Twitteria – Warum twittere ich immer noch?

Im Januar habe ich mich bei Twitter angemeldet und seitdem dort über 2550 Tweets geschrieben. Zu Erklärung nochmal, ein Tweet darf nie länger als 140 Zeichen sein. Eine Kunst viel Information (und manchmal auch Unsinn) in einen Text zu bringen.

Ich selbst verfolge zurzeit 206 Twitterer und mehr als doppelt so viele folgen mir. Auf beiden Seiten räume ich immer mal wieder auf, denn manche Verfolger erweisen sich als SPAM, der geblockt werden muss. Und um die Tweets der anderen wirklich verfolgen zu können, versuche ich eine Übersicht zu wahren. Dennoch wachsen Followers und Following stetig. Und das ist klasse!

Aber warum twittere ich?

Das lässt sich weder mit einem Wort, noch in einem Satz sagen. Nirgends bekomme ich so schnell eine Antwort auf eine Frage wie bei Twitter. Ich erfahre oft mit als erste Neuigkeiten und kann ebenso schnell News verbreiten, Gewinnern gratulieren oder Verlierer trösten. Bei Twitter habe ich ein paar Kontakte vertieft und sehr interessante, nette Leute kennengelernt. Ich habe vielversprechende Kontakte geknüpft oder diese mit mir. Es gab lustige Gespräche, vielsagende Labereien, aber natürlich auch Missverständnisse. Bei Twitter entdeckte ich seltsame Typen über, die ich den Kopf schüttelte – ich blockte sie oder sie mich. Schnell, schmerzlos und einfach. Und ich fand neue Interviewpartner, wunderbare Menschen, tolle Tipps, zahlreiche Hilfen. Ich kann mal eben einen kleinen Gedanken preisgeben, der dann vielleicht eine große Resonanz erfährt.

Twitter bewegt. Twitter informiert und macht neugierig. Twitter wirbt und unterstützt, Twitter verbindet, unterhält und macht Spaß. Twitter ist ein informativer LaberChat für Jeden. Nirgends finden sich so viele unterschiedliche Typen an einen – an meinem Tisch zusammen. Ich nehme sie auf oder setze mich an deren Tisch zu deren „Freunden“. Lausche, erfahre, informiere mich oder rede mit. Und wenn es mir nicht gefällt, gehe ich wieder – leise, still und heimlich. Mit Twitter kann ich experimentieren, mir so viele Accounts anlegen, wie Lust und Zeit habe – für alle meine Interessen, oder alles in einen packen.

Twitter ist aber auch schnelllebig. Twitter ist gemein und kann ausschließen, wer nicht mit macht, wird entfwollowt. Twitter setzt Lügen in die Welt und diese verbreiten sich so schnell wie positive Neuigkeiten. Das ist gefährlich. Doch genauso schnell werden sie auch wieder entkräftet. 

Twitter ist ein Informationskreislauf und ein Generationsaustausch. Schneller und vielseitiger als es ein Forum oder sonst eine Plattform sein könnte.

Twitter macht süchtig.

Twitter macht aber auch kreativ. Wenn ich twittere kann, ich unheimlich gut schreiben. Klingt paradox? Kommt auf den Text an. DAS MÄRCHEN ist sehr kompliziert, ich muss stets quer denken. Kurze Ablenkungen – 140 Zeichen – Ablenkungen bringen meine Gedanken wieder geradeaus.

Mit einem Satz: Wer es zu nutzen weiß, für den ist Twitter– zurzeit –- nicht mehr wegzudenken.

 

—-

Twitter – privat:

Meine Accounts

http://twitter.com/NicoleRensmann

 

Meine Lieblingstwitterer würde ich gerne nennen, aber ich bin mir sicher, dass ich jemand vergesse, möchte aber keinen enttäuschen!

Jetzt, um diese Zeit, viertel vor acht am Morgen, ist es dort ruhig. Und es ist schön mit anzusehen, wie allmählich die Leute aus ihren Betten kriechen und ihr freundliches HALLO in die Twitterwelt rufen. Es ist klasse dort mit euch!

 

4 Kommentare:

  1. Liebe Nicole,

    Du hast es auf den Punkt gebracht. Sollte man drucken und einen Flyer draus machen für all jene, die immer wieder fragen, was das denn soll … Twitter … ;o)

    Auf den nächsten Tweet,

    Uta.

  2. Super geschrieben Nicole – dem ist so gut wie nichts hinzuzufügen 🙂

    Liebe Grüße
    Irene

  3. stimmt, alles

  4. Diese kleinen Ablenkungen halten den Aufmerksamkeitsspiegel hoch. Meine Rede! Schon immer!! Früher habe ich halt Radio zu den Hausaufgaben gehört 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.