Tatatatataaaa… wer will ein bisschen reinschnuppern? in NIEMAND

Jeder liest „Niemand“. Die Testleser, ich, die Testleserinnen, ich, der Verlag, der Illustrator. Aber ihr durftet noch nicht reinlesen. Aber jetzt gibt es eine kleine winzigkleine Leseprobe. Bitteschön:

[…] Und nun saß wenige Schritte vor Niemand dieses Ding, das sich während seines Schlafs angeschlichen haben musste. Ob es aus den Wäldern gekommen war? Oder in den Katakomben unter Niemandsland lebte? Aber für einen Zwerg war es zu groß. Und nach einem behaarten Schweinehund sah es auch nicht aus.

Glasperlen rollten über seine Wangen, die in der Sonne wie Diamanten funkelten. Es musste ein Zauberer sein. Aber für einen Zauberer schien es zu verwirrt – dieses kleine Ding. Vielleicht war es eine Elfe oder eines von diesen Drei-Käse-Hochs, die auf der anderen Seite des Stillen Wassers lebten?
Niemand setzte sich neben das weinende Ding und beobachtete es. Das Ding sah sich erschrocken um. Es weinte nicht mehr, aber nun stank es nach Angst. Niemand hasste diesen säuerlichen Geruch.

»Wer ist da?«

Die klare Stimme des Dings verschlug ihm für einen Moment den Atem, dann antwortete er hastig: »Niemand.«

»Wie meinst du das, du bist niemand?«

Die Angst schrumpfte, und nun roch es nach Neugier. »Ich bin Niemand, Herrscher von Niemandsland.«

»Aber wie kann ein Niemand ein Herrscher sein?«

»Weil Niemand Sonst mein Vater ist und ich sein Sohn bin. Sag mir lieber, wer du bist.«

»Ich bin Nina.«

»Nina«, wiederholte er. Das Wort prickelte geheimnisvoll auf der Zunge wie gestohlener Honig. Niemand sagte ein paar Mal schnell hintereinander: »Nina, Nina, Nina«, und dann leise und gedehnt: »Niiiinnnnnaaaaaa.« Dann meinte er: »Das klingt schön.«

»Warum heißt du Niemand?«, fragte Nina leise.

»Ich weiß nicht. Vielleicht weil ich den Namen meines Vaters annehmen musste?«

»Aber niemand heißt so.«

»Ja. Ich bin Niemand.«

»Nein. Kein Mensch heißt wie du.« Nina kicherte, was so lieblich klang, dass Niemand kurz die Augen schloss, dann drang ein von Nina beiläufig erwähntes Wort in sein Bewusstsein: »Mensch?«, wiederholte er. »Bist du ein Mensch? Bist du über die Grenze gekommen?« Niemand erschrak. »Wie hast du das geschafft?« […]

»Niemand« ist eine Erzählung voller Mehrdeutigkeiten, und eine, in der alles wörtlich genommen wird.

In den Hauptrollen: Nina, eine ABK, Fräulein Klimper, der Nikolaus, das Wurzelmännchen, ein Drecksack. Ach ja und da wäre natürlich noch – Niemand.

Orks? Drachen? Vampire? Nein! Aber Arschkriecher, Stromschwimmer, der Heilige Geist natürlich, Trauerklöße und Schaumschläger und eine Vielzahl anderer Niemandsländer, deren Bezeichnungen in Ermangelung von Unkenntnis hinter der Grenze zu dem von uns bevölkerten Land verwendet werden. In den Nebenrollen: Jesus und das Dumme Würstchen.

»Niemand« ist skurril, witzig, liebenswert und riecht nach Erdbeeren. Fantasy neu.

Mehr? Gern!

Vorbestellung für die limitierte Hardcoverausgabe sind bereits möglich. Mail an niemand@nicole-rensmann.de

Niemand hat auch eine Webseite: www.niemand.nicole-rensmann.de, aber da steht noch nicht so viel. Das kommt erst noch.

 

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