Let’s Dance – Eine Nostalgiegeschichte

Meine Tanzschuhe von? Ich erzähls gleich!

Meine Tanzschuhe von? Ich erzähls gleich!

Hast du Lust auf ein bisschen Nostalgie, die sich mit der Gegenwart vermischt? Nein, keine Prosageschichte, kein Gedicht, nur ein Teil aus meinem Leben. Erzählt hab ich es dir auf jeden Fall noch nicht.

Nach der Konfirmation, da war ich noch jung – 14 – das ist fast 30 Jahre her – gingen Jungs und Mädels in die Tanzschule. Das war damals wirklich so. Es stellte sich nicht die Frage, ob, sondern nur in welche Tanzschule. Davon hatten wir in Remscheid zwei: Tanzschule Liedtke (heute Tanzschule Woite) und Tanzschule Wieber. Und natürlich wurde die Tanzschule besucht, in die auch alle Freunde gingen. Das ergab sich irgendwie, wie sich das in den großen oder kleinen Gruppen immer ergab. Bei mir war schon von Haus aus vorbestimmt, dass ich zur Tanzschule Liedtke gehen würde, denn meine Eltern gehörten dort zu den Stamm-Tänzern. Nein, nein. Keine Profitänzer, aber sie tanzten sehr viele Jahre und das auch ziemlich gut. Zum Glück gingen auch all meine Freunde zum Liedtke.

Ich habe sehr gerne getanzt. Damals, als ich noch so jung und biegsam war, obwohl ich mich nicht an Hebefiguren erinnern kann, wie das heute im TV bei Let´s Dance gezeigt wird. Alle paar Monate gab es neue Kurse. Anfänger, Anfänger II, Fortgeschrittene. Wir bekamen einen Tanzausweis „Deutsches Tanz-Abzeichen“. Ich habe ihn noch … zur Hälfte. Wo der Rest davon geblieben ist? Ich weiß es nicht. Vermutlich hat irgendein Kind, ein Hund oder eine Katze diesen Teil verschleppt oder vergraben.

Nun, mit der Zeit veränderte sich die ursprüngliche Clique: Die Einen gingen, andere kamen. Mit einem festen Tanzpartner – Sven – legte ich auch Bronze, Silber, Gold ab. Ob ich gut war? Nein, nicht besonders. Ich konnte tanzen, ich tanzte gern. Tanzen ist Befreiung, vergessen, Tanzen hat etwas von Freiheit und macht wahnsinnig viel Spaß. Irgendwann beendete ich das Tanzen. Leider.

Mein erster Abschlussball-Pass; Hier trugen sich die Tanzpartner für die einzelne Tänze ein. Das war jedes Mal sehr aufregend.

Mein erster Abschlussball-Pass; Hier trugen sich die Tanzpartner für die einzelne Tänze ein. Das war jedes Mal sehr aufregend.

Sehe ich mir die Fotos  der Abschlussbälle an, stelle ich fest, dass uns damals wenig von Haltung beigebracht wurde. Schade, aber beim Tanzen wurde eher der gesellschaftliche und soziale Aspekt gefördert.

Abschlussball? Ja. Nach jedem Kurs gab es einen Abschlussball, bei dem auch die Eltern teilnehmen durften. Das war ein großes Spektakel mit Blumen und Tanzaufführung. Eine richtig große Sache mit viel Aufregung und hektischen Flecken und tollen Kleidern. Wahnsinnig schön.

Schaue ich heute Let’s Dance  – und ich gucke es immer, schon seit Jahren – dann denke ich: »Ob ich jemals so hätte tanzen können?« Wenn ich ehrlich bin: Vermutlich nicht, aber träumen ist ja erlaubt und glücklicherweise auch schmerzfrei.

Mein Tanz-Remake

2010 dann mein persönliches Remake: Das Tanzparkett und ich. Wow. Neue Schritte, alles anders und doch manches wiedererkannt. Oben links in diesem Artikel, das sind nicht meine alten Tanzschuhe –  damals war das nicht so wichtig. Das sind meine, die ich erst vor einiger Zeit wieder ausgezogen habe – der Rücken, du weißt schon. Tanzen gibt ein tolles Lebensgefühl, ist aber ein wirklich harter Sport, wenn er mit nur ein bisschen Ehrgeiz betrieben wird. Ich erinnere mich nicht, dass ich in jungen Jahren blaue Flecke an Oberschenkel und Armen oder Muskelkater deluxe hatte. Das lag alleine schon daran, weil wir früher keine Fallfiguren getanzt haben, doch als ich wieder mit dem Tanzen begann – 2010 in der Tanzschule Dance – da fielen die Damen öfters. Nicht auf den Boden, sondern in die Arme des jeweiligen Tanzpartners. In meinem Fall, mein Mann. Abschlussbälle gab es nach den Kursen nicht mehr und auch sonst hat sich viel verändert. Aber das Gefühl, beim Tanzen alle Sorgen vergessen zu können, bleibt – auch dreißig Jahre später. 

Aktuell bleibt nur die Erinnerung und die Freude an den Tänzen, den Bewegungen und der Musik, wenn ich Let’s Dance (RTL) sehe. Ich mag diese Show. Mein Favorit? Na, Alexander Klaws. Und wenn nicht viel passiert, wird er wohl diesmal auch den Pokal holen. Casting-Shows scheinen ihn, als Sieger der ersten DSDS-Sendung, zum Sieg zu bringen. Ich finds toll!

Hier, ich hab dir noch ein paar Bilder aus meiner Tanzschulzeit rausgesucht. 80-iger Jahre-Flair. 🙂 Die Bilder werden größer, wenn du drauf klickst.

Und wie war das bei dir? Bist du auch in die Tanzschule gegangen und hast darauf gehofft, dass dich DER Prinz auffordert? 😉

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© Grafiken, Fotos, Text: Nicole Rensmann

 

7 Kommentare:

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  3. Ja, so war das damals … 🙂

    Frisuren und Glanzklamotten, alles ganz normal. Ging definitiv viieeel schlimmer. 😉 😀

  4. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 06.04.2014 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

  5. Die Kleider waren natürlich nur deshalb so schön, weil die richtige Frau drin steckte!

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