Gelesen: »Sommersüße Erdbeerträume«

Sommersuesse Erdbeertraeume vonEndlich! Leckerlieblichzuckersüße Erdbeeren. Frisch vom Markt. Darauf freue ich mich seit dem Winter. Pur genießen, in Zucker getaucht, mit heißer Schokosauce oder Eierlikör. Erdbeeren auf oder im Kuchen, als Eis, im Dessert oder als Brotaufstrich. Erdbeeren im Müsli, für Zwischendurch oder eine Schüssel voll – nur für mich. Erdbeeren. Leckerlieblichzuckersüß.

Zu diesem Anlass hat der Verlag Bassermann Inspiration »Sommersüße Erdbeerträume« saisonal passend veröffentlicht.

Zum Buch

96 Seiten, verpackt in einem festen Einband. 36 Rezepte insgesamt. Ein Rezept pro Doppelseite inklusive Foto. Übersichtlich gestaltet mit kleinen Tipps – meist über dem Rezept.

»Sommersüße Erdbeerträume« präsentiert viele Torten, große oder kleine, mit hellem oder dunklem Teig, dazu Creme, Sahne, Quark und natürlich Erdbeeren.
Ab Seite 44 kommt die Erdbeere ins Glas oder in die Flasche: Konfitüre, Sirup oder Limonade, Schnaps und vieles andere machen richtige Sommerlaune.
Mit Erdbeer-Paprika-Relish wird es einmal deftiger. Der Rezeptautor empfiehlt dazu eine Käseplatte.

Auffallend ist die häufige Verwendung von Gelatine, Gelatine-Fix und Tortenguss, auf die ich in meiner Küche grundsätzlich verzichte und somit manche Sahnecremetorten vermeide oder aber die Creme entsprechend dünner streiche, dafür mehr Schichten. Andicken mit Speisestärke funktioniert vor allem bei Pudding oder Buttercreme sehr gut.

Auch bei Desserts finde ich Gelatine nicht nur überflüssig, sondern Geldverschwendung und ein bisschen „altbacken“.

Erdbeeren gehören in jedem Fall in ein Erdbeer-Tiramisu... wenn noch welche übrig bleiben.

Erdbeeren gehören in jedem Fall in ein Erdbeer-Tiramisu… wenn noch welche übrig bleiben.

Bei fünfzehn Kuchen und Torten enthalten elf Gelatine, zwei Mal wird Tortenguss angegeben. Lediglich der Schokoladen-Erdbeer-Kuchen (S. 24) und die Erdbeerkrönchen (S. 38) werden ohne Gelatine bzw. Tortenguss zubereitet. Die Erdbeerkrönchen brauchen Sahnesteif, heißt es im Rezept. Glaub ich nicht. Ich habe noch nie im meinem Leben Sahnesteif verwendet. Ab und an lese ich bei den Zutaten Dr. Oetker. Ein bisschen habe ich den Eindruck, das könnte ein Sponsor sein.

Die Tipps und Anregungen zu den Rezepten gefallen mir gut, sie geben dem Buch das gewisse Mehr. Allerdings bin ich auf Seite 63 über ein „Ich habe…“ gestolpert. Und ich fragte mich: „Wer ist ich?“ Einen Ich-bezogenen Tipp hatte ich bei sonst keinem der Rezepte entdecken können. Nun wollte ich jedoch wissen, wer „Ich“ ist. Hinten im Buch – im Impressum – wurde ich fündig. In diesem Fall handelte es sich um den Kochbuchautor Martin Lagoda. Und nun erfuhr ich auch, dass  die »Sommersüßen Erdbeerträume« in Zusammenarbeit mit insgesamt sieben Rezeptautoren entstanden sind: Nina Andres, Jacqueline Böttcher (verh. Twenhöfel), Luise Lilienthal, Karl Newedel, Oda Tietz und bereits erwähnter Martin Lagoda.

Was habe ich daraus gemacht?

Die Erdbeersaison, in der ich Erdbeeren in Körben vom Wochenmarkt schleppe, beginnt erst noch. Jetzt sind die Erdbeeren noch relativ teuer und es handelt sich auch noch nicht um Freiland-Erdbeeren, darum bin ich noch ein bisschen sparsam, was die Schälchen betrifft. Das große Backen und Kochen rund um die Erdbeere folgt also erst noch.

Für Erdbeer-Eis reicht es aber immer. Das Rezept im Buch auf Seite 80 gefällt mir gut und geht sehr schnell. Tipps zur Weiterverarbeitung mit oder ohne Eismaschine sind äußerst wertvoll. Im Rezept sollen die Erdbeeren mit Zucker ziehen. Ich karamellisiere sie. Zucker in eine Pfanne und dann die Erdbeeren dazu, bis sie schön duften und Saft lassen. Anschließend in eine Schüssel geben und pürieren. Abkühlen lassen.
Im Rezept wird nun Creme double verarbeitet. Ich nehme Mascarpone mit Quark. Manchmal auch nur Joghurt mit Sahne oder nur Sahne. Je nach dem, was im Kühlschrank weg muss oder vorhanden ist. Lecker in allen Fällen.

Lecker klingt das Erdbeer-Tiramisu (S. 70), das mit weißer Schokolade zubereitet wird. Dieses Dessert wird es in jedem Fall in naher Zukunft bei uns geben. Und nicht nur das.

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Langes Fazit: »Sommersüße Erdbeerträume« bietet eine Vielzahl an süßen Gerichten mit Erdbeeren. Die Fotos im Buch zeigen tolle Kreationen.
Der Kategorie Kuchen & Torten fehlt es ein bisschen an Vielfalt. Hier gibt es zu viel Sahne, Creme und Gelatine. Rezepte, in denen die Erdbeeren in einem Rührteig (als Muffins oder Gugelhupf) oder (mit Vanillepudding) in Blätterteig gebacken werden, hätten mehr Abwechslung gebracht.
Mehr Vielfalt bieten die beiden anderen Kategorien, in denen Desserts, Likör und Schnaps, Konfitüren, Sorbet, Eis, Relish oder Mousse Lust auf Erdbeeren machen.

Kurzes Fazit: Wer Gelatine & Co verwenden mag, der findet in »Sommersüße Erdbeerträume« viele leckere Torten und köstliche Anregungen rund um und mit der Erdbeere.
Bei dem Preis von 12,99€ lässt sich das Buch auch prima verschenken – zusammen mit einem Schälchen frischer, regionaler Erdbeeren.

 

Sommersüße Erdbeerträume
Verlag: Bassermann Inspiration
Gebundenes Buch, Pappband, 96 Seiten
durchgehend Farbfotos
ISBN 978-3-572-08183-7
12,99 €

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Webtipps:

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Leckerlieblichzuckersüße Erdbeer-Galerie:

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2 Kommentare:

  1. Pingback: Erdbeeren und Spargel aus der Region! Jetzt! | Der Remscheider Wochenmarkt

  2. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 23.04.2015 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

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