Vom Kochen: Couscous-Salat / Nudelsalat / Rote Bete-Salat

Nics Rote Bete Salat

Rote Bete Salat á la Nicole

Der Sommer bietet uns ein Gastspiel, vermutlich kurz aber heftig, so wie wir es gewohnt sind. Darum schnell den Grill abgestaubt, Kohlen und Grillgut – Fleisch und Gemüse – gekauft. Dazu gehören natürlich Dips und Salate.
Ich mag sehr gerne frische Salate. Z.B. Rucola mit Kirschtomaten oder Erdbeeren, dazu eine süß-saure Vinaigrette und geriebener Parmesan. Sehr lecker. Auch ein Eichblattsalat mit Radieschen, Gurke, Tomaten, frisch Kräuter und Joghurtsauce esse ich gerne. Geschnibbelt werden muss auf jeden Fall immer, und auch die nachfolgenden Rezeptideen sind ein bisschen aufwendig.
Die ersten beiden Salate habe ich erst kürzlich für einen Klassenausflug meines Sohnes gemacht, bei dem auch gegrillt wurde. Übrig geblieben ist nichts. Die Mengen waren allerdings etwas mehr als unten angeben. Das darf und soll natürlich nach Bedarf angepasst werden.

 

Couscoussalat á la Nicole

Couscoussalat á la Nicole

Couscous-Salat (vegan / vegetarisch)

Zutaten & Zubereitung

  • 350 g Couscous in eine Schüssel geben,
  • 500 g  heiße Gemüsebrühe (nach und nach einschütten) und
  • 3 EL Olivenöl* und
  • den Saft von 2 Zitronen sowie den Schalenabrieb einer Zitrone dazu geben.
  • Hin und wieder umrühren, damit der Couscous schön locker bleibt.

Währenddessen:

  • 1 rote Zwiebel, kleingehäckselte Knoblauchzehe und
  • 2-3 kleingeschnittene Möhren in etwas Olivenöl*, einem kleinen Stück Butter und 2 EL Tomatenmark anschwitzen, dazu je 1 Prise Salz & Zucker* geben
  • Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  • je 1 rote und gelbe Paprika klein schneiden
  • 2 Mini-Schlangengurken schälen, Kerne entfernen und den Rest klein schneiden.
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, 3 -4 Blättchen Estragon und ca. 4-5 Blättchen Minze häckseln.
  • Nun die Kräuter, die kleingeschnittenen Paprika und die Gurken, sowie den Inhalt der Pfanne mit dem Couscous vermengen.
  • Mit Curry, Pfeffer, Salz und evtl. Rauchpaprika abschmecken. Wer es scharf mag, gibt noch etwas Chili dazu – frisch oder getrocknet.

Wichtig: Alle Zutaten sollten klein geschnitten sein.
Bis hierhin ist das Rezept vegan.
Wer eine vegetarische Variante bevorzugt, kann noch Fetawürfel unterheben.

Erklärung warum ich Zwiebeln, Knoblauch und Möhren kurz dünste

In diesem Salat schmeckt es besser und ist auch vom „Mundgefühl“ her angenehmer, wenn die Möhre zwar bissfest, aber nicht naturhart ist. Auch die Zwiebeln sind ein bisschen bekömmlicher und geschmacklich viel intensiver, wenn ich sie vorher in der Pfanne kurz andünste.

Wie ich auf dieses Rezept kam?

Couscous koche ich öfters und variiere dann mit weiteren Zutaten und Gewürzen. Was passt dazu? Was könnte schmecken? Der Salat ist ähnlich entstanden, allerdings habe ich ihn nur einmal gemacht und das passte gut. Erst dann schreibe ich die Rezepte auf, damit ich die Zusammensetzung und die Zutaten nicht vergesse.

Nudelsalat á la Nicole

Nudelsalat á la Nicole

Nudelsalat (vegetarisch)

Zutaten & Zubereitung

  • 500 g Nudeln in Salzwasser kochen, erkalten lassen
  • ca. 250 g TK-Erbsen und 250 g TK-Mais auftauen lassen
  • alternativ: 1 Dose Erbsen und 1 Dose Mais öffnen, kurz mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
  • 1 rote Paprika klein schneiden, gern auch zwei – ist ein schöner Farbtupfer
  • 6 saure Gurken klein schneiden (es können auch 5 oder 8 sein, je nach Geschmack und Größe).
  • ca. 300 g Gouda (ich nehme gerne mittelalten) oder Emmentaler in kleine Käsewürfel schneiden
  • Alle Zutaten miteinander vermengen.
  • In einer zweiten Schüssel 1 Glas gute Mayonnaise geben, mit ca. 100 g selbstgemachtem Ketchup mischen. Wer den nicht hat, lässt den Ketchup einfach weg. Ketchup aus dem Handel eignet sich nicht, weil er zu süß ist.
  • Die Mayonnaise durchrühren und mit Salz, Pfeffer, Curry und scharfem Paprikapulver abschmecken.
  • Alle Zutaten nun miteinander vermengen.

Der Salat schmeckt super, wenn er ein bisschen durchgezogen ist, darum möglichst schon vormittags für den Abend vorbereiten.

