Wettbewerbe? Wieso denn nicht?

Wie schon erwähnt bietet der Wettbewerb vom Heyne Verlag „Magischer Bestseller“ reichlich Diskussionsstoff. Doch es geht nicht nur darum, wie viel mitgemacht haben, wer wohl gewinnen wird, welche Art von Roman die Jury als geeignet ansieht und wann die Gewinner benachrichtigt werden.

Es gibt auch Stimmen, die sich negativ zum Wettbewerb äußern, die besagen, es sei unrealistisch, mitzumachen, oder das doch wohl kein Autor in diesem Fantasyprogramm veröffentlicht werden möchte etc.

Ich würde sagen: Wer solche Chancen grundsätzlich nicht nutzt, ist selber schuld.

Es geht doch gar nicht so sehr ums gewinnen oder – wie in diesem Fall – zu den fünf Finalisten zu gehören, sondern vor allem auch darum, seine Visitenkarte – sofern sie gut ist – im Verlag zu hinterlassen. Das ist allemal besser, als unverlangte Manuskripte wahllose an Publikumsverlage zu schicken, die es in den meisten Fällen nicht mal bis ins Lektorat schaffen.

Und Kritikern sei gesagt, der Heyne Verlag mag vielleicht nicht immer im Fantasybereich Besonderheiten herausbringen, doch phantastische Bücher gibt es im Programm, die dann jedoch in der Allgemeinen Reihe zu finden sind. Na und? Das Label ist doch egal, wichtig ist der Inhalt, und da wird es immer Unterschiede – und sei es nur durch den persönlichen Geschmack bedingt – geben.

Mein Tipp: Nutze jede Chance, die sich dir bietet, sonst bereust du es eines Tages, sie links liegen gelassen zu haben.

2 Kommentare:

  1. Danke für deine Ergänzung, Klaus-Peter.

  2. Klaus-Peter Hünnerscheidt

    Im Sommer 2007 wurde ein kleiner SF-Wettbewerb ausgeschrieben, der mich zu einer Story inspirierte. Da sie etwas zu lang geraten war, flog sie aus der Konkurrenz. Das jedoch stört mich nach wie vor nicht. Für mich war es damals wichtig, dass ich auf diese Weise einen Anstoß bekam, mal endlich kreativ zu werden. Diese Initialzündung hat dann dazu geführt, eine weitere Geschichte zu schreiben. Dann kam die dritte und eine vierte für einen anderen Wettbewerb, wo ich ‚das Thema verfehlte‘. Auch nicht weiter tragisch, denn ich will sowieso nicht im ‚vorauseilenden Gehorsam‘ schreiben und etwa auf den Geschmack der Juroren zielen. Ich bin nur gut, wenn ich das schreibe, wonach mir gerade ist. Ein Autor auf Bestellung werde ich so bestimmt nicht werden und kann das wohl auch einfach nicht. Das ist ein Grund, oder der Haken, warum ich nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen werde, es sei denn, das Thema passt zufällig in meine ‚Wonach-mit-gerade-ist-Stimmung‘ ;-))
    Zurück zum ersten SF-Wettbewerb. Aus dieser einen Geschichte haben sich bis heute weitere 14 Storys generiert und das Ganze wächst jetzt zu einem Buch von gut 250 Seiten zusammen.
    Klein Ursache, große Wirkung! Die Reizwirkung, die ein Wettbewerb generell hat, ist nicht zu unterschätzen.
    Klaus-Peter

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