Weihnachtsverlosungen gibt es nicht

Ich weigere mich in diesem Jahr eine Advents-/Weihnachtsbuchverlosung zu präsentieren. Nö. Sorry, gibt es nicht. 2010 ist bald vorbei und, obwohl er in diesem Fall seine Hände nicht im Spiel hat, danke ich Gott dafür. Ich habe „Heimweh nach der Zukunft“ – ein leicht verändertes Zitat aus einer Frage, die im Buch „Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen“ vorkam , das mir nicht mehr aus dem Kopf geht, ja mir sogar aus der Seele spricht. Darum gibt es dieses Jahr keine Verlosung und keine Geschenke in meinem abgespeckten, virtuellen Leben. Ich plane allerdings ein paar wenige Lesungen im nächsten Jahr – in Farbe und vollem Umfang in der Realität – und werde dann sicherlich  einige Bücher kostenlos in die Menge „werfen“.  Lasst euch überraschen!

4 Kommentare:

  1. Liebe Monika,

    ich danke dir für deine Meinung zu deinem Adventskalender, auf den ich hier ja auch immer gerne aufmerksam gemacht habe (und sehr gerne wieder aufmerksam machen werde, wenn du mir Bescheid gibst). Ich gebe dir natürlich recht, auch ich lese jede Mail und beantworte auch jede, aber ich erhalte nicht täglich 100 davon. Aber leider sind es die Wenigsten, die sich nach einem Gewinn bei mir gemeldet haben – was vermutlich am prozentualen Schnitt liegt, aber selbst das empfinde ich gar nicht als schlimm. Ich freue mich zwar über Dankesmails, erwarte jedoch keine, wenn jemand etwas gewinnt. Der Unterschied zwischen uns ist aber doch klar: Du bist eine renommierte Autorin, die bei ebenso renommierten Verlagen veröffentlicht. Wir arbeiten vermutlich beide gleich hart, aber letztendlich hast du viel viel mehr Leser, weil deine Verlage diese viel einfacher erreichen können, als meine, denn meine Verlage sind zu klein, um kostenintensive Werbung zu betreiben oder sich die Präsentiertische in den Buchhandlungen leisten zu können – denn diese werden nicht selten von den Verlagen bezahlt, damit die Bücher überhaupt in den Läden präsentiert werden.
    Es gibt noch viele weitere Gründe, diese aufzulisten würde aber den Eintrag sprengen.

    Der Erfolg hängt längst nicht mehr vom Können allein ab.

    Ich verteufle das Internet nicht und auch nicht die Weihnachtsverlosungen, aber du musst schon zugeben, dass es zum Advent fast in jedem Blog oder auf jeder Webseite eine Verlosung gibt und im letzten Jahr gab es auch einige, die dann im Januar ihren „Kassensturz“ präsentierten.

    Ich habe in diesem Jahr meine Prioritäten neu gesetzt – setzen müssen – und suche meinen neuen Weg. Das fällt nicht immer leicht, musste aber sein.

    Es wird auch hier im Blog wieder Verlosungen geben, ganz sicher sogar. Aber nicht zu Weihnachten! Und erst dann, wenn ich nicht das Gefühl habe, es muss jetzt sein. Selbstauferlegten Stress gibt es nur noch in sehr wenigen Fällen. Und ich bin mir sicher, auch wenn die Verlosung mal im April stattfindet, freuen sich meine Leser darüber. Und bis dahin bleiben eben die Lesungen, denn ich mag den realen Kontakt zu meinen Lesern.

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass deine Adventsverlosung fehlen würde, wenn es sie nicht mehr gäbe! Dann sie ist schon fast Tradition, wie ich finde und vielleicht habe ich in diesem Jahr endlich mal Zeit selbst daran teilzunehmen, denn das nehme ich mir jedes Jahr vor, doch bisher war immer zu viel anderes – anderes, das es jetzt aber nicht mehr gibt. 🙂

    Danke für deine Wünsche, die ich gerne zurückgebe.

    Liebe Grüße, Nicole

  2. Hallo Nicole,

    ich lese hier ja nun schon sehr lange mit.

    Deinen konsequenten Rückzug aus dem virtuellen Leben habe ich mit Verständnis und Bewunderung verfolgt.
    Ebenso wie ich dein Engagemet in den verschiedenen Sozialen Netzwerken oft nicht nachvollziehen konnte, weil ich persönlich weder Zeit noch Lust habe, dort aktiv zu sein.

