Gelesen: »Coraline« von Neil Gaiman

»Coraline« habe ich als Verfilmung gesehen. Das ist schon ein paar Jahre her. Die Konstellation „Erst-sehen-dann-lesen“ empfinde ich als ungünstig, aber manchmal geht es nun einmal nicht anders. In meinem Bestreben mehr zu lesen, bleibe ich oft bei Neil Gaiman hängen. Er schreibt schöne Geschichte, mal verrückt, skurril, in jedem Fall voller Phantasie. Seine Romane und Erzählungen haben für mich meistens einen Fehler: Die kühle Distanz zum Leser. Ich lese seine Bücher mit Interesse, aber ohne diesen „Wow“-Effekt. Neil Gaiman …

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Gelesen: »Der Ozean am Ende der Straße« von Neil Gaiman / Eichborn Verlag

Neil Gaiman ist bekannt für seine außergewöhnlichen Geschichten – allesamt voller Phantasie mit einem gaimanistischen Mehr an Skurrilität.  Das ist der Grund, warum ich seine Bücher lese, obwohl mir die Charaktere beinahe immer fremd bleiben. Anders als Stephen King, der seine Leser so nah an die Hauptcharaktere zerrt, dass es schmerzt, hält Neil Gaiman die Leser gerne eine Armlänge auf Distanz. »Der Ozean am Ende der Straße« (Eichborn Verlag, 2017)  macht da keine Ausnahme. Doch Gaiman ist es mit dieser Geschichte …

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Rezension: »Das Graveyard Buch« von Neil Gaiman

Cover: Das Graveyard Buch von Neil Gaiman / Arena Verlag

Noch ein Niemand. Und über Niemands muss ich alles wissen. Obwohl dieser Nobody nicht mit meinem zusammenhängt. Nobody Owens erhält seinen Namen von seinen Adoptiveltern, die er  – als Baby, knapp über dem Krabbelalter – auf dem Friedhof traf. Dorthin flüchtete er, als seine Eltern und seine Schwester getötet wurden. Noch weiß er nicht, dass seine neuen Eltern und all seine neuen Verwandten und Freunde tote Wesen sind, die zwischen dem Hier und Dort leben – sichtbar nur für sich …

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Rezension: »Niemalsland« von Neil Gaiman

Rücken/Cover: "Niemalsland" von Neil Gaiman

Neil Gaiman wurde mir schon in der Vergangenheit mehrfach empfohlen. Aus irgendwelchen Gründen bin ich aber stets an ihm vorbei gelaufen. Dann las ich »Anansi Boys« und fand den Roman gut. Er hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Dennoch kaufte ich mir weitere Bücher, die aber auf dem Buchstapel liegen blieben, keins packte mich, denn Gaimans Bücher, zumindest die wenigen, die ich bisher (an)-gelesen habe, bleiben ein bisschen an der Oberfläche des Protagonisten, die Charaktere handeln oftmals sehr irrational …

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Neue Rezension zu „Niemand“

Autoren freuen sich über gute Besprechungen ihrer Romane, das ist ja logisch. Doch es gibt Rezensionen, die einen aus den Socken hauen – und befänden wir uns im Niemandsland – dann hinge ich für einen kurzen Moment unter der Decke, weit entfernt von meinen Socken. Die Autorin und Verlegerin Uschi Zietsch hat „Niemand“ gelesen. „Einen ganzen, ordentlich umfangreichen Roman auf diese Weise und auf bleibendem hohen Niveau zu erzählen – das ist der Autorin in einer Weise gelungen, die sonst nur …

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Gesehen: »Der Sternenwanderer«

Neil Gaimans Romane konnten mich aufgrund der für mein Empfinden fehlenden Charakterstärke seiner zu willenlosen Protagonisten bis dato nicht überzeugen. Seine Ideen jedoch sind immer beispielhaft. So auch »Stardust« – »Der Sternenwanderer«, der aus seiner Feder stammt und mit u.a. Robert de Niro, Michelle Pfeiffer, Claire Danes, Peter O´Toole  verfilmt wurde. »Ich hole dir die Sterne vom Himmel.« Diese Liebeserklärung könnte möglicherweise dazu beigetragen haben »Stardust« zu schreiben, denn hier fällt ein Stern vom Himmel.  Doch in dem geheimen Ort, …

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Gelesen: »Anansi Boys« von Neil Gaiman

Neil Gaiman widmet »Anansi Boys« mir … und dir und Ihnen und Euch – also seinen Lesern und zwar mit Stil. Das macht Lust auf den Roman, und den 1960 in England geborenen Autor sofort sympathisch. Fat Charlie ist zwar längst nicht mehr richtig fett, aber dieser Spitzname, den ihm sein Vater gegeben hat, haftet ihm auch als Erwachsener noch an. Fat Charlies Vater hat seine Vaterrolle nicht sonderlich ernst genommen und das ist wortwörtlich zu sehen. Er hat sich …

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