Virtuelle Schlankheitskur – Sinnvoll oder kann das weg?

Webseitenlogo www.nicole-rensmann.deVor ein paar Tagen habe ich Unterlagen aussortiert und aus drei Ordnern einen gemacht. Was mir im realen Leben keine Probleme bereitet, fällt mir im virtuellen schwer. Dabei wäre hier aufräumen dringend nötig.

Zu viele Accounts, zu viele Seiten, die gepflegt und nach den ständig wechselnden Datenschutzbestimmungen überarbeitet werden müssen. Hundert Newsletter am Tag. Infomails über neue Waren, Blog-Beiträge oder Foren-Updates. Zu viel von allem. Das muss jetzt weg.

Was kann raus? Alles und Nichts!?

Aus welchen Portalen, Medien und Seiten ziehe ich mir Mehrwert? Wo möchte ich präsent sein? Wie knüpfe ich berufliche und private Kontakte? Kurz: In welchen sozialen Plattformen lohnt sich ein Account? Jetzt oder später? Vielleicht?
Dieses mistige Vielleicht macht mir die Entscheidung, den Löschvorgang auszulösen, verdammt schwer.

Leicht viel es mir bei einigen Accounts. Schon vor ein paar Monaten begann ich mit dem virtuellen Ausmisten: LinkedIn, Path und Tumblr – schmerzfrei gelöscht.

Ich legte meine – kein Witz  – vier efiliale-Accounts zusammen. Die, das sollte ich erwähnen, deswegen in so großer Zahl vorhanden waren, weil ich sie in privat und beruflich unterteilt hatte. Doch auch dieser Bereich wurde im letzten Jahr entschlackt. Nun habe ich nur noch einen Account für privat und einen für beruflich.

Mein Account bei Lyx Storyboard existiert nicht mehr. Wozu auch? Der Newsletter wurde abgestellt. Ohne das eine, brauche ich das andere nicht.
Die google+-Seite von NIEMAND mit knapp 30 Fans lohnt nicht – weg.

Ich lösche Kooperationen mit Affili-Plattformen und Blogger-Portalen – ein langwieriger Prozess, weiß ich doch kaum noch, wo ich nach zwanzig Jahren virtuellem Leben angemeldet bin. Jeder Newsletter und jede Info-Mail wird jetzt als Erinnerung verwendet: Abmelden!

Doch da sind noch viele Vielleichts.

Ein Hin, ein Her. Dieses XING. Brauche ich das? Nützt es mir was? Nein! Stört es mich. Ja und Nein. XING = Mehrwert? Keiner. Spaß? Nö. Interessant? Auch nicht.
Durchatmen und weg damit! Puh. Das fiel mir schwer.

Noch kein Ende in Sicht

Facebook: Eine Niemand-Seite, eine Nicole Rensmann-Fanseite und eine kommunikative Nicole-Seite. Lösche ich die eine oder doch die andere? Welche brauche ich noch? Welche ist gefragt? Hier fällt es mir schwer abzuwägen und zu entscheiden. Darum bleibt alles beim Alten. Noch. Irgendwann muss ich auch hier ran und abspecken. Nächstes Frühjahr vielleicht oder im Sommer. Denn wer sagt, dass Aufräumen nicht auch bei heißen Temperaturen möglich ist? Eben.

Es wird. Aber es liegt noch eine Menge Arbeit in der virtuellen Erlebnisbahn vor mir. Das Aufräumen ist hier schwerer, weil Plattformen und Foren, Anmeldefunktionen und Seiten zu schnell an mir vorbeirauschen und in Vergessenheit geraten, noch bevor ich mir die Frage stellen kann: Brauche ich das noch oder kann das weg?