    Meine Erfahrungen mit Weihnachtsverlosungen sind allerdings völlig anders, als du sie hier beschreibst.
    Ich leere meine übervollen Kisten mit Belegexemplaren ja schon seit Jehren über einen Advetskalender auf meiner Webseite und habe damit durchweg nur positive Erfahrungen gemacht. Ob es mir gelingt, dadurch wirklich neue Stammleser zu gewinnen, lasse ich mal dahingestellt, aber es tatsächlich so, dass ich mich zu keiner anderen Zeit im Jahr den Lesern so nahe fühle, wie an diesen 24 Tagen.

    70% aller Teilnehmer nehmen sich die Zeit, mir in ihrer Antwortmail zur Verlosung auch ein paar nette persönliche Zeilen, Lob, Grüße, Fragen, etc … zuzusenden und oft sind es Texte, die mich wirklich berühren und auf die ich gern antworte.

    Alle wissen, dass ich jede Mail persönlich lese, auch wenn es inzwischen täglich Hunderte sind.

    Der Adventskalender ist für mich weit mehr als nur eine Werbe- und Verschenkaktion. Ich liebe es, anderen eine Freude zu bereiten und empfinde das freundliche Feedback als kostbare Bereicherung für den oft sehr einsamen Autorenalltag.
    Ich verschenke nicht nur etwas, ich bekomme mit den oft sehr persönlichen Mails auch etwas geschenkt, dass mir sehr wertvoll ist, denn daraus ziehe ich einen Großteil der Motivation für das kommende Jahr

    Deshalb wird es bei mir auch in diesem Jahr wieder eine Verlosung geben, die zumindest bei mir wirklich Weihnachtsgefühle aufkommen lässt.

    Auch wenn es vielleicht noch etwas früh ist, wünsche dir einen entspannten und positiven Jahresausklang und dass 2011 dir alles bringt was du dir davon (s.o. Zitat) erhoffst

    Viele liebe Grüße
    Monika

  3. Weihnachten ist ein wunderschönes Fest, wenn man fröhlich und unbefangen ist. Meistens ist das in der Kindheit oder bei einer Familie mit fröhlichen und unbefangenen Kindern. Da lassen sich die Eltern „anstecken“.

    Bei mir ist das so, wenn ich nicht fröhlich und unbefangen bin, sondern sogar traurig, dann ist etwas wie Weihnachten sogar ganz schrecklich. So, wie sich ein trauriger Mensch auf dem Rummelplatz oder im Karneval völlig einsam fühlen kann. Fröhlichkeit und Feierlaune anderer ist nicht immer ansteckend, in manchen Fällen sogar nervig. Wie gut, dass Traurigkeit auch wieder vergeht!

    Unabhängig davon, dass Weihnachten einem sehr starken kommerziellen Einfluss unterliegt, muss man in der Stimmung sein und ein Motiv haben, weihnachtliches Gebaren schön zu finden.

    Ich schreibe das nicht als Kommentar zu Ihrer Entscheidung, keine Weihnachtsverlosung zu machen. Die Entscheidung muss man weder diskutieren noch kommentieren. Mir ging das gerade durch den Kopf, was ich eigentlich von Weihnachten erwarte. Nichts! Weder eine Verlosung, noch Geschenke oder Wunder. Dass es schnell vorbei ist vielleicht, wenigstens die „Pflichtübungen“, die von mir Weihnachten erwartet werden. Und dann passiert es unverhofft doch immer mal wieder, dass ich Weihnachten irgendwo einen Moment mit einem weihnachtlichen Gefühl erwische. Das ist dann doch Belohnung dafür, dass ich mich nicht ganz verweigert habe.

    Es gibt Tage – mitten im Jahr – die wunderschön sind, gemütlich, fröhlich und innig, an denen ich mich freue … als ob Weihnachten wäre. 😉

    • Hallo Heinrich,

      es ist schön, dass Sie nichts erwarten und sich somit einfach überraschen lassen. Nur dann sind die Überraschungen auch genau diese, nicht wahr? Ich habe in den letzten Jahren beobachtet, dass die virtuellen Weihnachtsverlosungen fast schon wie ein Marathon durchgeführt wurden. Frei nach dem Motto: Wer gewinnt am meisten? Da geht das Besondere verloren. Das finde ich schade, darum habe ich mich dagegen entschieden. Bei einer Lesung kommen die Zuhörer nicht, um ein Buch zu gewinnen, sondern um mehr über ein Buch zu erfahren, über den Autor … um mich zu hören. Das freut mich. Meine Freude dann weitergeben, indem ich vielleicht ein Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes oder Erwachsenen zaubern kann, weil es oder er überraschenderweise ein Buch erhält und dieses Lächeln live zu sehen – das ist dann auch meine Freude und meine Überraschung. 🙂

      Beste Grüße, Nicole Rensmann

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