Gehört: »Sing meinen Song« und »Meile für Meyle« von Gregor Meyle

© Cover: Sing meinen Song (Vox) - Allstars

© Cover: Sing meinen Song (Vox) – Allstars

»Sing meinen Song – Das Tauschkonzert« hat nicht nur mich begeistert. Der Erfolg zeigt: Hier wurde ein Format gewählt, das viele Musikfreunde angesprochen hat. Die Auswahl der Musiker war perfekt, die Umsetzung toll. Doch darüber habe ich mich schon einmal ausgelassen.

Die CD zur Sendung gibt es schon seit einiger Zeit, längst wurde eine Deluxe-Version hinterher geschoben. Für alle, die sich die erste CD gekauft haben ein kleines Ärgernis, das die Freude über gute Musik und kleine Neuentdeckungen trübt. Durch »Sing meinen Song« habe ich Gregor Meyle für mich entdeckt. Ein Typ, eine Stimme, Musik und Texte – einfach fein.

 Zwei Empfehlungen in einem.

»Sing meinen Song – Das Tauschkonzert«

15 Songs für 15,99 € bietet die erste CD. Die mp3-Version enthält 2 Songs mehr, kostet aber nur 8,99 €. Die Auswahl ist bunt gemischt und macht – so wie in der Sendung – Spaß, auch wenn es sich um Studioaufnahmen handelt.

Meine Favoriten: Sarah Connor mit Gregor Meyles „Keine(r) ist wie du“ und Andreas Gabaliers „Zuckerpuppen“.  Und ich war nie ein Sarah Connor-Fan, aber diese Versionen singt sie phantastisch. Bei „Keiner ist wie du“ schießen mir immer die Tränen in die Augen. Bei „Zuckerpuppen“ kann ich kaum still sitzen.
Sandra Nasic überzeugt mit Roger Ciceros „In diesem Moment“ – deutsch steht der Frontfrau von den Guano Apes wirklich gut. „Bounce“ von Sarah Connor macht sie zu ihrem eigenen Stück.
Xavier Naidoo singt „Du bist das Licht“ von Gregor Meyle als sei es sein Song. Passt perfekt zu ihm.
Roger Ciceros Version „This is my time“ von Sasha geht immer noch ins Ohr. Mein Sohn singt den Song oft und dann weiß ich wieder, er hat die gleiche Musik gehört wie ich.
„Zieh die Schuh aus“ von Roger Cicero hat Sasha adoptiert – war doch immer seiner, oder nicht?

Ach, was soll ich jetzt jeden Song beleuchten.

Fazit: Die Auswahl ist toll. Hören!

Einen kritischen Ton muss ich allerdings noch anschlagen: Ich habe die Platte drei Tage bevor die Deluxe-Version herauskam, gekauft. Das ist soweit ja mein Problem, doch obwohl ich »Sing meinen Song – Das Tauschkonzert« auf Facebook verfolge und logischerweise die Sendung sehe, wurde von der Deluxe-Version sehr spät berichtet. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich nicht die „normale“ Version gekauft.

Die Deluxe-Ausgabe besteht aus 2 CDs und einer DVD = 44 Songs, 13 davon auf der DVD und kostet 21,99 €.
Die dazu passende mp3 Version bietet somit nur 31 Songs für 13,99 € – 14 mehr als die „normale“ mp3-Version.
Kaufe ich nun die Deluxe-mp3 Version zahle ich zu den 8,99 € noch mal 13,99 € und habe einige Songs doppelt. Lade ich mir nur die fehlenden Songs runter, ist das nicht nur mühselig, sondern auch teurer. So oder so: Hier hat sich eine falsche Note in die Sendung gemogelt.

  © Cover: Meile für Meyle von Gregor Meyle

© Cover: Meile für Meyle von Gregor Meyle

»Meile für Meyle« von Gregor Meyle

Gregor Meyle kannte ich vor »Sing meinen Song« nicht. Das ist schade, aber dieses Defizit ließ sich jetzt beheben. Welch Glück!
Sechs Platten hat Gregor Meyle bisher veröffentlicht. Ich entschied mich für »Meile für Meyle« (2012). Darauf befinden sich auch „Keine ist wie du“ – den Song, den Sarah Connor zu „Keiner ist wie du“ gemacht hat – und „Du bist das Licht“. Xavier Naidoo machte dieses Lied zu seinem. Jetzt konnte ich auch die Originalfassungen hören.

Gregor Meyle singt. Ein Liedermacher, Chansonsänger, ein bisschen Swing hier, manchmal jazzig. Kein Pop, kein Einheitsbrei. Das macht seine Musik aus. Die Texte sind voller Tiefgang, melancholisch und Sehnsucht, Trost. Manchmal lustig und frech, voll verliebt („Hätt nix dagegen“). Seltener wählt er einen gesellschaftskritischen Ton wie bei  „Keine Macht den Pessimisten“.

Ich habe mich in irgendeiner Form in allen Liedern von »Meile für Meyle« wiedergefunden, fühlte mich angesprochen, manchmal sogar besungen, als hätte Gregor Meyle in meine Seele geschaut. Ein Gleichklang, der mich nachdenklich gestimmt, traurig gemacht und Sehnsüchte geweckt hat. Aber soll Musik nicht genau so sein? Emotionen wecken. Spaß machen. Zum immer wieder hören. Danke dafür. Danke an »Sing meinen Song«, denn ohne die Sendung wäre ich nie auf Gregor Meyle gestoßen, und das wäre wirklich mehr als schade gewesen.

Die CD kostet 11,99 €, die mp3 7,99 € – beide Versionen enthalten 11 Songs. 

Fazit: Einzigartig gut!

»Meile für Meyle« war nicht das letzte Album, das ich mir von Gregor Meyle gekauft habe, und das sagt doch alles!

 

 

© Cover bei den jeweiligen Interpreten und Plattenfirmen.

Ein Kommentar:

  1. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 10.06.2014 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.