Vom Backen: Russischer Zupfkuchen – ein Klassiker neu aufgelegt

Nicole backt! Auf den Back-Kakao-Packungen steht schon seit Jahrzehnten ein Rezept vom Russischen Zupfkuchen, das ich viele Jahre gern verwendet habe. Doch seit ich so viel backe, hat sich mein Gefühl für die Backwaren irgendwie verändert. Früher hätte ich nie „Frei-Schnauze“ gebacken oder ein bestehendes Rezept nach meinem Gusto geändert. Heute trau ich mich das. Klar, klappt nicht immer, aber immer besser. Und so backe ich den Russischen Zupfkuchen seit einiger Zeit anders und manchmal auch in verschiedenen Variationen, zum Beispiel mit Orangenzucker, das gibt der Creme, aber auch dem Schoko-Teig eine feine Note, die ein bisschen an Weihnachten erinnert.

Mein Rezept

Der Teig

  • 100 g Zucker mit
  • 10 g Vanillezucker (sonst weglassen) und
  • 1 Ei schaumig rühren.
  • 100 g gemahlene Mandeln mit
  • 250 g Mehl
  • 40 g Kakaopulver
  • 1 Pck. Backpulver und
  • 1 Prise Salz vermengen und zu dem Zucker-Ei-Gemisch geben. Anschließend
  • 250 g zimmerwarme Butter klein schneiden und in den Teig kneten.
Russischer Zupfluchen mit vielen "Zupfen", wer es heller mag, nimmt einfach weniger Teig für die gezupften Brösel auf der Quarkfüllung.

Russischer Zupfluchen mit vielen „Zupfen“, wer es heller mag, nimmt einfach weniger Teig für die gezupften Brösel auf der Quarkfüllung.

Das funktioniert mit der Küchenmaschine sehr gut, denn jetzt kommen dazu (wer keine Schokolade da hat, lässt diesen Schritt weg).

  • ca. 30 g Blockschokolade, die im Wasserbad oder im Topf bei niedriger Temperatur zum Schmelzen gebracht wurde.

Im Gegensatz zum Originalrezept, bei dem weder Mandeln, Salz noch Schokolade zugegeben werden, ist der Teig jetzt deutlich weicher und nicht so bröselig. Das macht zwar die Verarbeitung schwerer, er schmeckt aber besser und ist im Mund weicher.

Ca.  2/3 Teig in eine gefettete Springform geben. In vielen Rezepten sollen Teige für eine Stunde in den Kühlschrank. Ich habe dafür nur wenig Zeit und Ausrollen ist in diesem Fall nicht nötig, darum: Löffel oder Finger mit Wasser anfeuchten und den Teig so glatt streichen. Das funktioniert auch. Den restlichen Teig brauchen wir für die „Zupfen“ auf dem Kuchen. Zuerst kommt jedoch

Die Füllung

  • 3 Eier mit
  • 150 g Zucker und
  • 1 EL Vanillezucker schaumig rühren. (Wer mag kann auch nur 100 g Zucker und 55 g Vanillezucker verwenden, aber nur, wenn er selbst hergestellt wurde.)
  • 500 g Magerquark und
  • 200 ml Sahne unterrühren
  • 1 Pck Vanillepudding
Jetzt fehlt nur noch der Kaffee!

Jetzt fehlt nur noch der Kaffee!

Im Originalrezept werden jetzt noch 250 g zimmerwarme Butter mit der Quarkmasse vermengt, sodass eine Buttercreme entsteht. Ich spare mir die, aus Kosten- und Kaloriengründen.

Die Füllung über den Boden geben und den restlichen Teig in kleinen Zupfen über die Füllung legen.

Bei 180 Grad Unter- und Oberhitze (kein Umluft, dabei fällt der Kuchen zusammen) für ca. 50 -60 Minuten backen – je nach Ofen.
Gartest: Nicht mit der Nadel reinpicken, sondern – wie auch beim Käsekuchen – vorsichtig an der Form wackeln. Ist in der Mitte der Teig noch beweglich. Den Ofen ausstellen und den Kuchen darin erkalten lassen. Das darf ruhig zwei oder drei Stunden dauern.

Geschmackliche Alternativen

Anstatt 1 TL Vanillezucker lieber 2 TL Orangenzucker  in Teig und in die Füllung geben.
Weihnachtlich wird der Kuchen mit z.B. Lebkuchengewürz, Nelken, Zimt oder Kaffeegewürz – davon zusätzlich einen glatt gestrichen Teelöffel des jeweiligen Gewürzes in den Teig geben. Von den Nelken aber weniger, denn die sind sehr stark vom Aroma und überdecken gerne alles andere. Im Kaffeegewürz und im Lebkuchengewürz sind Nelken schon drin.

Eine gute Tasse Kaffee oder Tee dazu und der Sonntag ist gerettet. Guten Appetit!

6 Kommentare:

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