Bisschen Bock auf Statistik? oder 19.000 x Danke an meine eBook-Herunterlader

Statistik2012

Ergänzend zu meinem Artikel „eBooks bei amazon – Mein erstes Resümee vom 31. Mai 2011“ und meinem „Erfahrungsbericht: eBooks Selbstpublikation vom 22. Mai 2012“ präsentiere ich heute den rensmannschen eBook-Jahresabschluss 2012 des deutschen eBook-Marktes. Statistik pur.

2012 gehörte im Bereich eBook zu einem – aus meiner Sicht – relativ erfolgreichen Jahr. Zum Ende hin gab es eine spürbare Abnahme, sowohl bei den Downloadzahlen während der Gratisaktionen, als auch bei den kostenpflichtigen Angeboten. Unabhängig davon, ob das eBook nun professionell umgesetzt und der Inhalt lesbar ist – das Angebot wächst stetig. Die eBook-Schwemme macht den Markt unübersichtlicher. Mit einem wachsenden Angebot und somit einer größeren Auswahl für den Leser verringern sich die Verkaufszahlen für den einzelnen eBook-Artikel.

Insgesamt haben fast 19.000 Leser in Deutschland eines meiner selbstproduzierten eBooks heruntergeladen. Und dabei handelt es sich nur um die legalen bei amazon angezeigten Downloads. Längst sind in diesem Jahr viele meiner eBooks auf illegalen Tauschbörsen aufgetaucht. Ich bin ein humorvoller Typ, aber irgendwo hört es auf. Aber das werden diejenigen schon selbst merken. Nun. Kommen wir zu den einzelnen Zahlen – Statistik eben.

Das meist heruntergeladene eBook im Rahmen der Gratisaktionen 2012 ist

„Firnis“ mit fast 6000 Downloads, dicht gefolgt von „Die Staubfee“Auch im vierstelligen Bereich, jedoch deutlich unter den Erstplatzierten, befinden sich „Im Dutzend phantastischer“, „Im Dutzend vielfältiger“, „Regenbogenläufer“, „Die Hobbijahns“ und – völlig überraschend –  „Oma liest vor“, obwohl letzteres eBook erst im Dezember erschienen ist und nur für 2 Tage gratis erhältlich war.

Obwohl alle meine eBooks das gesamte Jahr 2012 hätten ausgeliehen werden können, wurde dieser Service erst im Dezember 2012 bei verschiedenen Büchern in Anspruch genommen. Woran das liegt, könnte ich nur anhand von dubiosen Verschwörungstheorien erklären. Phantasie ist eben meine Stärke.

Nun erhalte ich kein Honorar bei Gratisaktionen. Entscheidend für mein Konto – denn von Buchstaben und Applaus lässt es sich zwar leckerlieblichzuckersüß, aber nur bedingt leben – sind die Verkaufszahlen. Die eBooks biete ich als Ergänzung zum verlegten Buch an, als Backlist der vergriffenen Bücher oder als Sammlung für einen speziellen Anlass. Außerdem probiere ich gerne verschiedene Angebot aus und komplettiere selbst Sammlungen und Listen. Die Verkaufszahlen in Höhe der Downloads wären natürlich traumhaft. Doch fliegende Teppiche gehören in 1001 Nacht, darum bleiben wir lieber auf dem harten Boden der Tatsachen. Mein Name ist Nicole Rensmann, nicht J. K. Rowling und auch nicht Arno Strobel oder Kai Meyer.

Statistikverkauf2012Auf Platz 1 der meistverkauften eBooks mit meinem Namen (und von mir produziert) hat sich „Regenbogenläufer“ platziert und „Firnis“ auf Platz zwei verwiesen. „Die Hobbijahns“ sitzen gemütlich auf dem dritten Verkaufsplatz. Allesamt im dreistelligen Bereich.

Warum ich dieses „von mir produziert“ so betone hat natürlich einen Grund. Zu den von den Verlagen als eBook vermarkteten Büchern wie z.B. „Mister Zed“, „Anam Cara“, „Ciara“ oder natürlich „Niemand“ kann ich nichts sagen, denn dazu liegen mir noch keine Verkaufszahlen vor.

Ich habe keine Ahnung, ob diese Statistik repräsentativ, gut oder schlecht ist, aber mein Resümee lautet: Prima! Mir ist natürlich bewusst, dass von den fast 19.000 Gratis-Downloadern später nur ca. 1 % ein Buch von mir kaufen werden – Print oder eBook. Aber ich denke nicht im Großen, ich freue mich auch über das Kleine. Das scheint in aktuellen Diskussionen aber oft das Problem zu sein. Wer meint, mit der Publikation eines eBooks zum selbstpublizierten Millionär in wenigen Tagen zu werden, der irrt. Es ist ein Zubrot, nur eine weiterer Weg als Autor Geld zu verdienen – mehr nicht.

Darum: Vielen lieben Dank an alle, die meine Bücher kaufen – egal ob eBook oder handfestes Hardcover! *knicks*

3 Kommentare:

  1. Pingback: Nicole Rensmann – Schriftstellerin. Bloggerin. » Kolumne: Die Bibel – selbst verlegt?! Oder braucht ein Autor noch einen Verlag?

  2. Hallo Heiko,

    da bin ich überfragt, da ich kein Prime Mitglied bin. Ich sehe also nur die andere Seite. In den anderen Ländern müsste das aber eigentlich schon länger möglich gewesen sein, aber auch da wurde erst ab Dezember ausgeliehen. Ist ja auch wurscht, es ergänzt ja nur die Statistik! 🙂

    Beste Grüße, Nicole

  3. Zum Thema verleihen: War das nicht in Deutschland bei Amazon erst ab November 2012 für Prime-Mitglieder möglich?

    Grüße,
    Heiko

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