.

»Mann gibt´s doch nicht.« (Besser wäre natürlich »Mann? Gibt´s doch nicht.«, aber wir haben uns ja vertippt.)

Gleichstellungsbeauftragte sind gefragt. Sie plädieren für:

»Mensch, das gibt´s doch nicht!«, und kehren somit zum Ursprung zurück. Was historisch ist, muss ja nicht immer altbacken sein.  

Ist noch jemand nicht zufrieden? Upps. Der Apostrophgegner meldet sich zu Wort.

Bleibt also die Frage: Muss es gibt´s oder gibts heißen? Darf ich das „s“ ohne Apostroph an das „gibt“ hängen oder fühlt es sich dann unterdrückt?

Was lernen wir daraus?  

Wer das „e“ beim „es“ nicht verschluckt, macht andere glücklich.

Männer und Frauen sind Menschen – manchmal.

Und… was? Hund und Katzen proben den Affenaufstand.

Nix. Runter vom Tisch. Weg mit euch. Ihr habt in dem Ausspruch nun wirklich nichts zu suchen.  

Verdammt, das gibt es doch nicht!

 

Anlass zu diesem Eintrag gab das Literaturcafé.

 

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