Was man so findet …

Heute war es soweit: die Schränke im Arbeitszimmer mussten ausgeräumt, der Inhalt kräftig ausgemistet werden. Was man dabei so alles findet:

Einige sehr alte Rezensionen, die ich für die »Horror-News« verfasst habe. Außerdem eine Rezension über Marcel Feiges »Stephen King Lexikon«, erschienen 1999 im phantastik.de (heute: phantastik-news.de) – Newsletter. Das ist zehn Jahre her! Zehn Jahre! Okay nicht ganz, die Rezension erschien genau am 06.10.1999 im Phantastik.de-Newsflash.

Außerdem entdeckte ich eine vier DIN A 4 Seiten lange Besprechung zu Stephen Kings »Rose Madder«. Vier Seiten! Nicht mit der Hand geschrieben, sondern schön eng am PC getippt. Die ein oder andere Rezension werde ich vielleicht demnächst hier im Blog veröffentlichen, aber meine Meinung zu »Rose Madder« wird in dieser Form nicht archiviert.

Mir fielen Fotos von Uwe Anton in die Hände, die ich bei ihm zu Hause in Wuppertal machen durfte, als ich ein Interview für die »Horror-News« mit ihm führte. Mein erstes Interview überhaupt. Und die dazu gehörende Audio-Kassette, auf der ich das Interview aufgenommen habe, lag auch noch dabei.

Ich fand E-Mails, die ich mit Dan Simmons und Andreas Bull-Hansen geschrieben habe. Und natürlich den Brief, den mir Dean Koontz damals schickte, als ich fragte, ob ich ein Interview mit ihm führen dürfe. DEN habe ich natürlich nicht weggeworfen.

Ebenfalls behalten habe ich den Schwung Absagen, der mir entgegen kam. Früher habe ich die Absagen noch alphabetisch sortiert, heute packe ich sie oben auf. Der dicke Leitz-Ordner ist voll. Aber ich habe festgestellt, dass auch mein Ordner mit den Verträgen und mein Pressordner voll ist. Also hält sich alles in der Waage. Sehr schön. Zeit jedoch um neue Ordner anzulegen.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Schriftbilder auf den zahlreichen Ausdrucken. Die Schriftarten variieren zwischen Arial, Times New Roman oder Courier New, aber die verwendeten Drucker hatten wohl alle ihre Zeiten, da gibt es ein verwischtes Druckbild, ein sehr klares, ein etwas dickeres … — interessante Studie, wenn man Lust dazu hätte. Hab ich aber nicht, ihr vermutlich auch nicht –  ich wollte es auch nur einmal kurz angemerkt haben.

Durchaus verbesserungswürdig ist mein Ausdruck bei den sehr alten Beiträgen und absolut verwerflich ist ein Schreiben, dass ich einmal an Wolfgang Hohlbein verfasst habe. Ich hoffe, der Brief ist nie angekommen oder eine seiner Katzen hat ihn zerfetzt. Aber auch ich war einmal jung und eine unerfahrene Schreiberin. Er möge es mir bitte verzeihen.

Außerdem habe ich alle meine einst ausgedruckten und so archivierten Geschichten zum Papiercontainer getragen. Sie befinden sich gesichert im PC und noch mal auf einer externen Festplatte. Sollte eigentlich reichen. Wenn die Zeit reif ist, lasse ich sie mir auf einem kleinen Chip unter die Haut pflanzen oder als Ohrring verarbeiten, den man dann nur in seinen Mini-Laptop am Handgelenk schieben muss – und schon sind alle Dateien und Geschichten aus mehreren Jahrzehnten wieder vereint. Aber das ist wohl eher eine neue Story.  

Jetzt ist richtig viel Platz im Schrank. Platz für neue Verträge, Absagen, Presseberichte, Briefe, Korrespondenz und und und ….

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