Bitte weitersagen:

7 Kommentare:

  1. Pingback: geekchicks.de » geekchicks am 29.03.2016 - wir aggregieren die weibliche seite der blogosphäre

  2. Ha … genau … das kann weg … kenn ich … habe gerade auf Facebook die Hälfte aller „Freunde“ gelöscht … nicht verstummen lassen, sondern gelöscht. Leute die ich nicht kenne oder deren Meinung mich nicht interessiert und mit denen ich auch nicht telefonieren würde … WEG

    Kannst Du natürlich nicht tun, Fans willst Du ja behalten ♡ aber entrümpeln tut so gut. Habe alte Schulungsunterlagen zu einem Organisationskurs gefunden und musste an deren Einleitung denken. Der Schulungsleiter hat aufgezählt wieviele Jahre wir Schlafen, Arbeiten, Essen, vor Medien sitzen usw. Und wieviele Stunden zum eigentlichen LEBEN übrigbleiben – und das war noch vor Smartphone :0)
    Und dann hat er uns angeleitet diese Zeit zu verlängern und zu genießen.

    ALSO WEG MIT DEM ZEUG!!! ☺

    • Ein schlauer Mann, dein Lehrer. Ich glaube fast, heutzutage verplempern wir noch mehr Zeit, denn das Internet ist ein Sumpf. Und ja, du hast Recht, ich kann leider nicht alle entfernen, manche fliegen trotzdem.
      Andererseits denke ich manchmal, wenn es eh keiner mitbekommt, wozu dann? Bei all den Seiten, Postings und Infos rutscht so viel durch. Und ich möchte gar nicht wissen, wie viele der „Freunde“ sich befreunden, aber sofort auf „nicht abonnieren“ klicken. Naja, ganz ohne FB geht es noch nicht. Aber wir schauen mal… ich entrümple weiter virtuell. Du fliegst aber nicht raus. Pech für dich! 😉

  3. Liebe Nicole,
    die Sache ich ganz einfach ….
    …. unlösbar. 😉
    Beim Lesen habe ich eben gedacht, wenn Nicole Rensmann solche Gedanken im Blog laut denkt, dann ist da noch an der ein oder anderen Stelle ein Zweifel. Nun sollte ein Leser diese Zweifel nicht vergrößern, sondern mithelfen eine Entscheidung zu treffen.
    Zunächst einmal ist für mich das Aufräumen das Schrecklichste auf der Welt. Sammeln und anhäufen macht so viel Freude, fällt leicht und macht kaum Arbeit, weil es ja Tröpfchen für Tröpfen entsteht.
    Zunächst käme einem wie mir das Aufräumen auch gar nicht in den Sinn. Entweder kriege ich einen leichten Klapps hinten drauf von meiner Liebsten, weil ich im Chaos versinke, oder der große Berg belastet mich tatsächlich irgendwann.
    In der virtuellen Welt erledigen sich manche Dinge bei Nichtnutzung von alleine, aber Sie haben Recht, viele Accounts machen auch (unnütze) Arbeit.

    Ich werde Ihre Aufräum- und Restaurierungsarbeiten im Auge behalten, und hoffe, davon eine Lösung für mich ableiten zu können.
    Vielleicht kriegen wir ja doch noch Ordung in diese Welt – diese virtuelle – unendlich unendliche Welt. 😉

    Gruß Heinrich

    P.S. Vielleicht genügt es schon, nicht so viele neue Accounts zu erstellen. Aber viele Dinge verlocken mich, wie zum Beispiel Perspective-Daily. Ich freue mich, dort Mitglied zu sein und dass die 12000er Grenze geknackt wurde. 🙂

    • Lieber Heinrich!
      Na, da musste ich doch schmunzeln. Ich bin doch eine sehr große Zweiflerin, wenn nicht sogar DIE Zweiflerin überhaupt. Zumindest, wenn es um mich geht. .
      Aufräumen ist ja meist Frauensache, das liegt vermutlich in den Genen, auch wenn jetzt ein paar Damen und Herren aufstöhnen. Virtuell muss ich mir die Frage stellen: Brauche ich Dieses oder Jenes beruflich? Und da bleiben dann oft zwei Fragezeichen über.
      Perspective-Daily – das kenne ich nicht, und nein, ich werde jetzt nicht danach suchen, um mich darüber zu informieren. Obwohl auch ich neugierig bin – sehr sogar. Naja, vermutlich google ich doch mal… hilft ja nichts. Frau muss ja auch auf dem Laufenden bleiben, wobei das – wie ich jeden Tag feststelle – nicht mehr möglich ist. So riesig ist dieses virtuelle Land längst geworden. Aber ich muss auch nicht mehr überall dabei sein.

      Herzliche Grüße, Nicole

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