Gesehen: »Die Insel der Abenteuer«

Cover: Die Insel der AbenteurerDer Geschichte nach, ist der Held dieses Films ein zehn Jahre altes Mädchen names Nim (Abigail Breslin), die mit ihrem Vater (Gerard Butler) – einem Wissenschaftler – auf einer einsamen Insel lebt. Doch von der schauspielerischen Leistung ist die Autorin Alex(andra) Rover, verkörpert von Jodie Foster, mein absoluter Held dieses Films. Ohne sie wäre »Die Insel der Abenteuer« alles andere als abenteuerlich, sondern schlichtweg langweilig.

Nims Vater geht für zwei Tage auf eine Expedition auf See, doch Nim will ihn nicht begleiten, weil ihre Schildkröte Nachwuchs bekommt. Nun ist Nim ein selbstständiges und sehr phantasiereiches Mädchen, zudem liest sie mit Begeisterung die Abenteuer des männlichen Helden Alex Rover. Bücher und diverse Utensilien werden einmal im Monat mit einem Versorgungsschiff zur Insel gebracht. Als ihr Vater weg ist, erhält er eine E-Mail von Alex Rover, der eine Auskunft über den Vulkan auf ihrer Insel haben möchte. Nim, die ihrem Idol plötzlich ganz nah zu sein scheint, hilft nicht nur mit Worten, nein sie klettert auch auf den Vulkan, um genau darüber zu berichten. Dabei verletzt sie sich. Ein Sturm kommt auf und es wird klar, ihr Vater wird nicht so schnell zurückkehren wie gedacht. Sie bittet Alex Rover, den sie natürlich für einen Mann hält,  um Hilfe.

Doch Alex Rover, die Autorin des gleichnamigen Helden, ist eine hysterische Neurotikerin, die nicht einmal in der Lage ist, ihre Post aus dem Briefkasten zu holen, denn vor der Tür herrscht diese furchtbar grausige Luft. Sie isst nur Dosensuppe, desinifiziert ihre Hände mehrfach am Tag und steht jederzeit kurz vor einem Nevenzusammenbruch. Und das Schlimmste, sie kommt mit ihrem Roman nicht weiter. Und nun bittet dieses kleine Mädchen sie um Hilfe. Sie, die seit 6 Monaten nicht mehr vor die Tür gegangen ist, soll auf eine einsame Insel reisen, um ein Kind zu retten?

Sie geht. Und das ist so ziemlich die beste Entscheidung des Films.

Jodie Foster ist fabelhaft. Sie ist brilliant, köstlich, lachhaft, herrlich anzusehen mit ihren Grimassen, ihren Zuckungen, sie muss sich ständig übergeben und ist das Highlight des Films. Ihre Sprüche sind herrlich. »Mein schlimmster Albtraum, ermordet von Glühwürmchen!«

Ihr erschaffener Charakter Alex Rover (ebenfalls Gerard Butler) ist übrigens stets bei ihr. Sie redet mit ihm, er redet mit ihr. Für Autoren eine durchaus nachvollziehbare Handlung.

Ob es ihr gelingt, ihre Ängste zu besiegen und Mim zu retten. Oder wer hier von wem gerettet wird und ob Mims Vater lebend zurückkehrt, das soll nicht verraten werden.

Verraten möchte ich aber, oder besser daraufhinweisen, dass nach dem Film unbedingt die rausgeschnittenen Szenen angesehen werden sollten, sie hätten dem Film noch einen besonderen Touch verliehen. Denn auch Nim sieht die Charaktere aus ihren Lieblingsbüchern. So spielt sie mit Huckelberry Finn oder Alice, aus »Alice im Wunderland«. Und Long John Silver aus »Die Schatzinsel« gibt der Geschichte eine düstere Note. Leider aber wurden die Szenen mit Nims imaginären Kameraden komplett entfernt, was ich für einen Fehler halte.   

Dennoch ein sehenswerter Film, dank Jodie Foster.

 

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