Keinen Spaß

Allmählich macht es keinen Spaß mehr ein Blog oder eine Webseite zu betreiben, weil die Gefahren, eines Tages, eine Abmahnung zu erhalten immer größer werden. Und die Gerichte helfen nicht den kleinen Leuten, sondern den Abmahnern.

So berichtet buchmarkt.de heute, dass – laut dem OLG Hamm – Verstöße gegen die Impressumgspflicht per se wettbewerbswidrig sind. Und dabei gibt es nicht mal klare Linien wie ein Impressum nun wirklich gestaltet werden soll. Selbst das Bundesministerium für Justiz kann nur Tipps geben, so heißt es da. Letzendlich entscheidet das Gericht (oder der Geldbeutel) wo die Grenzen eines Verstoßes beginnen.

Ebenfalls eher lückenreich ist die neue Verordnung, dass Webseitenbetreiber den Inhalt ihrer Seiten als pdf an die Nationalbibliothek weiterreichen müssen, wie im Spiegel nachzulesen. Zweck der Sache? Archivierung. Dabei gibt es dafür spezielle Programme und sogar Webseiten die systematisch den Inhalt des Internets durchsuchen und archivieren. DAS wäre doch viel leichter. Allerdings kämen dann keine Abmahnungsgelder in die Kasse.

Was soll das alles noch?

Fair wäre es, wenn jeder Webseitenbetreiber auch persönlich darauf hingewiesen werden würde. ABER das dürfte rein organisatorisch nicht möglich sein. Entgegenkommend wäre es dann, wenn man jedoch bei einem „Verstoß“ erst einmal zur Änderung aufgefordert wird, bevor gleich mit Abmahnungsbescheiden herumgewirbelt wird. Ja, ich weiß … das wäre menschlich und bringt kein Geld.

Auf jeden Fall macht es keinen Spaß mehr, weil man ständig Angst haben muss, irgendwo eine Lücke oder unbewusst etwas vergessen zu haben und sei es nur ein Komma.

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