Respekt

Was ich daran mag, Interviews zu führen, habe ich heute bestätigt bekommen: Gestern fragte mich Klaus Bollhöfener, ob ich ein Interview mit einer deutschen Autorin führen könnte. Ich hatte ihren Namen schon mal gelesen, doch weder einen Roman noch sonst etwas kannte ich von ihr. Die Recherche hat 5 eng beschriebene DIN A 4 Seiten ergeben – und es würden sicherlich 100 Mal mehr werden, wenn ich jetzt – aus zeitlicher Sicht – keinen Riegel vorschieben müsste. Dabei ist die Autorin jünger als ich. Ihre Bio- und Bibliografie ist beeindruckend. Sie ist hochintelligent, philosophisch veranlagt, interessiert, wissend, politisch ambitioniert.

Ich bin schwer beeindruckt, ja ich ziehe meinen imaginären Hut.

Und genau DAS ist es, was Spaß an diesem Job macht: Menschen kennenlernen, die so unsagbar vielseitig, und, ja mir überlegen sind, dass es eine Herausforderung und somit Freude ist, die Fragen zusammenzustellen.

7 Kommentare:

  1. Klaus-Peter Hünnerscheidt

    Klar, in diese Richtung gesehen, nämlich ’nach oben‘, ist das ja auch zutreffend und die richtige motivierende Einstellung. Das Bessere ist halt der Gegner des Guten.
    Schwieriger ist es ja anders herum: De-Mut zu haben und nicht von ‚oben herunter‘ auf andere zu schauen…

  2. 🙂 Das ist lieb gesagt, aber für mich ist das nicht negativ. Jemand der mir geistig oder körperlich überlegen scheint ist für ich ein Anreiz. Ich will nicht auch so werden, aber ich kann davon lernen. Darum geht es mir.
    Es stört mich nicht, zu anderen Menschen aufgrund unterschiedlicher Geschehnisse aufzusehen.
    Ich weiß, dass ich auch vieles geleistet habe, wenn auch auf anderer Ebene.
    Dennoch schätze ich das, was andere Menschen geschaffen oder erlebt habe und sauge dieses Wissen – diese Überlegenheit – in mich auf.

  3. Klaus-Peter Hünnerscheidt

    Die Menschen sind verschieden! Mehr aber auch nicht.
    Überlegen – unterlegen…
    Diese Denkweise behagt mir gar nicht!
    Sie kennen von dieser jungen Dame ja auch nur ihre ‚Schokoladenseiten‘, ihre ‚Scheinwerferbiografie‘ wie ich das so zu nennen pflege. Die dunklen Seiten werden so natürlich weggeblendet. Aber schon möglich, dass es tatsächlich ein ‚Supergirl‘ ist. Aber auch dann ist sie nicht überlegen!
    Mir geht es auch mehr um die Denkweise, die Einstellung. Ich fühle mich niemandem unter- oder überlegen, ich bin anders. Ich habe einen Bekannten, der kriegt keinen vernünftigen Satz raus, kann aber z. B. toll tanzen. Wenn mir anders herum einer ‚überlegen‘ erscheint oder scheinen will, denke ich daran, was ich alles kann, was der nicht kann.

  4. Äh… musstest du Geisterkatzen füttern? Haben meine Katzen fünf Beine oder vier Augen? Können sie zaubern, schweben, fliegen oder sprechen?

  5. Hallo?! Es geht um DEINE Katzen und da willst Du mir erzählen, mein Tatsachenbericht hätte keine phantastischen Elemente?! Tzes!

  6. *prust* Ja, hättest mal die Story veröffentlicht. Leider müssen phantastische Elemente enthalten sein, sonst fällt die Geschichte durchs Raster.

  7. und da ich auch all das bin, frage ich mich, warum interviewst Du mich nicht mal????? 🙁
    Ach ja, ich weiß…ich habe die Catsitting-Story nicht veröffentlicht. Jau, hast ja Recht… 😉

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