Freundliche Standardabsage oder Aufforderung?

Heute erhielt ich die Absage eines Verlags für ein Manuskript. Das ist nicht schlimm, kommt häufiger vor und gehört dazu. Was in letzter Zeit aber auch häufiger vorkommt und zwar sehr, sehr häufig ist die Tatsache, dass in den Absagen, die ich erhalte – per Post oder per E-Mail – stets steht, dass ihnen das Manuskript gefallen hätte, es zurzeit keine Verwendung dafür gebe, ich aber sehr gerne weitere Exposees zuschicken soll.

Sind das neue, freundliche Standardabsagen oder nicht minder freundlich gemeinte Aufforderungen? Ich nehme es als letzteres und komme dem ganz bestimmt nach. Dankeschön.

3 Kommentare:

  1. Naja, eine Steigerung gibt es auf jeden Fall. Denn wenn ich so an ein paar der ersten Absagen zurückdenke, gab es auch ein oder zwei Verlage, die geschrieben haben, ich möchte bitte von weiteren Zusendungen absehen. Ich hab mich dann bei einem mal nicht dran gehalten und der hat mir dann postwendend zurückgeschrieben, er hätte mir doch schon mal gesagt, ich sollte nichts mehr schicken. Upps. Es gibt also Listen. Nun denn. Es waren einige Jahre dazwischen, aber er wollte mich nicht. Machste nix dran.
    Dann kamen die Standardabsagen, nach dem Motto: Leider nein, eine Begründung können wir nicht geben.
    Und seit Neuestem gibt es eben diese Absagen, mit dem Hinweis, gern etwas anderes oder neues zuzusenden. Es kam auch schon vor, dass ich Anregungen, Lob und Kritik erhalten habe.
    Natürlich kann sich nicht jeder Verlag diese Mühe machen, aber schön ist es trotzdem.

    In diesem Sinne: Weitermachen, nicht wahr?

  2. Man kann den amerikanischen Markt vermutlich nicht eins zu eins mit dem deutschen vergleichen, aber Stephen King hat in seinem Buch „On Writing“ („Das Leben und das Schreiben“) geschildert, dass er seinerzeit eben diese „Entwicklung“ in der Qualität seiner Ablehnungsbescheide auch beobachtet hat. Irgendwann wurden aufmunternde Worte mit zu den Absagen geschrieben, und kurze Zeit später gingen die profitablen Verkäufe bei ihm los.
    Bleibt zu hoffen, dass das bei dir auch der Fall sein wird. Ich drück die Daumen.

  3. Das klingt ja fast wie bei einer Stellenanzeige a la … momentan sind alle unsere Stellen besetzt, aber falls mal wieder eine frei wird, die zu Ihnen passt, sollten wir uns unbedingt noch einmal unterhalten…

    Gibt es in Verlagen auch ein Programm, so dass sie nur x Bücher eines Genres pro Jahr rausbringen und somit erst im nächsten Jahr wieder Verwendung für den Stoff finden? Oder gibt es in den Absagen noch weitere Hinweise auf den Hintergrund?

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