Papyrus Autor

Den Name des Programms, das Andreas Eschbach mitentwickelt hat, las ich in der Vergangenheit häufiger, aber bisher habe ich mich nicht näher damit beschäftigt. Gestern jedoch kam das Gespräch auf Twitter darauf und nun schreibe ich diesen Text mit der Demoversion.

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p style=“text-align: justify;“>Die Handhabung ist simpel. Das spricht dafür.
Interessant finde ich es, wenn es mir hilft meine Texte nicht nur zu verbessern, sondern meine Arbeit zu erleichtern.
Ich gab dem Papyrus Autor mein Märchen-Exposé zum Korrigieren.
Der Text ist nicht leicht für ein Korrekturprogramm. Die darin vorkommenden „normalen“ Wörter sind rar gesät. Zumindest auf den ersten Seiten.
Gut… meinen Namen kannte die Korrektur nicht. Verstehe ich. Auch all die erfundenen Begriffe und Wesen dürfen Papyrus Autor unbekannt sein.
Zunächst sonst keine Fehler.
1 : 0 für mich.
Viel mehr als die Rechtschreibkorrektur interessierte es mich, den Stil analysieren zu lassen.
Wie funktioniert das?
Mit Verlaub, der Stil von Andreas Eschbach und Siegfried Lenz ist ein anderer, ist das Buch des einen deswegen schlechter als vom anderen?
Darum geht es nicht, lese ich in der Beschreibung, sondern um Wortwiederholung, Füllwörter, Adjektive, Konjunktionen etc.
Stufe 1 kontrolliert flüssige Schreiben. Die Leseprobe im Exposé galt als perfekt.
2:0 für mich.
Okay. Ich setze das Programm direkt auf die strenge Analyse.
Keine Veränderung.
3:0 für mich.
Glaub ich nicht.
Ich lese nach. Aha, die Stilanalyse funktioniert in der Demoversion nur bei Dokumenten mit nicht mehr als zwei Seiten.
Okay, ich kopiere die ersten beiden Seiten aus der Textprobe in ein neues Dokument.
Ah…
Die Stilanalyse streicht die Wörter an, die ich als Füllwörter – in den angestrichenen Fälle aber als Stilmittel bezeichne. Verbfaulheit wird mir auch vorgeworfen. Drauf achte ich in der Regel und somit vermeide ich „war“, „hatte“ & Co. Doch im Deutschen geht es nicht immer ohne – zumindest nicht, wenn wir von der Vergangenheit sprechen und nicht zu gewählt ausfallen möchten.

Außerdem, und das muss ich zugeben, habe ich die ersten Seiten meines Märchens so oft überarbeitet, dass ich selbst zu einem Korrekturprogramm wurde. Bei einem noch nicht redigierten Text, wird der Papyrus Autor all das finden, was wirklich raus muss.

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p style=“text-align: justify;“>Und diese Vorstellung gefällt mir. Denn wie schnell beim Schreiben Stilfehler gemacht werden, weiß jeder, der Geschichten schreibt.
Ich müsste nicht per Hand meine Liste durchgehen mit Wörtern, die ich grundsätzlich nicht verwenden möchte oder zu viel anwende. Denn diese könnte ich angeben.

Ob der Papyrus Autor mir hilft einen Bestseller zu produzieren? Wohl kaum, aber er übernimmt den Part eines Lektors, den ich als Autor kaum ausfüllen kann.

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p style=“text-align: justify;“>149,- € kostet der Papyrus Autor. Keine günstige Anschaffung. Ich glaube, ich muss noch eine Nacht darüber schlafen, vielleicht auch zwei oder drei, ob sich die Investition lohnt.
Während ich diesen Eintrag verfasse, fällt mir auf, dass ich die Seite gerne größer hätte. Ich schreibe bei 145%. Ob das in der Vollversion möglich ist?

Allerdings muss ich die Funktionen ausstellen, wenn ich z.B. fürs Blog schreibe.

Ab und an Füllwörter und Wortwiederholungen möchte ich mir dann doch gern im Leben gönnen. Und ich selbst habe im Text z.B. einmal hintereinander „die der“ gefunden – Papyrus Autor nicht. Nun, wir sind wohl alle noch lernfähig und nicht perfekt.

Nachdenken und selbst kontrollieren entfällt auch beim Papyrus Autor nicht.

Wer die Demoversion ausprobieren oder mehr über das Programm erfahren will, den weise ich gern auf die sehr nett geschriebene Website hin. ->  http://www.papyrus.de

3 Kommentare:

  1. Hi Nicole, nun stolpere ich gerade über deinen Link und die Meinung zu Papyrus –
    Ich werde mir wohl auch die Demo ziehen und schauen. Aber ich glaube, etliches spricht schon dafür, dass ich die Vollversion kaufen werde. Denn allein was Andreas Essbach geschrieben hat, motivierte mich- aber wie gesagt, erst mal eine Nacht drüber schlafen, die Demo ausprobieren.
    Und mein Erstlingswerk weiterschreiben 🙂

  2. Danke, Matthias, für deine ergänzende Meinung, das hilft mir ungemein, eine Entscheidung zu treffen! 🙂

  3. Ich arbeite jetzt einige Monate mit dem Programm und möchte darauf auf keinen Fall mehr verzichten. Es ist genau, wie du sagst: Die Stilanalyse hilft ungemein beim eigenen Lektorieren des Textes. Noch ein Vorteil: der eingebaute Dudenkorrektor läuft unter Papyrus im Gegensatz zu Word oder OpenOffice so schnell, dass man ihn quasi „live“ arbeiten lassen kann, ohne dass es den Schreibfluss hemmt. Ich jedenfalls habe die Ausgabe nie bereut.

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