Vorzugsschmankerl: Lesprobe aus NIEMAND Mehr – 1.Kapitel

Offizielle Webseite zu NIEMAND www.wer-hat-angst-vorm-schwarzen-mann.de

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Es kann ja nicht angehen, dass ich – als Schriftstellerin – nur noch Backrezepte, Produkttests und anderen Kram poste. Nö. Sicher: „Niemand Mehr“ braucht noch ein Bisschen Mehr. Aber ich möchte euch  nicht am langen Arm verhungern lassen, dafür sind meine Arme nicht lang und schon gar nicht stark genug. Das könnte das Wurzelmännchen sicherlich besser, wenn Nina nur wüsste, wo sich das versteckt hält. Ganz ehrlich: Ich weiß es auch noch nicht so genau, aber ich weiß, wer bei ihm ist.

Na gut. Weil du es bist, weil ihr es seid – die NIEMAND-Fans, eine kleine Leseprobe. Änderungen sind natürlich vorbehalten. Nicht, dass mich später ein Jemand auf exakt diese Zeilen festnageln möchte. Sähe übrigens auch ziemlich doof aus. Also:

Auszug aus „Niemand Mehr“ – Nächster Teil aus dem NIEMANDSLAND, in dem NIEMAND regiert.

1. Kapitel

In den letzten Monaten dachte Nina nur dann nicht an das Land, das ihr Arschkriecher, Arschlöcher, den Feigen Hund und einen Drecksack zu lieben gelehrt hatte, wenn sie schlief – im Traum begegnete sie der ABK, die sie Lilly getauft, und dem Wurzelmännchen, auf dessen Schulter sie gesessen hatte. Hinter geschlossenen Lidern kämpfte sie ihre Schlacht gegen die rote Armee. Tote und deren Seelen, eingesperrt in Edelsteinen, verewigt auf dem Thron, wanderten durch ihre Albträume. Und sie träumte von dem Jungen, der längst ein Mann geworden sein musste, den sie zurückgelassen hatte, in diesem Land. In ihrem Land. Zehn Jahre war sie der Grenze ferngeblieben. Zehn Jahre in denen ihre Erinnerungen verblasst waren und sie an ihren bunten Träumen verzweifelte. Sie wusste zwischen Realität und Irrsinn, der sich seit wenigen Wochen nicht nur in ihren Schlaf schlich, sondern tagsüber an Kraft gewann, kaum noch zu unterscheiden.
Besäße sie den Mut, den richtigen Weg einzuschlagen, würde sie die Zweifel ausräumen und die Wahrheit erfahren. Doch welchen Weg war der richtige?

Nina ging schneller. Sie hörte die Schritte hinter sich.

Seit sieben Monaten hätte sie herausfinden können, ob Verstand oder Erinnerung die Wahrheit flüsterten. Nina hatte den Wald gemieden, denn der Mut war in dieser Welt nicht ihr Begleiter, auch jetzt schien er dort zu sein, wohin es sie drängte, ihr Verstand sie jedoch von fernhielt. Eines Tages, wenn sie sicher war, dass dieses Land, ihr Land, nicht nur in ihren Träumen und in ihren täglichen Wahnvorstellungen existierte, würde sie die Grenzen überschreiten. Dann.
So feige. Denn. Wie konnte sie sicher sein, solange sie keinen Beweis darüber erhielt, dass sie nicht verrückt war? Nina hatte niemals darüber gesprochen, bis ihr selbst alles unwirklich erschienen war. Und doch dachte sie am Tag daran und träumte in der Nacht davon. Von ihm. Von ihrem Land. Von allen, die dort lebten und von allem, was geschehen war. Zu viel für ein vierzehn Jahre altes Mädchen, das sie damals gewesen war. Viel zu viel.

Die Schritte wurden lauter. Sie kamen näher. Zum ersten Mal traute sich ihr Verfolger dichter an sie heran. Schritte eines Stalkers. Ein Spinner in jedem Fall. Er zeigte sich ihr nie. Oder gehörten die Schritte zu einer Frau? Nein. Nina glaubte seit Wochen den Gang eines Mannes hinter sich zu hören. Sie hatte eine Anzeige bei der Polizei aufgeben wollen, doch die Beamten hatten abgewunken. Gegen wen?, hatten sie gefragt, einen Unsichtbaren? Und sie ausgelacht. Kacknasen.

….

Fortsetzung folgt.

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