Ab Morgen dreht sich die Welt wieder

Vier bis sechs Wochen vor Weihnachten scheint es, als wäre ein Flugzeug mit 1000 von Menschen an Board gelandet, die sich unter die normalen Bürger in die Städte mischen. Die so genannten U-Boot-Einkäufer* sind nur dann zusehen, wenn das Ende des Jahres näher rückt.

In die Stadt gehen wird zur Tortur. Überall ist es eng, alle sind in Hektik, kaum einer ist freundlich. Das steigert sich ins Unermessliche bis zum Heiligen Abend.

Dann ist es vorbei.

Die Weihnachtstage sind ruhig. Die Welt bleibt für zwei Tage stehen.

Wer dann früh morgens den Tag nach Weihnachten Einkäufe zu erledigen hat, erlebt eine seltsame stille Harmonie: es ist ganz leise, jeder ist freundlich, niemand ist in Hektik. Vier Stunden später ist das anders und wir erinnern uns an die Tage vor Weihnachten zurück. Ein unerträglicher Zustand, aber dummerweise einer, dem wir nur dann entgehen können, wenn wir früh aufstehen. Ich kann es nur empfehlen.

Und dann bleibt die Welt ein zweites Mal stehen. Der Jahreswechsel, Wochenende, letzte Ferientage.

Wer Ende Dezember auf Geld wartet, wird meist enttäuscht. Wer Antworten benötigt, wird nicht damit rechnen können und muss bis Januar warten – dann nämlich, wenn sich die Welt wieder weiterdreht. Morgen geht es wieder los. Die meisten Arbeitnehmer müssen wieder ran (abgesehen von Polizei, Ärzten, Feuerwehr etc. die eh immer im Einsatz sind). Die Straßen werden dann wieder voller, die Städte leerer. (Sofern das Schneechaos und die Eiseskälte nicht so heftig ausfallen, wie angesagt wurde.)

Gute Fahrt und einen angenehmen Wochenbeginn nach den freien Tagen! 🙂

*eigene Wortschöpfung, in Anlehnung an die U-Boot-Christen, die nur an Weihnachten in die Kirche gehen

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