Gesehen: »Wie ein einziger Tag«

„Wie ein einziger Tag“, so lautet der Titel des Buches von Nicholas Sparks, das bereits 1996 die Bestsellerlisten stürmte. Viele Jahre später startete der gleichnamige Film mit ähnlichem Erfolg in den Kinos. Der Film ist schon lange auf DVD erhältlich, und auch das Buch erfährt regelmäßig eine Neuauflage.

Ob Leser oder Zuschauer, die Faszination am Inhalt der Geschichte ist ungebrochen. Es geht – natürlich – um die große Liebe. Doch das ist längst nicht alles, was in „Wie ein einziger Tag “ anrührt.

Ich habe das Buch nicht gelesen, darum geht es heute nur um den Film:

Ein älterer Herr, verkörpert von Schauspieler James Garner, liest einer älteren Dame (Gena Rowlands) aus einem Notizbuch vor. Sie sitzen in einem Seniorenheim, die Dame ist an Demenz erkrankt.
Schnell wird klar, dass der ältere Herr Noah seine Liebesgeschichte erzählt, die er mit Allie – der älteren Dame – erlebt hat. Doch Allie erinnert sich nicht mehr an ihre große Liebe. Sie erinnert sich nicht an Noah, nicht an ihr gemeinsames Leben und ihre Erlebnisse. Nur manchmal hat sie für wenige Augenblicke lichte Momente – Minuten, vielleicht Stunden, die Allie und Noah gemeinsam auskosten, dann kehrt die Demenz zurück und raubt ihr jegliche Erinnerungen.

In zahlreichen Rückblicken erfährt der Zuschauer die gesamte Tragik dieses Schicksals.

Die junge Allie (Rachel McAdams) stammt aus reichem Hause und verbringt mit ihren Eltern den Sommer in Seabrook. Als sie sich in Noah (Ryan Gosling) verliebt, einen jungen Mann, der als Schreiner arbeitet, sieht das ihre Mutter nicht gern. Dennoch widersetzt sich die junge Allie ihrer Mutter und erlebt mit Noah einen wunderschönen Sommer. Doch früher als geplant kehrt Allies Familie zurück nach Hause, nicht zuletzt, weil Allies Mutter ihr auf diese Art den Umgang mit Noah verbieten will. Beim Abschied streiten sich Noah und Allie. Sie machen Schluss miteinander. Doch schnell bereut Allie all ihre Worte. Noch bevor sie die Stadt verlässt, will sie noch einmal mit Noah sprechen. Aber er ist nicht da. Beide können ihre große Sommerliebe in der folgenden Zeit nicht vergessen.

Viele Umstände sorgen dafür, dass sich Allie nach etlichen Jahren in einen anderen Mann verliebt und sich verlobt, während Noah weiter davon träumt, mit Allie zusammen zu sein. Er renoviert das Haus, in dem sie die letzte Nacht miteinander verbracht haben und hofft, dass sie eines Tages zurück kehrt.

An dieser Stelle soll nicht mehr vom Inhalt verraten werden. Diese Geschichte ist mehr als eine Liebesgeschichte: sie zeigt, wie sehr Angehörige unter der Demenz ihres Partners leiden, wie schmerzhaft es ist, den Verfall und das Vergessen mitzuerleben.

Fazit: Großartig! Ein wunderschöner Liebesfilm ohne Kitsch, der am Ende für einen hohen Verbrauch an Taschentüchern sorgt. Auch wenn in „Wie ein einziger Tag“ sicherlich einiges geschönt ist, zeigt der Film, was Demenz für beide Seiten – Betroffene und Angehörige – bedeuten kann.

Weitere Informationen zum Roman finden Sie auf der Verlagsseite von Randomhouse.

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