Vom Backen: Apfeltarte mit Mirabellenkonfitüre und gerösteten Mandelblättchen

Apfeltarte mit Mirabellenkonfitüre und gerösteten Mandeln

Apfeltarte mit Mirabellenkonfitüre und gerösteten Mandeln

Der Titel klingt ein bisschen überspannt, aber Apfeltarte solo wird dieser Tarte nicht gerecht. Außerdem wird so klar, was drin ist – oder besser: drauf. Diese Tarte ist ein gutes Beispiel, wie ich Reste verwerte. Im Kühlschrank lagen noch drei nicht mehr so knackige Äpfel. Apfelmus brauchte ich nicht. Kuchen geht aber immer. Apfelstreuselkuchen mag ich zwar auch, aber Tartes finde ich klasse – in kleinen oder großen Varianten probiere ich zurzeit sehr viel aus. Eine Tarte erschien mir für die Äpfel genau richtig.

Die Tarte-Form

Meine erste Tarte-Form war aus sehr weichem Silikon und einem Boden der auf Waben stand. Nur ein fast flüssiger Teig ist für diese Form geeignet. Mürbeteig funktioniert nicht. Ein weicher Schoko-Boden lässt sich darin aber sehr gut zubereiten. Doch je nach Konsistenz war das Herausheben oder Umstülpen kompliziert. Dafür fand ich jedoch nach einer Weile eine Lösung.

Kleines Tarte-Backformen-Sortiment

Kleines Tarte-Backformen-Sortiment

Meine nächste Tarteform war aus Keramik. Für Kuchen ungeeignet, weil es kaum möglich ist, die belegte Tarte herauszuhebeln. Ich backe darin nur Rhabarber-Crumble oder Erdbeer-Crumble und Gratin. Sieht hübsch aus und funktioniert prima.
Danach kaufte ich mir erst einmal eine Art Riesenspachtel – Kuchenretter heißt das Teil und ist wirklich genial. Denn mit dem Kuchenretter, der preislich unter zehn Euro liegt, lassen sich jegliche Kuchen und Torten aus den Formen oder von einer Platte auf die nächste heben. Super.

Der Kuchenretter! Dieser hier ist von der Firma Zenker.

Der Kuchenretter! Dieser hier ist von der Firma Zenker.

Trotzdem bin ich dann erst einmal von große auf kleine Tarteformen umgeschwenkt. Eigentlich sind es Torteletts-Formen aus flexiblem Silikon von Lurch. Ich liebe sie. Das in der Verpackung liegende Rezept funktioniert prima. Zwischenzeitlich wandle ich es auch mal ab. Dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.

Dann hatte Tchibo eine Tarte-Form mit herausnehmbarem Boden (Foto Mitte). Leider gibt es die Form bei Tchibo zurzeit nicht. Aber auch von der Firma Kaiser gibt es eine Quicheform mit Hebeboden (auch mit Glas), und die ist auch für Tartes geeignet.
Zeit zum Backen.

Tortellets bzw. kleine Tartes - Ich verwende den gleichen Teig auch für eine große Tarteform.

Tortellets bzw. kleine Tartes – Je nach Belag verwende ich den gleichen Teig auch für die große Tarteform.

Grundrezept Mürbeteig Tarteboden

90 g Zucker,
10 g Vanillezucker (selbstgemacht) und
1 Ei
schaumig rühren.
200 g weiche Butter  einrühren,
300 g Mehl und 1 Teelöffel Backpulver dazugeben.

Hast du keinen Vanillezucker, nimmst du einfach 100 g Zucker. Magst du es vanilliger, nimmst du mehr Vanillezucker und weniger „normalen“ Zucker. Anstatt Vanillezucker kannst du auch Orangen- oder Zitronenzucker verwenden. Das gibt eine spezielle Note und schmeckt je nach Belag superlecker.

 Wer den Boden perfekt möchte, der sollte den Teig ausrollen und dann vorsichtig in die gefettete Tarteform legen. Dann wird der Boden schön gleichmäßig, aber es geht natürlich auch anders: Tarteform einfetten, Teigklumpen reinlegen und so glatt wie möglich verteilen und festdrücken – Hände und Löffel gehören ja in jede Küche! 😉

Der Belag

Apfeltarte mit Mirabellenkonfitüre und gerösteten Mandeln

Apfeltarte mit Mirabellenkonfitüre und gerösteten Mandeln

Wenn es um Resteverwertung geht, dann nehme ich den Apfel, der weg muss. Da wir jedoch Äpfel mit einem guten sauren Geschmack mögen, passt das zum Backen. Besonders lecker finde ich zurzeit die Apfelsorte Wellant.

  • 2  große Äpfel schälen, entkernen und in schmale Schiffchen schneiden.
  • Mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
  • Den Boden belegen.
  • Zimt und Zucker mischen und über die Äpfel streuen (wer keinen Zimt mag, lässt diesen Schritt einfach weg).

Die Tarte nun bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen.

Die Garnitur

Den Kuchen ein bisschen abkühlen lassen. Wenn er lauwarm ist, ca. 100 g Mirabellenkonfitüre erhitzen und über die Äpfel streichen. Du kannst auch Aprikosenkonfitüre verwenden. Anschließend Mandelblätter in einer Pfanne ohne Fett anrösten und den Kuchen nach Belieben damit verzieren.

Mit Zimt-Sahne schmeckt die Apfeltarte besonders lecker.

Guten Appetit!

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Ein Kommentar:

  1. Pingback: Nicole Rensmann bloggt! » Früchtezeit = Konfitüren- und Marmeladenzeit!

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