Gelesen: »Ich bin dann mal schlank« von Patric Heizmann

"Ich bin dann mal schlank" von Patric Heizmann, Draksal Verlag

„Ich bin dann mal schlank“ von Patric Heizmann, Draksal Verlag

Im aktuellen Veganer Trend gehen andere Essgewohnheiten ein bisschen unter. Da kam mir das Thema Low Carb, das mir gleichzeitig aus mehreren Ecken zugetragen wurde, genau richtig.
Low Carb ist nichts anderes als Essen mit wenig oder ohne Kohlenhydrate. Das klingt einfach, ist aber schwierig zu praktizieren. Kohlenhydrate sind in sehr vielen Produkten enthalten und ein wichtiger Energielieferant. Doch Brot, Nudeln, Reis, Hirse, Haferflocken, Couscous und natürlich Chips & Knabberzeugs gehören u.a. bei einer Low Carb Ernährung nicht oder nur in sehr geringen Mengen auf den Speiseplan. Als Diät bietet Low Carb in jedem Fall eine gute Alternative, obwohl ich ja immer der Meinung bin: Weniger (essen) bringt mehr (beim Abnehmen). Aber jeder muss für sich selbst herausfinden, mit welcher Nahrungszufuhr er glücklich wird und welche Ernährung dauerhaft zum Traumgewicht führt.
Ich habe, toitoitoi, keine Gewichtsprobleme. Das hängt bestimmt zum Teil mit einem guten Stoffwechsel zusammen, aber ich achte auch darauf was und wie ich esse. So fand ich in »Ich bin dann mal schlank« zahlreiche Anregungen bei denen ich aus Erfahrung behaupten kann: Passt.

»Ich bin dann mal schlank« – Kochbuch von Patric Heizmann, 120 leckere Rezepte, mit Rezepten von Hajo Jäger und Fotos von Udo Bojahr

Auf gut 160 Seiten empfiehlt Patric Heizmann nach „seiner“ Heizmann-Methode eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die zum Erfolg führen soll. Auf ansprechende Art und Weise erklärt er die Änderung des Ernährungsplans und unterstützt im Kampf gegen den inneren Schweinehund. Alle seine Tipps sind leicht durchzuführen und in den normalen Alltag zu integrieren. Hier geht es nicht darum, auf Produkte zu verzichten, sondern sich dauerhaft bewusster zu ernähren. Dabei ist alles erlaubt, auch Kuchen.

Patric Heizmanns Tipps machen schlank. Denn es kann so einfach sein: Jegliche gesüßten Getränke vom Speiseplan streichen, keine süßen Snacks wie Schokolade oder Kuchen für zwischendurch. Lieber zu rohem Gemüse oder Obst greifen. Die Mahlzeiten klein halten und mit Genuss essen. Das macht schneller satt und somit auf Dauer schlank. Wer seinen Lebensstil dann noch mit Sport abrundet – Perfekt!

Neben all den Lebensweisheiten gibt es auch sehr leckere Rezepte, die mit wenig Aufwand nachgekocht werden können.
Toll sind die Choco-Cantuccini (S. 142) oder das Fladenbrot mit Gemüsecurry (S. 70/71) oder der Tomaten-Rucola-Aufstrich (S. 48) oder … oder … Hier finde ich wirklich viele, leckere Rezepte, auf die ich Appetit bekommen habe.
Bei einigen Zutaten schlägt Patric Heizmann als Zuckerersatz Stevia vor. Da bin ich etwas skeptisch. Stevia wird zwar aus einer Pflanze gewonnen, schmeckt aber anders als Zucker und gibt den Lebensmitteln einen befremdlichen Geschmack. Mit der Zeit gewöhnt sich der Gaumen vermutlich daran, ich denke jedoch, es geht auch anders. Denn Stevia ist nicht günstig. Wer normalen Zucker in homöopathischen Dosen verwendet, erhält den bekannten Geschmack, spart aber Geld und Kalorien. Denn wer selbst kocht, (fast) alles selbst herstellt und nicht mehr auf Fertigprodukte zurückgreift, wird schnell merken, dass der reduzierte Zuckeranteil auch einiges an Körpergewicht schmelzen lässt.