Fleisch-Alternative

Wer den Salat gerne mit Fleisch möchte, dem empfehle ich eine gute Fleischwurst ohne Knoblauch vom Metzger. Ich könnte mir aber auch Thunfisch oder gekochten Schinken darin sehr gut vorstellen.

Wie ich auf dieses Rezept kam?

Einfach so. Aus Kindertagen kenne ich Nudelsalat mit Erbsen, Mais und Fleischwurst. Für Fleischwurst brauchte ich einen Ersatz: Käse erschien mir durchaus angebracht. Außerdem wollte ich einen farblichen Tupfer im Salat und dafür eignete sich rote Paprika sehr gut.

 

Rote Bete-Salat mit karamellisierten Walnüssen (vegetarisch / vegan)

Rote Beete Salat mit karamellisierten Walnüssen á la Nicole

Rote Bete Salat mit karamellisierten Walnüssen á la Nicole

Zutaten & Zubereitung

  • 4 mittelgroße Rote Bete-Knollen
  • 2 säuerliche Äpfel, z.B. Braeburn
  • 1 Becher Schmand
  • 250 g Frischkäse pur / natur
  • 1 Zitrone
  • Pfeffer, Salz, Zucker*
  • Außerdem: Zucker, Walnüsse

Tipp: Den Frischkäse weglassen und 2 Becher Schmand verwenden. Veganer greifen zu einem Produkt aus Kokosmilch oder Soja.

Die Rote Bete-Knollen in reichlich Salzwasser kochen. Je nach Größe der Knollen dauert das 30 Minuten bis zu einer Stunde. Mit einem Fleischpicker lässt sich testen, ob die Rote Bete gut gegart ist. Abkühlen lassen und schälen.
Wer sich diesen Vorgang sparen will, bekommt auf dem Wochenmarkt fertig gegarte oder im Supermarkt eingeschweißte und vorgekochte Rote Bete.

Nun die Rote Bete klein schneiden.
Äpfel schälen, entkernen und ebenfalls klein schneiden.
Beides zusammen in eine Schüssel geben, vermengen.
Die Zitrone auspressen und den Saft darüber schütten. Vermengen.

Schmand und Frischkäse miteinander verquirlen, mit Salz und Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken. Dann über die restlichen Zutaten geben. Wieder vermengen. Noch mal abschmecken. Aber auf Zucker verzichten, denn durch die karamellisierten Walnüsse kommt genug Süße in den Salat.
Abdecken und zur Seite stellen. (Bei mir muss alles abgedeckt werden. Die Katzen dürfen zwar nicht auf die Küche, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es fliegen immer ein paar Haare durch die Luft, und die muss ich so gar nicht im Salat haben.)

In eine kleine Pfanne – es darf auch eine große sein – Zucker schütten, sodass der Boden bedeckt ist. So viele Walnüsse dazugeben, dass diese den Zucker beinahe bedecken. Nun die Walnüsse unter Rühren karamellisieren, dann auf Backpapier zum Abkühlen geben.
Sind die Walnüsse abgekühlt, das Backpapier wie einen Sack zusammenlegen und Aggressionen abbauen: Kräftig, aber vorsichtig den „Sack“ ein paar Mal auf die Küchenplatte knallen. Dann werden auch die dicksten Nüsse mundgerecht zerkleinert.
Die Walnüsse erst kurz vor dem Servieren unterheben.

Warum ich die Walnüsse karamellisiere?

Ich finde Nüsse im Salat zwar lecker, hasse es aber, wenn sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr knackig sind, also habe ich mir überlegt, die Walnüsse zu karamellisieren. Und das hat supergut geschmeckt.

Wie ich auf dieses Rezept kam?

Meine Oma hat früher zu Weihnachten immer Heringssalat gemacht. Den mochte ich sehr gerne, abgesehen vom Hering. Doch warum sollte der Salat nicht auch ohne Hering funktionieren? Rote Bete, Äpfel und Walnüsse – wer braucht da noch Fisch?

* Wer als Vegetarier und Veganer absolut sicher sein will, dass Zucker und Öl nicht mit tierischen Produkten in Verbindung gekommen sind, sollte auf Rohrohrzucker zurückgreifen und beim Öl darauf achten, dass es nicht mit Gelatine geklärt wurde. Das habe ich dankenswerterweise von Rolf Caviezel gelernt, nachdem ich sein Buch »Meine Veggie Küche« gelesen habe.

P.S. Ich möchte einfach nochmal auf die Selbstverständlichkeit hinweisen, dass ich nicht amüsiert bin, wenn meine Texte, Bilder oder Ideen geklaut werden. Ich freue mich, wenn meine Blogeinträge als Anregungen verwendet werden, aber ein kleiner Link ist nicht zu viel verlangt, oder? Sowas nennt sich vernetzen, was im NETZ der Sinn des Ganzen ist. Danke.

2 Kommentare:

  1. Pingback: Rote Bete-Salat mit karamellisierten Walnüssen und filitierten Orangenstückchen – Nicole RensmannNicole Rensmann

  2. Pingback: Gelesen: »Better Burger« von Ruben Wester-Ebbinghaus – Nicole RensmannNicole Rensmann

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