Gesehen: »Mr. Magoriums Wunderladen« und »Nightmare before Christmas«

nightmare-beforeTim Burton ist bekannt für seine skurrilen Werke. Genau deswegen lieben viele seine Filme, andere hassen sie. Ich bin vor seinen Film meist skeptisch und danach begeistert. Meistens.

»Beetlejuice« hat mich im Kino begeistert. »Edward mit den Scherenhänden« oder »Charlie und die Schokoladenfabrik« liebe ich. Seine  Stopmotion Animationen sind zu den oben erwähnten Filmen, die wobei die beiden letzteren mit Johnny Depp verfilmt wurden, zwar nicht minder skurril, jedoch auf eine völlig andere Art.

»Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche« fand ich liebenswert. Und so freute ich mich auf »Nightmare before Christmas«. Doch hier wollte, zu meiner Verwunderung und meinem Bedauern, der Funke nicht überspringen.

Natürlich waren all die gruseligen Typen aus Halloween-Town herrlich durchgeknallt und besonders, aber nicht einzigartig. Die Idee, dass das Star-Skelett von Halloween-Town nach dem besonderen Etwas sucht und dabei auf Weihnachten stößt, gefiel mir gut. Doch die Tiefe und vor allem die Erkenntnis der Figuren, die von dieser Story ausging, kamen bei mir zu oberflächlich an. Charme und Witze habe ich vergeblich gesucht. Auch Sallys Song, den ich schon seit einigen Wochen immer wieder im Dauermodus höre, brachte in der deutschen Version keine Gänsehaut.

Ganz anders lief es bei »Mr. Magoriums Wunderladen«. Über die DVD bin ich per Zufall gestolpert. Magie, Spielzeugladen, Ideen, bunt, lustig. Genau der richtige Film für die Weihnachtstage.

mr-magorium-214x300Dustin Hoffman als (wenn ich mich richtig erinnere) 243 Jahre alter Wunderbringer, der seit 114 Jahren einen magischen Spielzeugladen führte, scheint mit Mr. Magorium seine Paraderolle gefunden zu haben. Als Mr. Magorium sein letztes paar Schuhe fast durchgelaufen hat, wird es Zeit für ihn zu gehen. Nein, er stirbt nicht einfach, er geht. Seine Nachfolge soll Molly Mahony übernehmen, doch die junge Frau verliert sich in Selbstzweifeln. Eigentlich ist sie Pianisten, aber sie glaubt nicht an sich und ihr Talent – weder was das Klavier spielen, noch was ihre Magie betrifft. Als Mr. Magorium seinen Plan wahr macht und geht, verfällt der gesamte Wunderladen in Trance. Alles ist grau in grau. Die Magie ist mit ihm gegangen. Nur Molly kann sie wieder finden, aber wie soll sie das schaffen?

Der Steuerberater Henry, von Mr. Magorium zu Lebzeiten als Mutant benannt, und Eric, ein sehr intelligenter Junge mit einem Huttick, aber ohne Freunde, helfen ihr dabei.

Ein herrlicher Film, mit einem Äffchen, dessen Gesichtsausdruck ein »Ooooooooooooooooch« hervorruft, mit witzigen Sprüchen, einem total durchgeknallten Wunderladen-Besitzer, magischen Räumen, seltsamen, Spielen und vor allem einem: Magie.

»Mr. Magoriums Wunderladen« ist einer von den Filmen, der auf bunte, wundersame Weise verdeutlicht, dass es ohne Glaube trist und dunkel ist. Woran man glaubt, ist dabei nebensächlich, solange es an sich selbst ist!

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© Cover: Mr. Magorium, Universum Film
© Cover: Nightmare before Christmas, Touchstone Pictures

2 Kommentare:

  1. Ich hätte wohl als Kind Alpträume wegen des „großen“ Balls bekommen. Aber wir fanden den Film auch sehr schön.

  2. Ohja, der große Ball war imposant… in der Tat! :-))
    Das Äffchen fand ich aber am Süßesten, den hätte ich sofort mitgenommen!

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