Wenn keiner eine Entscheidung fällt.

firnis_fastorignalWie die Stadt Remscheid mit meinem fehlenden Weihnachtsgeschenk zusammenhängt.

Im Roman Firnis ließ ich einen eher unbekannten Maler aufleben: Ferdinand Hermann Moritz. Seine Bilder sind nicht großartig, keinesfalls weltklasse, dennoch habe ich intensiv über ihn recherchiert. So nahm ich an seinem Leben teil und er wurde zu einem Teil meiner Geschichte. Der Wunsch eins seiner Bilder zu besitzen wuchs aus diesem Grund. Doch käuflich sind diese kaum zu erwerben, da die geringe Anzahl seiner Gemälde – wenn überhaupt – bei Privatpersonen sein dürfte und einige weitere Exemplare im Archiv der Stadt Remscheid aufbewahrt werden. Zu Zeiten der Firnis-Recherche lagen seine Bilder auf dem Speicher, unrestauriert, teilweise beschädigt. Ich durfte sie alle live betrachten und Fotos davon machen.

Für eine intensive Pflege und Wiederherstellung der Leinwände hat die Stadt kein Geld. Das verstehe ich. Nun wollte mein Mann mir ein besonderes Weihnachtsgeschenk machen. Er telefonierte und fragte, er horchte und ließ suchen. Erfolglos. Bei der Stadt Remscheid fühlte sich leider keiner dafür verantwortlich eins der Bilder von Ferdinand Hermann Moritz von seinem unrestaurierten Speicher-Dasein zu befreien – weder gegen Bares (was Geld in die Stadtkasse hätte bringen können) – noch als Leihgabe. Schade. Die Bilder werden also weiterhin vor sich hingammeln müssen, obwohl doch zumindest eins die Chance auf ein besseres Leben bei mir hätte haben können. Ich besitze jetzt einen Druck eines seiner Gemälde. Immerhin.
Aber die Idee war toll. Danke dafür! 😉

2 Kommentare:

  1. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 30.12.2013 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

  2. Sehr gerne! 🙂

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