Auch bei selbstgekochter Marmelade würde ich kein Stevia verwenden. Mit 2:1 Gelierzucker wird die Zuckermenge reduziert, die Fruchtsüße hervorgehoben. Um die Hüften legt sich die Marmelade jetzt nur dann, wenn ein Glas pro Tag verdrückt wird. Aber dünn auf EINER Scheibe selbst gebackenem Vollkornbrot (ohne Butter) schmeckt super und ist gesund. Jetzt, wenn die Erdbeerzeit wieder losgeht, freue ich mich schon auf meine erste frisch gekochte Erdbeermarmelade – verfeinert mit Vanille, Tonkabohne oder Minze. Dieser Duft, der Geschmack – so leckerlieblichzuckersüß!

Außer Marmelade fülle ich seit gut einem Jahr auch Saucen und vor allem Ketchup nach Eigenproduktion ab. Denn in Fertigsaucen oder Ketchup aus dem Supermarkt steht Zucker nicht selten an erster oder zweiter Stelle.
Auf Seite 37 präsentiert Patric Heizmann auch sein Ketchup-Rezept, das neben Tomaten und Zwiebeln auch Möhren und zahlreiche Gewürze enthält, aber keinen Zucker. Das klingt sehr lecker.

Nics Ketchup

Nics Ketchup

Hier ist mein Ketchup-Rezept

  1. 2 kleine, rote Zwiebeln würfeln und mit zwei Eßlöffel Tomatenmark in Olivenöl anrösten.
  2. 1 rote Paprika würfeln und kurz mit andünsten.
  3. 3 Dosen geschälte Tomaten dazu geben. Ich nehme keine frischen Tomaten, weil die geschälten Dosentomaten meist viel tomatiger im Geschmack sind und ich mir das Abziehen der Haut erspare.
  4. Einen guten Schuss Rotweinessig – je nach Geschmack. Einfach mal ausprobieren. Aber beachten: Warm mag der Ketchup gut gewürzt schmecken, doch wenn er kalt wird, dann wird der Geschmack von Essig etc. deutlich geringer. Darum lieber ein bisschen überwürzen.
  5. Köcheln lassen.
  6. (Alternativ: Rosmarin und Thymian dazugeben)
  7. Mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten.
  8. Mit Salz, einer Prise Zucker und Pfeffer abschmecken.
  9. In abgekochte Gläser oder eine Flasche füllen. Hält mehrere Monate bei kühler und dunkler Lagerung. Prinzipiell. 😉

Ich verwende den Ketchup auch zum Würzen von Dips oder – wenn es mal schnell gehen muss – als Pasta-Sauce und kippe ihn einfach über die fertig gekochten Nudeln. Passt auch super zu Reis und Kartoffeln. Wenn ich Ketchup mache, verdopple ich meist die Menge, damit ich einen kleinen Vorrat habe.

Fazit: Kleinere Mahlzeiten, nichts zwischendurch essen oder Gemüse knabbern, Zucker reduzieren und auf ungesüßte Getränke umstellen. Dazu ein bisschen Sport und eine abwechslungsreiche Ernährung. Klingt alles gar nicht so schwer, wenn der innere Schweinehund nur die Klappe halten würde! 😉
Auf jeden Fall:  »Ich bin dann mal schlank« ist sehr empfehlenswert!

P.S. Eigentlich wollte ich das Buch ja verschenken, doch nun fürchte ich, muss ich mir was Neues einfallen lassen, denn die Rezepte hätte ich gerne in meiner Nähe.

 

 Patric Heizmann
»Ich bin dann mal schlank« – 120 leckere Rezepte
Draksal Verlag, April 2010
160 Seiten
ISBN  978-3932908637
17,95 €

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Der Verlag bietet zahlreiche Informationen mit Leseproben und Videos. Eine Bestellung ist dort auch möglich. Alternativ kann das Buch im Buchhandel vor Ort oder in der Buchsammelbestellung bei amazon bestellt werden. »Ich bin dann mal schlank« ist auch als eBook erhältlich. 

 

Webtipps:

© Cover: Draksal Verlag
© Fotos / Text: Nicole Rensmann

Buch aus meinem persönlichen Bestand.

 

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4 Kommentare:

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